Lexus LS 430

Lexus LS 430 Lexus LS 430

Lexus LS 430

— 03.02.2004

Der leise Riese

Feinschliff für den Lexus LS 430: Das imposante Toyota-Flaggschiff fährt jetzt lebhafter, leiser und luxuriöser als je zuvor.

Presidential-Line: Nur nicht auffallen

Typisch Lexus: Nur nicht auffallen! Nach drei Jahren, so sagte sich Mutter Toyota, ist es an der Zeit, unseren Luxus-Dampfer frisch zu machen. Zu sehen ist davon wenig. Zu hören noch weniger. Der LS 430 rollt jetzt auf 18-Zöllern, vorn strahlen die Xenon auch um die Ecke, und hinten zucken die neuen LEDs 20-mal schneller als normale Glühlampen.

Die fürstlich eingerichtete Kabine blieb im Großen und Ganzen unverändert, wurde aber im Detail verfeinert. Vorn gibt es jetzt Knieairbags und klimatisierte Sitze, für die Herrschaften im Fond auf Wunsch eine Massage. Das Paket heißt dann auch passend President-Line, dazu gehören noch eine separate Klimaautomatik, ein Kühlfach und manches Feine mehr – was auch den Preis von 8300 Euro erklärt.

Ansonsten blieb – zum Glück – vieles beim Alten: Das Leder schmeichelt angenehm, vornehm glänzen die Hölzer, und immer ist es ein Genuss, die Durchlicht-Instrumente zu betrachten. Schöner als Fernsehen ist aber vor allem das Navi-/Highend-System mit Sieben-Zoll-Bildschirm und integrierter Heckkamera (4700 Euro).

Technische Daten und Bewertung

Gründlich hat Lexus sich der Antriebseinheit gewidmet, neu ist vor allem die Sechsgangautomatik. Und die passt, sanft und aufmerksam, perfekt zum säuselsanften 4,3-Liter. Dieser V8 aus dem Streichelzoo läuft noch immer außergewöhnlich kultiviert und unglaublich leise. Im LS 430 bleibt es auch bei höchstem Tempo so andachtsvoll still wie in einem buddhistischen Tempel. Was übrigens nicht heißt, dass es dem Motor etwa an Kraft oder Temperament fehlen würde.

Im Gegenteil: Auf ausdrücklichen Wunsch geht der 282-PS-Bolide durchaus zur Sache, die Fahrleistungen liegen mühelos auf dem Niveau der Konkurrenz. Für aufregende Verfolgungen ist der 1,9-Tonnen-Bolide aber natürlich nicht gebaut, standesgemäß wird der Lexus eher gemessen bewegt. Daunenweich spricht dann die Luftfederung an, und mild pflügt der Lexus durch den lärmenden Verkehr. Weniger nervenschonend klingen die 72.000 Euro für den LS 430.

Ein Mercedes S 430 kostet kaum mehr: 74.820 Euro. Jedoch addieren sich bei ihm alle Feinheiten, die beim Lexus Serie sind, auf knapp 10.000 Euro zusätzlich – auch in dieser Klasse nicht unerheblich. Viel bringen dürfte dem Lexus sein Preisvorteil trotzdem nicht: Toyota rechnet in diesem Jahr mit gerade mal 200 Käufern.

Ihre Meinung zum Lexus LS 430

Ob ein Auto letztlich ankommt, wissen nur die Verbraucher selbst – also Sie. Deshalb ist uns Ihre Meinung wichtig. Vergeben Sie eigene Noten für den Lexus LS 430. Den Zwischenstand sehen Sie direkt nach Abgabe Ihrer Bewertung.

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