LMS 2009 Spa-Francochamps Porsche RS Spyder Team Essex

Le Mans Series 2009

— 04.05.2009

Porsche RS Spyder in Spa

Der LMP2-Serien-Sieger der ALMS und der LMS greift im Mai in das Geschehen der europäischen Rennen ein. In Spa-Francochamps nimmt das Trio Elgaard, Poulsen, Collard den Kampf auf.

Der zweite Lauf der Le Mans Series verspricht Spannung in vielerlei Hinsicht. Zum einen wird in Spa-Francorchamps mit dem Porsche RS Spyder erstmals in diesem Jahr der LMP2-Seriensieger der vergangenen Saison am Start stehen. Zum anderen wollen die Porsche-Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) und Richard Lietz (Österreich), die mit dem Porsche 911 GT3 RSR beim Auftaktrennen in Barcelona die Klasse GT2 gewannen, mit ihrem zweiten Saisonsieg die Führung in der Meisterschaft ausbauen. Und schließlich ist es die 7,004 Kilometer lange Rennstrecke selbst, die den Adrenalinspiegel von Fahrern und Fans in die Höhe treibt: Die 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Traditionskurs in den Ardennen sind Legende.

Alles für die 24 Stunden von Le Mans

Das Essex-Team nutzt den Ardennen-Klassiker, um sich auf das 24-Stunden-Rennen in Le Mans vorzubereiten.

Der Porsche RS Spyder wird vom dänischen Team Essex eingesetzt. Am Steuer sitzen Stammfahrer Casper Elgaard (Dänemark) sowie Kristian Poulsen (Dänemark) und Emmanuel Collard. Der 38-jährige Franzose geht 2009 in sein siebtes Jahr als Porsche-Werksfahrer. Zu seinen größten Triumphen zählt der Gesamtsieg mit dem RS Spyder beim 12-Stunden-Rennen in Sebring 2008. Der 31-jährige Elgaard feierte im vergangenen Jahr mit Essex einen Podiumserfolg in Spa und wurde bei den 24 Stunden von Le Mans Zweiter der LMP2-Klasse. Poulsen (33) gelang 2008 ein Sieg in der Dänischen Tourenwagen-Meisterschaft. "Wir alle freuen uns sehr auf das Rennen in Spa", sagt Emmanuel Collard. "Es macht immer Spaß, auf dieser anspruchsvollen Rennstrecke mit ihren schnellen Kurven zu fahren. Und mit dem RS Spyder wird das Rennen etwas ganz Besonderes. Schließlich wissen wir seit dem Dreifachsieg 2008, dass der RS Spyder dank seiner ausgezeichneten Balance wie geschaffen ist für diesen Kurs." Essex nutzt den zweiten Lauf zur Le Mans Series, um sich auf die 24 Stunden von Le Mans (13. und 14. Juni 2009) vorzubereiten. Dort wird das Team mit demselben Fahrertrio antreten und versuchen, den Vorjahressieg des RS Spyder zu wiederholen. Nach der deutlichen Verkleinerung des Luftmengenbegrenzers durch eine Reglementänderung leistet der 3,4 Liter große V8-Motor statt 476 nun 440 PS.

Der Porsche GT2-Sieger ist auch am Start

Hat seine Ambitionen in der GT2-Kategorie schon bewiesen: der Porsche GT3 RSR des Felbermayr-Proton-Teams.

Große Vorfreude auf Spa herrscht auch beim Team Felbermayr-Proton, das in der seriennahen GT2-Klasse zwei Porsche 911 GT3 RSR einsetzt. Mit dem Sieg von Marc Lieb und Richard Lietz in Barcelona ist der deutschen Equipe ein perfekter Saisonstart gelungen. Entsprechend zuversichtlich reist Marc Lieb nach Spa. "Der Sieg hat echt gut getan", sagt der 28-Jährige. "Aber danach konzentrierten wir uns gleich auf Spa, denn wir haben noch Abstimmungspotenzial in unserem weiterentwickelten Auto. Das wollen wir beim zweiten Rennen voll ausschöpfen. Wir waren letztes Jahr schon stark in Belgien, als ich Zweiter geworden bin, und sind nun mit den Entwicklungsreifen von Michelin noch besser aufgestellt. Außerdem ist Spa eine meiner Lieblingsrennstrecken!"

Das Fahrertrio des zweiten Felbermayr-Elfers ist mit Horst Felbermayr Jr. (Österreich), Christian Ried (Schönebürg) und Francisco Cruz Martins (Portugal) international besetzt. Einen 911 GT3 RSR setzt das französische Team IMSA Performance Matmut ein. Porsche-Werksfahrer Patrick Pilet und Raymond Narac (beide Frankreich) waren beim Auftaktrennen, an aussichtsreicher zweiter Position liegend, ausgefallen. "Diese Scharte", kündigt Patrick Pilet an, "wollen wir jetzt auswetzen."

Das ist die Le Mans Series

In der 2004 erstmals ausgetragenen Le Mans Series (LMS) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge. Das Reglement basiert auf dem Regelwerk der 24 Stunden von Le Mans. In dieser Saison werden fünf Wertungsläufe auf Traditionsrennstrecken in Europa gefahren. Die Rennen gehen über die Distanz von 1.000 Kilometern. Das Starterfeld bilden zwei unterschiedliche Sportfahrzeug-Kategorien: Sportprototypen und Seriensportwagen. Sie sind in vier Klassen eingeteilt.
Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 700 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm. Leistungsgewicht: rund 1,3 kg/PS.
Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 440 PS (mit Saugmotor) und 825 Kilogramm Mindestgewicht. Leistungsgewicht: rund 1,8 kg/PS.
Klasse GT1: Stark modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 650 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm.
Klasse GT2: Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 450 - 460 PS und einem Mindestgewicht von 1.145 - 1.345 Kilogramm. In dieser Klasse ist der Porsche 911 GT3 RSR am Start.

Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt gewertet. Dieses System sorgt für abwechslungsreiche Rennen mit vielen Überholmanövern. Punkte gibt es nur für die Platzierung in der jeweiligen Klasse. Meistertitel werden in allen vier Klassen für Fahrer, Hersteller und Teams vergeben. Porsche-Werksfahrer Marc Lieb gewann 2005 und 2006 den Fahrertitel in der Klasse GT2. Porsche gewann 2008 in der Klasse LMP2 die Titel für Fahrer, Hersteller und Team. Das 1.000-Kilometer-Rennen von Spa-Francorchamps wird am 10. Mai 2009 um 12.50 Uhr gestartet und führt über 143 Runden oder maximal sechs Stunden.

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