Lexus LC 500 h (2016) im Test: Fahrbericht, Preis, Leistung

Lexus LC 500 h (2016): Fahrbericht

— 08.12.2016

Langeweile? Von wegen!

Der neue Lexus LC 500 ist ein Sportcoupé mit aufregendem Design. Ist seine Leistung mit Hybridantrieb genauso spannend? AUTO BILD hat es ausprobiert!

Lexus und langweilig? Diese Zeiten sind längst vorbei! Aktueller Beweis gefällig? Das neue Coupé namens LC 500, oder, falls mit Hybridantrieb ausgestattet, der LC 500 h – beides gewichtige 2+2-Sitzer, die Komfort und Dynamik nach bester GT-Manier zu mixen versuchen. Und selbstverständlich kommt die Frische auch optisch rüber, was dem LC 500 deutlich anzusehen ist.
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Video: Lexus LC 500 h (2017)

Hybrid-GT-Sportler

Das Auto, basierend auf der früheren Designstudie LF-LC, beeindruckt mit kraftvollen Proportionen, langer Schnauze und einem sogenannten Diabolo-Grill, eine Spielart der Audi-Version, aber mit Taille. Eher überstylt hingegen die Details, weniger wäre hier mehr gewesen, reine Geschmacksache natürlich. Auf jeden Fall zieht es dich hinein in den auffälligen Luxus-Japaner. Drinnen erwartet dich sodann eine perfekte Sitzposition auf ausgezeichnet geformten Polstern, umgeben von einer exotischen Mischung aus geraden Linien und geschwungenen Formen, das meiste von erstklassiger Qualität. Voraus die virtuelle Instrumentierung, die den Lexus-Kenner stark an jene des limitierten Supersportwagens Lexus LFA von 2009 erinnern. Die Rücksitze haben freilich nur Alibifunktion. Sie eignen sich mit ihren starren Lehnen auch nicht zum Vergrößern des kleinen Kofferraums (172 Liter).

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Der V6 dreht beim Hybrid sehr hoch

Der V6 in der Hybridversion liefert 299 PS; die Systemleistung beträgt 359 PS.

Wir konzentrieren uns auf den LC 500 h, die Variante, die in Europa den Löwenanteil ausmachen soll. Ein 3,5 Liter V6-Saugmotor liefert hier 299 PS, die sich im Team mit 179 Elektro-PS (gespeist von einer Lithium-Ionen-Batterie) auf maximal 359 PS summieren. Verknüpft werden die Antriebsquellen Toyota-üblich mittels stufenlosem CVT-Getriebe. Neu hingegen die nachgeschaltete Viergangautomatik: Sie erweitert die Spreizung der Übersetzungen, sorgt auf diese Weise bei niedrigem Tempo für stärkeren Antritt und oben herum für niedrigere Drehzahlen. Außerdem soll sie die monotone Akustik des CVT-Antriebs auflockern. Die Idee funktioniert, allerdings schaltet die Automatik schon bei zurückhaltendem Gasfuß unnötig oft zurück, was Hektik verbreitet. Den Eindruck unterstreicht das Aufheulen des V6-Motors, ein lauter, aber kein schöner Sound. Was dabei heraus kommt langt immerhin, um dem Zweitonner angemessen zügig anzutreiben. Dabei überrascht der Lexus mit ausgeprägter Lenkpräzision, reichlich Grip und einem Wesen, das auch bei forcierter Fahrt großes Vertrauen weckt. Dazu passt der ausgewogene Gesamtkomfort, nur kurze Stöße dringen schon mal etwas heftiger durch.

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Mit dem Performance-Paket verbessert sich das Handling

Der LC 500 beeindruckt mit kraftvollen Proportionen an Front und Heck.

Ein echter GT also, keine Frage. Freilich zeigt die Gegenprobe mit dem hybridlosen LC 500 (inklusive "Performance-Paket"), wie es noch besser geht: Mit dem freisaugenden, hochdrehenden und betörend klingenden V8 (477 PS) bekommt dieser Lexus den Antrieb, den er verdient, veredelt von einer gleichmäßig abgestuften, zackigen Zehngangautomatik, dazu ein deutliches Plus in Sachen Handling. Preise: voraussichtlich knapp 100.000 Euro für den V8, ein paar Tausender weniger für den Hybrid, lieferbar im Sommer 2017.

Autor: Wolfgang König

Stichworte:

Hybrid

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