Lexus LS 600h 2010: Fahrbericht

Lexus LS 600h 2010: Fahrbericht Lexus LS 600h 2010: Fahrbericht

Lexus LS 600h 2010: Fahrbericht

— 21.04.2010

Schliff am Lexus-Schiff

Lexus feiert 20 Jahre Präsenz in Deutschland. Zum Jubiläum gibt es ein Facelift für das Flaggschiff LS. So wird der Luxus-Liner noch edler, findet autobild.de-Autor Stephan Bähnisch.

Evolution statt Revolution. So lautet wohl das Motto für Lexus in Deutschland. Denn vor 20 Jahren trat hierzulande mit dem LS 400 der erste Lexus gegen Audi, BMW und Mercedes an. Es gab viel Lob. Doch der Kampf gegen das Establishment der teutonischen Nobelklasse war (bisher) eine Nummer zu groß. Trotzdem bleiben die Verantwortlichen bei Lexus gelassen. Und schicken mit dem überarbeiteten Flaggschiff LS 600h die nächste Generation gegen S-Klasse, A8 und 7er. Natürlich mit Hybridantrieb, bei dem Lexus-Geschäftsführer Ulrich Selzer seiner Marke immer noch einen Technik-Vorsprung von fünf bis sieben Jahren attestiert. Obwohl sich am 5,0-Liter-V8 mit 445 PS Systemleistung nichts geändert hat. Er erfüllt jetzt die Euro 5-Norm und ein neuer, zuschaltbarer "ECO"-Fahrmodus unterstützt den Fahrer bei einem besonders gleichmäßigen, verbrauchsorientierten Fahrstil, der CO2-Ausstoß bleibt bei 219 g/km, macht 9,3 Liter Verbrauch. Theoretisch. Denn auf der Autobahn bei sehr hohem Tempo rinnen 18 oder 20 Liter durch die Einspritzdüsen.

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Fortschritt? In den Kofferraum passen jetzt 20 Liter mehr. Klein bleibt er trotzdem.

Doch was ist neu am LS 600h? Der Kühlergrill glänzt mit vier statt fünf Horizontalstreben in Chrom und blauem Hybrid-Logo über einer neu gestalteten Frontschürze mit geänderten Lufteinlässen und Einfassungen der Nebelscheinwerfer. Auch die mit Blau akzentuierten LED-Hauptscheinwerfer erhielten zusätzliche LED-Leuchtelemente als Tagfahrlicht. Neue Schweller und geänderte Außenspiegel mit integrierten LED-Blinkern und Vorfeld­beleuchtung fallen kaum ins Auge. Gleiches gilt für die leicht überarbeiteten Heckleuchten. Dank des leicht modifizierten Stoßfängers soll das Lexus-Flaggschiff bei hohem Tempo noch stabiler liegen – das lässt sich bestätigen. Der LS liegt wirklich satt auf der Straße, das Fahrwerk wurde nach Kundenwünschen noch etwas softer ausgelegt.

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Mein Lexus ist meine Burg: Alles wirkt massiv und wie für die Ewigkeit gemacht.

So gleitet der Japaner scheinbar schwerelos über die deutsche Schlaglochlandschaft, das Geräuschniveau ist extrem niedrig, während es vom serienmäßigen Mark Levinson Surround System mit 19 Lautsprechern und 450 Watt was auf die Ohren gibt. Brembo-Bremsen steigern die Verzögerung nochmals merklich. Dank des besseren Packagings der Batterien im Kofferraum steigt das Ladevolumen um 20 auf immer noch bescheidene 420 Liter. Alle LS-Modelle tragen ab dem Modelljahr 2010 eine neu entwickelte, in Grenzen "selbstheilende" Klarlackierung. Im Innenraum fällt das neue Kombinationsinstrument mit großem TFT-Display und ECO-Anzeige ins Auge. Neue Leder-Holz-Kombis und ein Festplatten-Navi gehören zur Serie.

Ansonsten gibt es wie bei der deutschen Konkurrenz Assistenzsysteme satt: Das Advanced Pre-Crash Safety kombiniert mitterweile fünf Technologien – unter anderem eine Objekterkennung mittels Infrarotkamera oder einen Gesichtsfeldmonitor – um den LS zur rollenden Trutzburg zu machen. Über das Geschwindigkeitsregelsystem ACC oder einen Spurhalteassistenten muss man gar nicht reden. Und was kostet der Spaß? Mindestens .600 Euro und damit etwas mehr als vorher. Ist aber auch mehr drin, sagt Lexus. Und der einzige Vollhybrid-Antrieb in seiner Klasse relativiert den Preis des LS 600h. Wer auf den Hybridantrieb und einige Technik-Features verzichten will, kann zum ebenfalls überarbeiteten LSLexus 460 greifen – der kostet dann "nur" noch mindestens 91.300 Euro.

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