Lkw-Unterfahrschutz bei Unfällen

— 11.12.2012

Sichere Lösung für 100 Euro

Der ADAC hat einen günstigen neuen Unterfahrschutz für Unfälle mit Lkw vorgestellt. Das System kostet nur 100 Euro und könnte Vorbild für eine neue EU-Richtlinie werden.



Laut ADAC Unfallforschung sterben in Deutschland jährlich 40 Menschen bei Auffahrunfällen auf Lkw, 400 werden schwer verletzt. Das sogenannte Unterfahren eines Lastwagenhecks gehört zu den gefährlichsten Situationen für Pkw-Insassen. Jetzt hat der ADAC Abgeordneten des EU-Parlaments in Straßburg eine neue Konstruktion vorgestellt. Für eine zusätzliche Investition von 100 Euro pro Fahrzeug könnte laut dem Verkehrsclub die Todesfalle Lkw-Heck entschärft werden. Hintergrund: Eine entsprechende EU-Richtlinie für einen Unterfahrschutz bei Lkw (UN/ECE Verordnung 58) von 2006 erwies sich nach einem ADAC-Crashtest als weitgehend nutzlos: Die derzeit vorgeschriebenen Systeme brechen beim Aufprall schlicht und einfach weg, das Lkw-Heck wird so zur Todesfalle. Die Verbindung des Systems zum Lkw-Rahmen ist zu schwach, der Pkw rutscht weit unter den Lastwagen, die Bordwand des Lkw drücke die Airbags herunter – sie können ihre Schutzwirkung nicht entfalten.

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Beim einem neuen Crashtest mit der vom ADAC verbesserten Vorrichtung geht der simulierte Unfall sehr viel glimpflicher aus. Der durch Schrägstreben stabilisierte Unterfahrschutz fängt die Wucht des Aufpralls ab – die Knautschzone des Pkw wird ihrer Aufgabe gerecht. Der Wagen rutscht nicht unter den Lkw und die Airbags können die Insassen schützen. Die Bordwand des Lastwagens berührt die Fahrgastzelle nicht. Laut ADAC müsste folgendes in der neuen UN/ECE Verordnung sowie im Nachgang in der EU-Richtlinie geändert werden: Erstens müssten die statischen Prüflasten für die Zulassung von Unterfahrschutz-Systemen deutlich erhöht und an drei Punkten aufgebracht werden, zweitens die zulässige Montierhöhe auf 550 bis 450 Millimeter reduziert werden. Drittens müsste das System sehr viel näher an der Bordwand des LKW angebracht werden. Jetzt sollen die EU-Abgeordneten entscheiden, ob der Entwurf des ADAC umgesetzt wird.


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