Le Mans Vorschau Michelin

Le Mans: Vorschau Michelin Teil 2

— 15.06.2016

Härteprüfung in Le Mans

"Gentlemen, start your engines!": Am kommenden Wochenende blickt die Motorsportwelt nach Le Mans. Das legendäre 24-Stunden-Rennen verspricht Hochspannung pur.

Insgesamt 33 Fahrzeuge – mehr als die Hälfte des Starterfeldes – vertrauen bei der Härteprüfung im Herzen von Frankreich auf Reifen von Michelin. Die französische Premiummarke peilt in Le Mans den 25. Gesamtsieg an – seit 1998 ist Michelin an der Sarthe ungeschlagen. Sonne, Regen, Temperaturschwankungen: Traditionell spielen auch die häufig wechselnden Witterungsbedingungen beim Langstreckenklassiker eine wichtige Rolle. Die Reifen von Michelin ermöglichen Top-Performance bei jedem Wetter. Michelin bringt mehr als 6.000 Reifen nach Le Mans, 35 bis 40 Prozent davon sind Regenspezialisten – inklusive des offiziellen Vortests werden rund 2.500 Pneus zum Einsatz kommen. Im Fahrerlager steht ein eigenes Zelt mit 800 Quadratmetern Grundfläche als Reifenlager bereit, während 50 Mechaniker in einem zweiten 800-Quadratmeter-Zelt im Schichtbetrieb für die Montage und Demontage sorgen. 25 Techniker halten den Kontakt zu den Partnerteams von Michelin, 15 Reifeningenieure stehen für die Analyse der Pneus und ihrer Performance zur Verfügung. Insgesamt schickt die Premiummarke 100 Teammitglieder zum "Circuit des 24 heures".

Michelin liefert fortschrittliche Reifen für jedes Wetter

Rush-Hour: In diesem Jahr gehen in Le Mans 60 Teams an den Start – vier mehr als noch 2015.

In der LMP1-Topkategorie können die Teams zwischen drei profillosen Slick-Typen mit präzise definierten Arbeitsfenstern, einem „Hybrid“-Intermediate sowie den beiden Regenexperten „Wet“ und "Full Wet" wählen – letzterer evakuiert bei starken Niederschlägen, wenn viel Wasser auf der Strecke steht, bis zu 120 Liter pro Sekunde. Als Slicks stehen zwei weichere "Soft"-Laufflächenmischungen für Asphalt-Temperaturen unter 15 Grad Celsius ("Soft Cold Weather") beziehungsweise für Werte zwischen 15 und 30 Grad ("Soft Warm Weather") zur Wahl. Wärmt sich der Teer bei sommerlichem Sonnenschein auf mehr als 35 Grad Celsius auf, kommt die "Soft Hot Weather"-Mischung in Betracht.
Weiterhin eine kleine Revolution stellt der 2012 eingeführte "Hybrid"-Reifen von Michelin dar. Als Spezialist für gemischte Bedingungen und abtrocknende Straße übernimmt er die Aufgaben eines typischen "Intermediate"-Pneus, wie ein Slick kommt er aber dank seiner besonders innovativen Konstruktion und einer sehr weichen Laufflächenmischung ohne ein Negativprofil aus. Sorgte das ungewöhnliche Konzept anfänglich noch für Staunen, so hat der "Slick-Intermed" bei Teams und Fahrern längst viele Fans gefunden.


In der LMP2 dürfen die Teams je nach Temperatur auf drei verschiedene Medium-Slicks für kaltes, warmes und heißes Wetter im 18-Zoll-Format sowie auf Slick-Intermediate- und Regenreifen zurückgreifen. In den beiden LMGTE-Klassen verrichten auch 18-Zöller Dienst. Fahrzeuge der LMGTE-Pro-Kategorie können ebenfalls zwischen drei Slicks ("cold", "warm" und "hot") sowie zwei Regenreifen ("Wet" und "Full Wet") wählen. In der LMGTE-Am kommen jene Pneus zum Einsatz, die Michelin 2015 für die Fahrzeuge der LMGTE-Pro entwickelt hat.

Regelwerk schränkt maximale Reifenzahl pro Fahrzeug ein

Japan-Express: Toyota schickt einen nahezu komplett neuen Klasse-1-Prototypen ins Rennen. Der TS050 Hybrid rollt ebenfalls auf Reifen von Michelin.

Gemäß Reglement dürfen die LMP1-Teams während des Rennens pro Fahrzeug maximal zwölf Reifensätze verwenden. Hinzu kommen 28 Pneus für die Trainingssitzungen, Qualifying und Warm-up sowie vier zusätzliche Exemplare, die im Laufe der Rennwoche zum Beispiel im Falle eines Reifenschadens eingesetzt werden dürfen. In der LMP2, der LMGTE-Pro sowie der LMGTE-Am stehen während des Rennens pro Auto höchstens 16 Reifensätze zur Verfügung. Interessante Hintergrundfakten: Ein LMP1-Hinterreifen bringt ohne Felge im Durchschnitt zwölf Kilogramm auf die Waage, ein Regenreifen rund zwei Kilogramm mehr. Die Fertigung eines Pneus dauert circa 30 Minuten. Das Rezept zur Herstellung umfasst 200 Zutaten, zum Beispiel natürlicher und synthetischer Kautschuk, Textilfasern wie Nylon und Polyester, Harz, Schwefel, Wachs und vieles mehr.

LMP2: Fußballweltmeister vertraut auf Reifen von Michelin

Heißer Anwärter auf den Klassensieg: Nach dem letztjährigen Triumph in der LMGTE-Pro zählen die mit Pneus von Michelin bestückten Corvette C7.R erneut zum Favoritenkreis.

In der LMP2 profitieren die Partnerteams von Michelin im Kampf um den Klassensieg ebenfalls vom Know-how der französischen Premiummarke. Neben dem Morgan-Nissan von Pegasus Racing sowie dem Ligier JS P2-Nissan von Krohn Racing setzt auch die Mannschaft des Fußball-Welt- und Europameisters Fabien Barthez auf Reifen von Michelin. Der ehemalige Weltklasse-Fußballtorhüter teilt sich das Cockpit des von Panis Barthez Competition eingesetzten Ligier JS P2-Nissan mit Paul Loup Chatin und Timothé Buret.

Ford will beim Le Mans-Comeback um den Klassensieg kämpfen

1966 feierte Ford mit dem GT40 in Le Mans einen vielumjubelten Dreifachsieg. Exakt 50 Jahre nach diesem Erfolg kehrt die Marke mit vier neuen Ford GT an die Sarthe zurück. Alle Fahrzeuge rollen auf Reifen von Michelin. Zwei der vom Team Ford Chip Ganassi Racing in der LMGTE-Pro eingesetzten Rennwagen gehen in dieser Saison auch in der WEC an den Start. Dort konnten sie in den ersten beiden Rennen ihr Potenzial eindrucksvoll unter Beweis stellen. Bereits im zweiten Lauf – den 6 Stunden von Spa-Francorchamps – eroberten Marino Franchitti, Andy Priaulx und Harry Tincknell den zweiten Platz in der GT-Kategorie. Beim Saisonhöhepunkt in Le Mans rechnet sich die Ford-Armada Chancen auf den Klassensieg aus. Die übrigen drei Ford GT werden pilotiert von Billy Johnson, dem Deutschen Stefan Mücke und Olivier Pla (Nummer 66) sowie Sébastien Bourdais, Joey Hand und dem zweiten Deutschen im Team, Dirk Müller (Startnummer 68). Die Nummer 69 teilen sich Ryan Briscoe, Scott Dixon und Richard Westbrook.

Der Kampf um den Siegerpodest

Die Porsche-Werksmannschaft schickt zwei Michelin bereifte 911 RSR an den Start. Zum Fahreraufgebot zählen auch Nick Tandy und Earl Bamber, die dem schwäbischen Sportwagenhersteller im vergangenen Jahr gemeinsam mit Nico Hülkenberg im Porsche 919 Hybrid und auf Pneus von Michelin den 17. Le Mans-Sieg bescherten. Tandy teilt sich die Startnummer 91 mit Patrick Pilet und Kevin Estre. Bamber greift gemeinsam mit Frédéric Makowiecki und dem Deutschen Jörg Bergmeister ins Lenkrad des 911 RSR mit der 92 auf der Flanke. Chancen auf einen Klassensieg besitzen aber auch die vier Porsche-Kundenteams, allen voran Dempsey Proton Racing. Der amtierende GT-Weltmeister Richard Lietz pilotiert gemeinsam mit Michael Christensen und Le Mans-Rookie Philipp Eng einen weiteren mit Reifen von Michelin bestückten Porsche 911 RSR. Zum Kreis der Favoriten auf den Klassensieg in der LMGTE-Pro zählen zudem die Vorjahressieger Oliver Gavin, Tommy Milner und Jordan Taylor, die erneut eine Corvette C7.R pilotieren. Am Steuer des zweiten US-Sportwagens, der auf Reifen der französischen Premiummarke rollt, wechseln sich Jan Magnussen, Antonio Garcia und Ricky Taylor ab.

Beim Kampf um das Siegerpodest dürfte auch in diesem Jahr mit Ferrari zu rechnen sein – zumal die 488 GTE in den ersten beiden WEC-Läufen auf Reifen von Michelin das Tempo vorgaben. AF Corse schickt zwei der italienischen Sportwagen ins Rennen, Risi Competizione ist ebenfalls mit einem Ferrari 488 GTE auf Pneus von Michelin unterwegs. In der LMGTE-Am vertrauen mit Ausnahme von Aston Martin sämtliche Teams auf Material aus Clermont-Ferrand. Hier streiten ebenfalls diverse Porsche 911 RSR, Corvette C7.R und Ferrari 488 Italia um den Klassensieg.

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