Lexus IS (2013): Erprobungsfahrt
Sparsame Soundmaschine

Lexus schickt seine Mittelklasselimousine IS in die dritte Generation – mit komplett neuem Vierzylinder-Hybridantrieb und sportlicher Optik. Erster Fahrbericht im camouflierten Prototyp des IS 300h F Sport.
- Boris Pieritz
Sie beten es seit Jahren rauf und runter bei Lexus: Der IS soll in Deutschland eine ernst zu nehmende Alternative zu den deutschen Platzhirschen BMW 3er, Audi A4 und Mercedes C-Klasse sein. Vor allem dem 3er wollen die Japaner in Sachen Sportlichkeit an den Kragen. Doch in Deutschland – anders als in den USA – kam die schicke Limousine, die seit bald 13 Jahren bei uns angeboten wird, nie über den Status eines extravaganten Exoten hinaus. Das soll jetzt mal wieder anders werden: Ende Juni 2013 bläst die Toyota-Tochter mit dem neuen IS erneut zum Angriff. Ein wichtiger Trumpf um die Gunst der Käuferschaft soll dabei ein komplett neu entwickelter Hybridantrieb sein, der einen sparsamen Vierzylinder (rund 200 PS) mit einem Elektromotor kombiniert. Zweite Motorvariante ist weiterhin der IS 250 mit seinem kernigen V6. Wir waren mit der Vorserienversion des Hybriden unterwegs.
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Jenseits der Klebefolien vermitteln weiche Materialien einen Hauch von Luxus. Haptik und Übersichtlichkeit scheinen gelungen.
Bild: Dewhurst Photography 2012
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Das Fahrwerk des neuen IS 300h ist gut abgestimmt, in Kurven schiebt der Hecktriebler ein bisschen zu stark über die Vorderräder.
Bild: Dewhurst Photography 2012
Während beim Vorgänger der relativ kleine Kofferraum einen Minuspunkt im Wettbewerberfeld bedeutete, soll das nun um 20 Prozent gestiegene Ladevolumen konkurrenzfähig sein. Der Lexus IS 300 h F Sport steht serienmäßig auf 18-Zoll-Rädern, das Basismodell hat 17-Zöller untergeschnallt. Seine Weltpremiere feiert der IS auf der Detroit Auto Show 2013, Marktstart für beide Motorvarianten ist in Deutschland Ende Juni 2013.
Fazit
Der neue Lexus IS 300h deutet in der Vorserienversion an, dass er das Zeug zum sparsamen Spaßbringer hat. Allerdings müssen die Ingenieure noch ein wenig am Fahrwerk feintunen. Dem BMW 3er wird er in Sachen Sportlichkeit nicht wirklich gefährlich. Wenn überhaupt, dann als IS 250 mit dem bekannten, kraftvoll brüllenden V6. Der IS wird - zumindest in Deutschland - weiterhin ein Nischenfahrzeug für Individualisten bleiben.
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