Leistung ab Werk

Leistung ab Werk

— 30.12.2003

Die Zukunft bleibt blitzschnell

Konjunkturaussichten hin oder her: Die Hersteller bleiben auf dem Gas. Fast alle haben extrem sportliche Modelle in der Pipeline.

GSi-Erbe Opel Meriva OPC

Opel bleibt auf Erfolgskurs – zumindest lassen die künftigen Modelle nichts anderes vermuten. Schon die neue OPC-Studie des Vectra macht Lust auf mehr. Neben dem neuen Styling ist der Dreh- und Angelpunkt des OPC der Motor. Auf Basis des 1,9-Liter- CDTI-Diesels entstand ein heißes Aggregat mit 212 PS (Serie: 100 PS). Erreicht wird der Leistungszuwachs durch den Einsatz von zwei Turboladern. Das maximale Drehmoment liegt bei 400 Newtonmeter. Euro-4-Einstufung und 6,0 Liter Verbrauch zeigen, wie realitätsnah der Vectra ist. Verkaufsstart: leider noch unbekannt.

Wohl aber der des Meriva OPC. Bislang existiert zwar nur die Computer-Retusche, doch Mitte 2004 kommt der wahre GSi-Erbe. Unter der Haube arbeitet ein 175 PS starker Benzinmotor mit Turboaufladung. Endgeschwindigkeit: über 200 km/h. Damit wird Opel Erfolg haben.

Das gilt auch für Volkswagen. Denn ein Golf GTI gehört zu VW wie der Nürburgring nach Deutschland. Im Oktober 2004 kommt deshalb die fünfte Auflage. Doch mit der Ur-Version hat der neue GTI nicht mehr viel gemeinsam: Er wiegt nicht nur fast doppelt so viel, sondern ist mit 200 PS auch fast doppelt so stark. Erstmals verfügt der Turbomotor über die Benzindirekteinspritzung FSI. Optisch gilt die auf der IAA 2003 gezeigte Studie mit großem Kühlergrill als sehr seriennah. Ein weiteres sportliches Topmodell wird Ende 2004 erwartet: der VW Touareg R60. Ein in der Leistung angehobener 6,0-Liter-W12-Motor treibt ihn an. Vierrohr-Auspuff und andere Stoßfänger als besondere Kennzeichen.

BMW M5: Zehnzylinder mit 550 PS

Vier Endrohre wird auch der neue BMW M5 wieder haben, doch sonst hat er mit seinem Vorgänger nichts mehr gemein. Unter der Motorhaube residiert statt des Acht- ein Zehnzylinder mit 500 PS. Angetrieben wird BMW-typisch die Hinterachse. Die Beschleunigung auf 100 liegt unter fünf Sekunden. Zu sehen war die bayrische Kanone in Genf – vorerst als "Concept".

Mehr Leistung steht derzeit auch bei AMG im Lastenheft ganz oben. Zumindest scheint es so. Sukzessive wird momentan den 55er-AMG-Modellen (Achtzylinder mit Kompressor, 476 PS) ein 65er-AMG-Modell (V12 mit Biturbo, 612 PS) zur Seite gestellt. So geschehen bei S-Klasse und CL-Coupé. Als Nächstes kommt folglich der SL 65 AMG. Auch er wird von dem famosen V12-Biturbo-Motor vorangetrieben. Die Beschleunigung auf 100 km/h soll 4,3 Sekunden betragen, also nochmals 0,4 Sekunden weniger als beim SL 55 AMG. Abgeriegelt wird bei 250 km/h. Gegen 2494 Euro Aufpreis läuft der SL Tempo 300. Dann ist endgültig Schluss, denn mehr verkraften die Reifen nicht.

Ganz so flott ist die neue AMG-Version der C-Klasse nicht, obwohl auch hier kräftig an der Leistungsschraube gedreht wurde. Zum Facelift der Baureihe im März entfällt der C 32 AMG. Ersatz: eine Version mit Achtzylinder-Saugmotor, der C 55 AMG mit 367 PS. Wie gehabt gibt es Limousine und T-Modell von AMG. Die wohl kurioseste Neuheit kommt als Geburtstagsgeschenk für 25 Jahre Mercedes-Benz G. Sie dürften raten, mit welcher Besonderheit: mehr PS. Zum Einsatz kommt der 5,5-Liter-V8 mit Kompressor und 476 PS!

Mégane Sport auf Golf-GTI-Jagd

Weg vom Vierzylinder mit Turbo, hin zum Sechszylinder mit Hubraum – so lautet die Strategie beim neuen Audi S3. Unter der Haube des kompakten Sportlers wird der bekannte 3,2-Liter-V6-Motor zum Einsatz kommen. Für den S3 wird seine Leistung von 250 auf 280 PS angehoben. Serienmäßig sind Features wie das Direkt-Schaltgetriebe DSG, Recaro-Sitze sowie ausgestellte Kotflügel für 18 Zoll und größere Bremsen.

Sport ist Trumpf gilt auch bei und für Rover. Nicht nur der 320 PS starke Sportwagen MG XPower SV kommt, sondern auch gleich ein leistungsstärkeres Topmodell. Das wird aber nur auf Anfrage produziert. Das SV-R genannte Modell hat einen 765 PS starken V8 unter der Haube. Ab Mai: der ZT 260. Limo und Kombi (Basis Rover 75) werden für den 260 PS starken V8 extra auf Heckantrieb umgebaut.

Der Renault Mégane bleibt einer der stärksten Golf-Gegner. Ab Sommer 2004 bringt der freche Franzose den Deutschen in arge Bedrängnis: Dann debütiert der Mégane Sport. Das 225 PS starke Topmodell rangiert nicht nur in der Leistung über dem Golf (und dem künftigen GTI), sondern sondern zeigt sich auch in der Optik nicht zurückhaltend. Die neue Frontschürze mit dem riesigen Lufteinlass rückt die Nebelscheinwerfer ganz nach außen. Am Heck gibt es einen angedeuteten Diffusor und einen nahezu mittig platzierten Doppelrohrauspuff. Vier Rundinstrumente sowie lederbezogene Sportsitze mit orangenen Ziernähten trimmen das Interieur. Der Tacho reicht zwar bis Tempo 280, doch bei 240 km/h ist Schluss. Sein größter Vorteil aber: der Preis. Rund 25.000 Euro.

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