Lkw-Ladung: Viele Laster sind überflüssig

— 21.02.2013

Die große Luftnummer

Da ist noch Luft drin: Bis zu 40 Prozent aller Lkw-Fahrten wären verzichtbar, wenn Verpackungen kleiner und die Auslastung der Laster besser wäre.



Statistisch gesehen haben zwei von fünf Lkw (auf dem Foto rot eingefärbt) nur Luft geladen. Schuld daran sind überdimensionierte Verpackungen und Leerfahrten nach Ablieferung der Fracht am Zielort. Das berichtet AUTO BILD in der am 22. Februar 2013 erscheinenden Ausgabe (Heft 8). Insbesondere im Versandhandel gebe es noch viel Optimierungspotenzial, sagt etwa Marcel Ströhmer vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) im Gespräch mit AUTO BILD. Er geht davon aus, dass allein in Paketen und auf Paletten ungenutztes Volumen von zehn bis 20 Prozent steckt. Oft suggerieren große Verpackungen mehr Inhalt oder höhere Qualität.

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Kleinere Sendungen, kürzere Lieferzyklen: So wird der Lkw nicht voll.

"Von vornherein ist jede Menge unnötige Luft im Gepäck", so Bernhard Simon, Geschäftsführer der Spedition Dachser. Allein 20 Prozent der Lkw-Fahrten könnten eingespart werden, wenn man überflüssige Luft aus Produktverpackungen und Kartons abließe. Ströhmer hofft, dass Kunden den Zusammenhang zwischen XXL-Packungen im Supermarkt und langen Staus auf der Straße erkennen. "Der Umweltaspekt könnte Unternehmen zum Umdenken bewegen", so Ströhmer. Beispiel Ikea: Der Möbelmarkt plant bereits bei der Produktentwicklung die kleinstmögliche Verpackung ein. Die Otto Group setzt nun auf eine softwaregestützte Verkleinerung der Versandkartons. Mit den etwa 1,5 Litern Verpackungsvolumen, die Otto damit je Sendung einspart, könnte das Versandhaus auf 500 Lkw-Fahrten jährlich verzichten.

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Viel zu groß: Dieses Paket mit zwei Cuttern erreichte die AUTO BILD-Redaktion.

Ein weiteres Problem: 20 Prozent der Lkw fahren ohne Ladung. Nämlich dann, wenn am Zielort eines Auftrags keine neue Fracht zum Beladen bereit steht. Durch ein flexibles Preissystem ließen sich die Leerfahrten reduzieren, so eine Studie der Unternehmensberatung Steria Mummert. Nach diesem Modell sinken die Transportpreise des Spediteurs, wenn eine Strecke zu einer bestimmten Zeit kaum nachgefragt ist und umgekehrt.

Mehr zu diesem Thema ab dem 22. Februar in AUTO BILD 8/2013!

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Lkw



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