Die coolsten Klassiker am "Tatort"

Die coolsten Klassiker am "Tatort"

Letzter Kopper-"Tatort"/Fiat gecrasht: Kommentar

Warum musste der alte Fiat dran glauben?

Die Ära Kopper beim "Tatort" ist vorbei, und in der letzen Folge des Ludwigshafener Krimis mit Andreas Hoppe musste auch sein schöner Fiat 130 dran glauben. War das wirklich nötig? Ein Kommentar.

Video: Kopper-"Tatort" Ludwigshafen (2018)

Hier crasht Kopper den Fiat 130

Dem Abschied von Mario Kopper im "Tatort" aus Ludwigshafen geht ein spektakulärer Crash voraus: In seiner letzten Folge schrottet Kopper selbst in einem von ihm konfiszierten BMW X5 seinen eigenen, von einem Übeltäter gekaperten, geliebten Fiat 130. Ein Ende mit Knalleffekt, den hat sich der Schauspieler Andreas Hoppe nach 21 Jahren "Tatort"-Dienst an der Seite von Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) verdient. Aber dass auch sein Oldtimer dran glauben muss, lieber Südwestrundfunk, musste das wirklich sein?

Teuflisches Kennzeichen: LU-ZF 4

Andreas Hoppe und Ulrike Folkerts am Fiat 130 LU-ZF 4 ("Luzifer")

In 57 Folgen profilierte sich Kopper als ehrlicher, authentischer Kriminaler der TV-Serie. Der Schauspieler Hoppe ist selbst ein angenehmer Typ, das konnte der Autor dieser Zeilen bei einer AUTO BILD KLASSIK-Rallye selber feststellen. Kopper brachte den Oberklassen-Fiat mit dem markanten und mittlerweile legendären Kennzeichen LU-ZF 4 ("Luzifer") in die Serie, ein Klassiker, der gut zu seiner Rolle als Halbitaliener passte und jeden Oldieliebhaber am Sonntagabend gerne den Ludwigshafen-Krimi einschalten ließ. Dass der Wagen im "Tatort"-Einsatz schon immer hart rangenommen wurde, geschenkt, das gehörte auch zum fiktiven Polizeialltag. Doch in der letzten Folge machte Kopper mit dem eigenen Auto schon kurz vor Ende der Krimifolge kurzen Prozess: Ein Rammstoß in die Tür, dann ein Rempler in den Kotflügel, und zum Schluss schiebt das mächtige BMW-SUV den grazilen Fiat brutal rückwärts. Dessen durchdrehende Räder nützen nichts, es geht mit dem Heck voran über eine die deutsch-französische Grenze markierende Brücke. Showdown, das war's. Und es war keine für den Dreh aufgehübschte Fiat-130-Leiche, sondern Koppers originaler Wagen, bestätigte ein SWR-Sprecher gegenüber AUTO BILD KLASSIK.

AUTO BILD-Gebrauchtwagensuche

Der Fiat ist hin

Ein Blick aufs Video zeigt die Schäden am seltenen Italiener: Die Front ist gestaucht, die Fahrertür eingebeult, der Kotflügel eingedrückt, die Haube wölbt sich nach oben. Der Wagen ist hin. Nicht irreparabel, aber substanziell beschädigt. Ein spektakuläres Ende, mit dem Kopper seinen Abgang krachend vorwegnimmt. Mit dem Crash des Fiat macht er unmissverständlich klar: Dies ist das Ende seiner Polizeikarriere. Kopper kommt nicht zurück, sein Auto schon gar nicht. Etwas platt, finde ich, und total unnötig dazu. Weil Kopper in der Rolle als Kommissar a.D. auf Sizilien mit der Verlobten Maria noch eine idyllische Einstellung produzieren sollte, schreibt der Drehbuchautor seinen Wagen ab. Der Kopper lebt, sein Fiat ist hin. Ziemlich schade. Immerhin schiebt der SWR noch eine versöhnliche Info zum Verbleib des Wagens nach: Ein Sammler habe den Fiat gekauft, um ihn wieder flottzumachen, teilte der Sender mit. Im echten Leben ist das Auto also nicht verloren!

Stichworte:

Filmautos

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen