Lkw-Maut-Reform

Lkw-Maut-Reform

— 26.07.2007

Tiefensee fordert Erhöhung

Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) plant, die Lkw-Maut zu erhöhen und künftig auch kleinere Lastwagen mit einzubeziehen. Auch eine Staffelung nach dem CO2-Ausstoß ist im Gespräch.

Die Maut für schwere Lastwagen auf deutschen Autobahnen wird erhöht. Grund für die Entscheidung soll der Kampf gegen den Klimawandel sein. "Die Maut wird steigen", sagte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) der Zeitung "Die Zeit". Man könne sie zudem ökologisch nach dem Verbrauch staffeln. "Wer viel verbraucht, zahlt viel. Und umgekehrt." Europaweit werde darüber diskutiert, Umweltschäden in die Maut mit einzubeziehen, sagte der SPD-Politiker. Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums sagte, dies sei kurzfristig nicht umzusetzen. Laut Beschlüssen der Europäischen Union sei derzeit keine höhere Maut als 15 Cent pro Kilometer möglich. Im Zuge des Klimaschutzpakets der Bundesregierung sind Änderungen bei der Maut ohnehin beabsichtigt. In Rede steht eine Ausdehnung auf kleinere Lastwagen bis 7,5 Tonnen. Derzeit sind Lkw nur ab zwölf Tonnen mautpflichtig. Allerdings haben Speditionen verstärkt Laster knapp unter dieser Grenze eingesetzt. Das Klima-Paket soll bei der Kabinettsklausur Ende August beschlossen werden. Beschlossen ist schon, dass die Maut ab September im Schnitt pro Kilometer auf 13,5 Cent von 12,4 Cent steigt. Dies ist aber nur der Ausgleich für eine seit langem vereinbarte Entlastung von deutschen Spediteuren in Höhe von 250 Millionen Euro pro Jahr.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.