24h von Le Mans 2016

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Le Mans: Rückkehr von Ford

— 16.06.2016

50 Jahre nach dem Sieg

Der Zeitpunkt der Rückkehr von Ford zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist nicht zufällig gewählt: Vor 50 Jahren feierte Ford den ersten Sieg mit dem GT 40.

Ford feiert das große Comeback in Le Mans: Gegen Ferrari, Porsche und Aston Martin geht es um den Sieg in der LMGTRE-Pro-Klasse, also den Gran-Tourismo-Fahrzeugen. Sie sind anders als die schnellen Prototypen seriennahe Sportwagen. Für Ford am Steuer sitzen auch die beiden Deutschen Dirk Müller und Stefan Mücke.

Mit einem GT gelang Ford vor 50 Jahren ein großer, aber auch diskussionswürdiger Sieg. Nach drei Jahren gewannen die Amerikaner endlich die Oberhand gegen den ärgsten Feind – Ferrari. Die Roten aus Maranello siegten auch 2016 in den ersten beiden Rennen der LMGTE-Pro-Klasse in Silverstone und Spa, werden daher wieder die härtesten Rivalen sein.

In 50 Jahren hat sich technisch viel getan: Ford setzt inzwischen auf Leichtbau – und auf effiziente Motorpower. Die 600 PS schöpft Ford aus einem 3,5-Liter-V6-Biturbo. Vor 50 Jahren war der Hubraum mit sieben Litern noch doppelt so groß. Dafür mit 485 PS auch schwächer.

Ford greift 2016 in der GT-Klasse wieder nach dem Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans

Es reichte zum Gesamtsieg. Das Siegerduo Bruce McLaren und Chris Amon erlebten in den 24 Stunden bis zum Sieg aber eine aufregende Zeit. Im Regen erwiesen sich die Firestone-Reifen als wenig tauglich, also wechselten sie während des Rennen auf Pneus von Goodyear. Ford fuhr damit allen davon. Und am Ende gab es dann noch einen wahren Paukenschlag: In Führung lag lange der Ford von Ken Miles und Denny Hulme. Die Ford-Bosse wollte ein marketinggerechtes Foto-Finish inszenieren, also ließ Miles den Ford von Amon aufschließen. Doch als sie zusammen auf die Ziellinie einbogen gab Amon einfach Gas – und klaute sich so den Sieg.

Mehr zum Ford-Projekt von 1966 und dem von 2016 lesen Sie in der neuen Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT, ab morgen im Kiosk als Heft in AUTO BILD.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty Images

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