Die besten Bilder aus Le Mans

Le Mans: Rundenzeitenanalyse

So gut war Alonso wirklich

Fernando Alonso ist Sieger der 24 Stunden von Le Mans. Trotz vieler Kritiken: Seine Fahrt war beeindruckend. Das zeigt auch die Rundenzeitenanalyse.
Das dürfte den Kritikern am Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans den Wind aus den Segeln nehmen. Die Rundenzeitenanalyse zeigt: Fernando Alonso war der schnellste aller sechs Toyota-Fahrer! Nicht, wenn es um die schnellste Rennrunde geht. Da rangiert er sogar nur auf Platz sechs. Doch diese Disziplin ist in Le Mans noch unwichtiger als in der Formel 1. Weil es bei der Jagd auf die schnellste Rennrunde auch darauf ankommt, wie viele Überrundungen anstehen. Die kosten Zeit.
Entscheidender ist der Rundenschnitt. Bei normalen Rennen der Sportwagen-WM, die ja über sechs Stunden gehen, wird dafür der Durchschnitt der 20 schnellsten Runden zu Rate gezogen. Bei einem 24-Stunden-Rennen wie Le Mans die schnellsten 40 Umläufe. Und da hat Alonso mit 200,074 Sekunden klar die Nase vorn, vor Ex-Formel-E-Meister Sébastien Buemi (200,475 Sekunden) und José María López (200,582 Sekunden). Der Vergleich mit López ist insofern interessant, weil Alonso und López stets parallel auf der Strecke waren. Immer wenn Alonso den Toyota übernommen hat, saß der Ex-Tourenwagen-Weltmeister im Schwesterauto.

Der schnellste Fahrer in Le Mans: Fernando Alonso

Jenson Button liegt in dieser Rundenzeitenanalyse auf Rang 13 der 30 LMP1-Fahrer. Das hört sich schlechter an als es ist. Denn er ist damit innerhalb des SMP-Teams, das mit Dallara-AER-Boliden unterwegs war, der zweitschnellste Fahrer gewesen, knapp hinter Vitaly Petrov.
In der LMP2-Klasse war Loïc Duval der Schnellste vor Jean-Eric Vergne und Andrea Pizzitola. Vergne und Pizzitola gewannen gemeinsam mit Roman Rusinov eigentlich die Kategorie, wurden gestern aber nachträglich disqualifiziert – wegen eines manipulierten Tankstutzens. Der LMP2-Sieg ging daher an Signatech Alpine, wie schon 2016. Juan-Pablo Montoya liegt in der LMP2-Analyse auf Rang 15 von 60 Piloten. Aber auch hier war das Material entscheidend: Die Oreca-Chassis dominierten. Montoya fuhr mit einem Ligier-Gibson.
Der beste Fahrer der GTE-Pro-Klasse war Porsche-Sieger Frédéric Makowiecki. Stark auch die Performance von Antonio García, der als einziger Corvette-Fahrer unter die Top-10 kam und sogar Platz zwei belegten. Alle anderen Top-10-Plätze gingen an Ford- und Porsche-Piloten. Der schnellste BMW-Lenker war Nick Catsburg auf Rang 18. In der GTE-Amateurklasse setzte sich Ex-Formel-1-Rennsieger Giancarlo Fisichella durch.
Die schnellsten LMP1-Piloten (Rundenschnitt Top 40)
1. Fernando Alonso (Toyota) 200,094 Sekunden
2. Sébastien Buemi (Toyota) 200,475
3. José María López (Toyota) 200,582
4. Mike Conway (Toyota) 200,609
5. Kazuki Nakajima (Toyota) 200,685
6. Kamui Kobayashi (Toyota) 200,967
7. Gustavo Menezes (Rebellion-Gibson) 202,416
8. Neel Jani (Rebellion-Gibson) 203,027
9. Thomas Laurent (Rebellion-Gibson) 203,085
10. Vitaly Petrov (SMP Dallara-AER) 203,276
Die schnellsten LMP2-Piloten (Rundenschnitt Top 40)
1. Loïc Duval (TDS Oreca-Gibson) 209,119
2. Jean-Eric Vergne (G-Drive Oreca-Gibson) 209,984
3. Andrea Pizzitola (G-Drive Oreca-Gibson) 210,351
4. Nicolas Lapierre (Signatech Alpine-Gibson) 210,362
5. Mathieu Vaxivière (TDS Oreca-Gibson) 210,378
6. Will Stevens (Panis Barthez Ligier-Gibson) 210,514
7. Tristan Gommendy (Graff Oreca-Gibson) 210,557
8. Pastor Maldonado (DragonSpeed Oreca-Gibson) 210,565
9. Jean-Paul Chatin (IDEC Oreca-Gibson) 210,793
10. Nathanaël Berthon (DragonSpeed Oreca-Gibson) 210,796
Die schnellsten GTE-Pro-Piloten (Rundenschnitt Top 40)
1. Frédéric Makowiecki (Porsche) 231,225
2. Antonio García (Corvette) 231,264
3. Dirk Müller (Ford) 231,324
4. Andy Priaulx (Ford) 231,394
5. Harry Tricknell (Ford) 231,504
6. Sébastien Bourdais (Ford) 231,508
7. Richard Lietz (Porsche) 231,572
8. Stefan Mücke (Ford) 231,576
9. Joey Hand (Ford) 231,580
10. Kevin Estre (Porsche) 231,597
Die schnellsten GTE-Am-Piloten (Rundenschnitt Top 40)
1. Giancarlo Fisichella (Spirit of Race Ferrari) 234,148
2. Ben Parker (Gulf Porsche) 234,505
3. Matteo Cairoli (Dempsey-Proton Porsche) 234,610
4. Jörg Bergmeister (Project 1 Porsche) 234,604
5. Euan Hankey (TF Aston Martin) 234,814
6. Patrick Long (Proton Porsche) 234,867
7. Jeffrey Segal (JMW Ferrari) 234,931
8. Liam Griffin (JMW Ferrari) 235,016
9. Matt Campbell (Dempsey Proton Porsche) 235,153
10. Charlie Eastwood (TF Aston Martin) 235,183

Die besten Bilder aus Le Mans

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen