Alle Rennwagen vom 24h Rennen in Le Mans 2017

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Le Mans: Zukunft des Rennens

— 17.06.2017

Wird die GT-Kategorie die Topklasse?

Wenn Peugeot nicht einsteigt und Porsche wirklich den Stecker zieht, steht die LMP1-Klasse vor dem Aus. Im Gegensatz dazu boomt die GT-Klasse.

Pessimisten haben in Le Mans Hochkonjunktur. Sie proklamieren den Ausstieg von Porsche und bezweifeln die Rückkehr von Peugeot. Das würde dem Ende der hochgezüchteten LMP1-Prototypenklasse mit den 1000-PS-Hybrid-Wagen gleichkommen. Aber was kommt dann?

Wie geht es in der GT-Klasse weiter in Le Mans?

Noch ist das Aus der LMP1-Kategorie gar nicht in Stein gemeißelt. Porsche erwägt den Verkauf von Kundenwagen. Und für 2018 haben sich mit Chassisbauern wie Ginetta und SMP mehrere Privatteams angekündigt. Eine Idee ist auch, die Daytona-Prototypen aus Amerika nach Europa zu bringen. Dabei handelt es sich um getunte LMP2-Chassis, die mit Motoren von Nissan, Mazda und Cadillac ausgerüstet werden. Weitere Hersteller zeigen Interesse. Angeblich auch das langjährige Audi-Werksteam Joest mit einem Motor auf Basis des Audi-GT3-Triebwerks.

Eine zweite Idee: die boomende GT-Klasse aufwerten. Mit Ford, Ferrari, Porsche, Aston Martin und Corvette sind schon jetzt fünf Marken vertreten. BMW steigt 2018 ein, Lamborghini und McLaren zeigen ebenfalls Interesse. Porsche-Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser ist aber skeptisch: „Dazu müssten wir erst einmal schneller werden als die LMP2-Kategorie. Aber da muss man aufpassen. Bisher ist die GT-Klasse noch relativ bezahlbar. Hier sollen außerdem die Traumsportwagen von der Straße fahren. Wenn man sie jetzt hochzüchtet, könnten wir vor dem gleichen Problem stehen wie 1998.“

Tritt Ford wirklich mit einem Straßensportwagen an?

Damals bildeten die GT-Fahrzeuge ebenfalls die Topkategorie - mit verkappten Prototypen und steigenden Kosten. Eine Seifenblase, die bald platzte. Außerdem: Schon jetzt wird Ford vorgeworfen, eher einen Prototyp als einen echten Straßensportwagen gebaut zu haben. Trotzdem laufen derzeit Diskussionen, die GT-Klasse mit Hybrid-Motoren auszustatten. Walliser zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Aber das wird eher verhalten diskutiert, mit gebremster Euphorie. Man muss da echt aufpassen, was man macht.“

Gerade weil sich so viele Hersteller ankündigen, erwägt WEC-Serienchef Gérard Neveu das Aus der GT-Amateurklasse. Das gilt jedoch nicht für Le Mans. „Ein Modell“, erklärt Walliser, „wäre es, die Amateure in den nationalen und lokalen Meisterschaften wie in Amerika oder Asien fahren zu lassen - und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Aber eben nicht die volle Sportwagen-WM.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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