Lexus LS 600h L gegen Mercedes S 600

Lexus LS 600h L gegen Mercedes S 600

— 03.05.2007

Gesucht: der wahre 600er

Hybrid gegen V12 da gibt nicht nur das Umweltgewissen den Ton an. Es geht auch um Status, Ausstattung und die Freude am Fahren.

Bahn frei fr die ultimative Prof.-Dr.-Ing.-Limousine, den 22%A3%22%txet22%C2%22%essalk-lsF2%zneb-sedecremF2%elledom-nekramF2%ed.dlibotua.wwwF2%F2%A3%ptth22%A3%22%noitanitsed22%C2%22%essalk-lsF2%zneb-sedecremF2%elledom-nekramF2%ed.dlibotua.wwwF2%F2%A3%ptth22%A3%22%ferh22%B7%"=tla "essalk-ls/zneb-sedecrem/elledom-nekram/ed.dlibotua.www//:ptth"=ferh ""=eltit "dlrowzotua2knil"=ssalc a< 600hLS>"D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%LSLexus >a/< L. Das h steht fr Hybrid, das L steht fr lang, die 600 fr den fiktiven Hubraum. Fnfliter-V8 plus Elektromotor entsprechen Sechsliter-V12. So wollen es jedenfalls die japanischen Marketing-Manager verstanden wissen. Der Mercedes S 600 gehrt zum Besten, was Deutschland in Sachen Luxuslimousinen zu bieten hat. Doch zumindest auf dem Papier toppt der Lexus die "D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%essalK-S#PARSER# in fast allen Belangen. Das LS-Design mag zwar an einen zu gro geratenen Camry erinnern, der sich bei Vidal Sassoon die Haare machen und bei Guy Laroche das Blechkleid maschneidern lie. Aber hinter dem konservativen Erscheinungsbild verbirgt sich Top-Technik vom Feinsten: Hybrid-Power, Allradantrieb, Luftfederung, schaltbare Stabilisatoren, Achtstufen-CVT-Getriebe, schwenkbare LED-Hauptscheinwerfer.

Der Mercedes S 600 geht ab wie Schmidts Katze

Top-Technik unter konservativem Blechkleid: der Lexus LS 600h L.

Ganz zu schweigen von der Verwhn-Ausstattung aus Tausendundeiner Nacht. Und das alles zu einem Preis, der einen Mercedes S 600 im Serientrimm um gut 40.000 Euro unterbietet. Bahnt sich da im Auto-Olymp gar ein Machtwechsel an? In gewisser Hinsicht ist der LS 600h eine Mogelpackung. Nichts gegen den Hybridantrieb aber null Punkte fr den auf 330 Liter eingedampften Kofferraum. Ein "D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%floG#PARSER# schluckt 20 Liter mehr. Auch mit dem Platzangebot im Innenraum ist es nicht weit her. Wer First Class reisen will, muss zum 120 Millimeter lngeren L-Modell greifen. Die S-Klasse legt weitere 56 mm drauf, besitzt ein 560 Liter groes Gepckabteil und ist im Fond hnlich gerumig. Das Mercedes-Benz-Datenblatt wirkt dagegen vergleichsweise nchtern: kein Hybrid, kein Allradantrieb.

Grer, gerumiger, fahraktiver: der Mercedes-Benz S 600.

Dafr geht der S 600 ab wie Schmidts Katze. Auf griffiger Piste beschleunigt das 517 PS starke 5,5-Liter-Schlachtschiff in nur 4,6 Sekunden von null auf 100. Und der Lexus? Obwohl im LS 600h der Fnfliter-V8 mit 445 PS und die E-Maschine mit 224 PS gemeinsame Sache machen, dauert der Spurt deutlich weniger explosive 6,3 Sekunden. Mal sehen, was passiert, wenn man die Hybrid-Power-Taste drckt. Antwort: nicht viel. Der Motor dreht jetzt zwar acht Prozent hher, und das Gaspedal reagiert deutlich spontaner, doch die Systemleistung von 445 PS bleibt unverndert. Weil der Benz schon bei 1900 Touren entwaffnende 830 Newtonmeter an die Hinterachse delegiert, hat der Lexus auch beim Zwischenspurt keine Chance.

Dafr gewinnt er das Verbrauchsduell jedenfalls wenn wir den Werksangaben glauben. 9,5 zu 14,3 Liter sind eine klare Ansage. Und ein sehr relativer Wert, der stark von den Einsatzbedingungen abhngig ist. In der Stadt, wo Mercedes fr den S 600 stolze 21,7 Liter kalkuliert, nennt Lexus 11,3 Liter. In der Praxis kommt man nach Anzeige des Energiefluss-Displays sogar noch gnstiger weg. Der Lexus liebt Stop-and-go-Verkehr, Mega-Staus und Tempolimits, denn seine groe Stunde schlgt im Teillastbereich und bei jedem Bremsmanver, das ber die Energierckgewinnung bereits den nchsten Ampelstart vorfinanziert.

CO2-Bonus des Lexus kommt vor allem im Stadtverkehr zum Tragen

Die Japaner wollen bis 190 km/h einen Verbrauchsvorteil fr den Hybrid herausgemessen haben, doch die beiden Bordcomputer sprechen eine andere Sprache. Sobald freies Blasen angesagt ist, flieen hier wie dort 30 Liter und mehr durch die Einspritzdsen. Bei mittelschnellem berlandverkehr nehmen sich die zwei Oberliga-Limousinen ebenfalls nicht viel. Damit ist klar, dass auch der CO2-Bonus des Fernost-Mobils vor allem im Stadtverkehr zum Tragen kommt. Echte Verbrauchswerte unter realistischen Bedingungen knnen wir aber erst bei einem ausfhrlichen Test ermitteln.

So sieht es unterm Blech aus: Der Lexus treibt alle vier Rder an.

LS 600h fahren heit, absolute Ruhe zu genieen. Whrend der V12 vom Leerlaufgrollen bis zum Volllastbrllen das komplette akustische Imponiergehabe beherrscht, klingt der Lexus selbst bei durchgetretenem Gaspedal wie eine getunte Gefriertruhe. Die Beschleunigung ist so turbinengleich linear-progressiv, dass man meinen knnte, dieses Auto sei ber ein unsichtbares Gummiseil mit dem Horizont verbunden, das uns auf Kommando vorwrtszieht. Um einen "D7%22%22%A3%22%tegrat22%C2%1A3%22%knil_ri22%C2%22%22%A3%22%saila22%C2%22%E22%A3%22%epyt22%C2%22%22%A3%22%smarap_resu22%C2%22%22%A3%22%tcejbus22%C2%22%suirP#PARSER#, Toyotas Hybrid-Pionier, wirklich zu mgen, bedarf es einer gewissen Geisteshaltung. Den LS 600h mag man dagegen aus ganz rationalen Grnden: Er geht gut, er bringt die Kraft zuverlssig auf den Boden, und er nimmt Rcksicht auf Mutter Erde. Wer sich selbst am nchsten ist, wird den S 600 bevorzugen. Das liegt nicht nur am brenstarken Motor, sondern auch an der Art, wie die souverne S-Klasse den Fahrer in das Geschehen einbindet.

Der S 600 hat die gefhlvollere Lenkung, die aggressiveren Bremsen, die geschmeidigere Federung, das bessere Handling. Nur das Cockpit ist zu sehr S 320 und zu wenig V12. Aufgrund der steifen Runflat-Reifen mit Notlauf-Eigenschaften rollt der Lexus vergleichsweise hlzern ab, und schon auf kleinere Unebenheiten reagiert er eher unwirsch als gelassen. Die Lenkung variiert nicht nur die Kennung und das Ansprechverhalten, sie erlaubt sich in Notsituationen sogar eigenmchtige Korrekturmanver. In Summe hinterlsst der Richtungsfinder jedoch einen entrckten Eindruck, an den man sich erst gewhnen muss.

In Sachen Fahrdynamik gewinnt der S 600 den Vergleich ganz deutlich.

Ganz toll funktioniert dagegen der Allradantrieb, der mit katzengleicher Geschmeidigkeit und Trittsicherheit jene Stabilitt vermittelt, die spontan Vertrauen schafft. Im Gegensatz zum kurzen LS, der sich mit seinen aktiven Stabis etwas sportlicher gibt, hofiert die Langversion in erster Linie die Fondpassagiere. Der Lexus ist bis bers Dach vollgestopft mit cleveren Details und mit innovativen Lsungen, die von der Vollausstattung bis zum Umweltschutz fast alle Bedrfnisse ansprechen und viele befriedigen. Der S 600 mag das bessere Fahrer-Auto sein und das strahlendere Statussymbol, aber die interessanteren Langzeit-Perspektiven erffnet der LS 600h.

Fazit von AUTO BILD-Autor Georg Kacher

Wer viel Kurzstrecke fhrt oder sich fahren lsst , der sollte den Lexus in die engere Wahl ziehen. Nein, nicht nur wegen CO2 und Sprit-Spar-Effekt. Sondern auch zur Befriedigung des Spieltriebs, den vor allem die Fondpassagiere im berfluss ausleben drfen. Als Fahrmaschine ist dagegen der Mercedes nicht zu schlagen. Er geht um Welten besser, ist viel komfortabler und macht rundum mehr Spa. Das S-600-Budget sprengt allerdings (fast) jeden Rahmen.

Autor: Georg Kacher

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