Neuer Leopard 2 A7 und weitere Kampfpanzer

Leopard 2: Nachfolger wird erprobt

— 01.07.2015

Wird das der Leopard 3?

Die Bundeswehr will einen neuen Panzer. Wir haben die ersten Details zum Nachfolger, der vielleicht Leopard 3 heißen wird. 

Der Leopard 2 Revolution wird von Rheinmetall Defence getestet.

©Rheinmetall Defence

Der Leopard 2 bekommt einen Nachfolger. Ob er Leopard 3, Leopard 2 A8 oder A7 A1, wie ihn intern die Bundeswehr bezeichnet, heißen wird, wissen wir noch nicht. Dafür wurden jetzt einige technischen Details zum künftigen Kampfpanzer der Bundeswehr bekannt. Wie die BILD am SONNTAG berichtet, testet das Rüstungsunternehmen Rheinmetall fleißig das künftige Modell. Die Basis des Prototypen ist der Leopard 2 Revolution, die modernste Variante des Kampfpanzers. Damit soll der neue Leo technisch vor mit dem kürzlich vorgestellten russischen Kampfpanzer T-14 Armata gleichziehen. Russland modernisiert mit Hochdruck seine Panzer. Auf dem Jahrestag zum Kriegsende zeigte die Armee erstmals den neuen Armata T-14. In Fachkreisen wird diskutiert, ob der aktuelle Leopard dem neuen russischen Armata T-14 unterlegen ist.
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Größere Kanone

Rundumschutz: Neue Abwehrsysteme gegen Raketen und eine größere Kanone

©Rheinmetall Defence

Der nächste Leo soll mit einer stärkeren Glattrohrkanone schießen als bisher, statt 120 Millimeter wird sie voraussichtlich zwischen 130 und 140 Millimeter groß sein. Dazu planen die Ingenieure einen volldigitalen Turm. Damit kann der Leo Lagebilder und Bilder der Drohnen in Echtzeit verarbeiten und digital an den Kommandostand übermitteln. Der Richtschütze steuert die fernlenkbaren Waffen per Joystick und Monitor auf ein vorher erkanntes Ziel. Das Kommandantenperiskop wurde durch ein neues Sichtsystem getauscht und hat jetzt eine Wärmebildgerät, ein Laserentfernungsmesser und einen integrierten Feuerleitrechner für sechs verschiedene Munitionstypen. Das digitale System soll die Reaktionszeit verkürzen. Neu ist auch ein ferngesteuertes Waffensystem für unterschiedliche Waffen bis zum 40-mm-Granatwerfer. Dadurch soll der Selbstschutz im Nahbereich verbessert werden.

Kommandeur bremst jetzt mit

Der Revolution des Herstellers Rheinmetall Defence basiert auf dem Leopard 2 A4, glänzt mit einer verbesserten Panzerung, mehreren kleinen Abwehrraketen und einer schwenkbaren Vorrichtung zum Verschießen von Nebelgeschossen. Die sollen den Koloss verstecken oder für feindliche Raketen kurze Zeit unsichtbar machen. Das Maschinengewehr wird aus dem sicheren Inneren ferngesteuert. Neben dem Fahrer verfügt der Kommandant über eine eigene Bremse, kann den Panzer in Gefahrensituationen eigenständig stoppen. Hinzu kommen weitere Funk- und Kamerasysteme,  ein neuer Generator und eine verbesserte Klimaanlage. Die kühlt neben der Besatzung auch die Elektronik und die Munition. Neue Nachtsichtgeräte und Wärmebildkameras sorgen für mehr Durchblick bei der vierköpfigen Crew.

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KMW-Leo mit besserer Panzerung

Erst kürzlich renovierte die Bundeswehr ihre rollende Festung, nennt ihn jetzt Leopard 2 A7. Die Version des knapp 65 Tonnen schweren Kampfpanzers von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) basiert auf dem Leopard 2 A6M. Der wurde zwischen 2007 und 2011 von der kanadischen Armee in Afghanistan im Einsatz getestet. Die Erfahrungen der Kanadier führten zu wesentlichen Veränderungen am elf Meter langen (mit Turm und Kanone), 3,80 Meter breiten und gut 2,60 Meter hohen Panzer. Die neue Version soll eine erhöhte Kampfkraft, größere Durchhaltefähigkeit und eine bessere Führungsfähigkeit bieten. Nach wie vor wird der Leo von Zwölfzylinder-Diesel von MTU mit rund 1.500 PS angetrieben. Der 65-Tonner schafft damit immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h.

Neue Munition

Beim neuen Leo lässt sich die sogenannte High Explosive (HE) Munition programmieren, der Ladeschütze kann Zeitpunkt und Höhe der Detonation genau bestimmen. Die temperierbare Sprengmunition kann bis zu 5000 Metern in der Luft, beim Einschlag oder eine Weile danach explodieren. Dadurch kann der Leo auch Ziele hinter Deckungen bekämpfen. Doch auch diese Munition soll nur einen Zwischenschritt darstellen.

Leopard 2 A7 und weitere Kampfpanzer

Autor: Fabian Hoberg

Fotos: Rheinmetall Defence

Stichworte:

Panzer

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