Loder1899 Evoque SD4 Horus: Kurztest

— 15.06.2012

Mehr Show geht nicht

Mit massivem 23-Zoll-Schuhwerk und entsprechend wuchtigen und in Kontrastfarbe lackierten Kotflügelverbreiterungen lebt der Loder1899 Evoque SD4 Horus wahrlich auf großem Fuße.



Horus war in der ägyptischen Mythologie als Welt-, Himmels- und Königsgott besonders allgegenwärtig. Omnipräsent ist auch der auf den gleichen Namen getaufte Land Rover Evoque von Loder1899. Das liegt in erster Linie am auffälligen Karosserie-Kit. Karosserie/Qualität Massigere Schürzen an Front und Heck plustern das englische Lifestyle-SUV in Verbindung mit fetten Kotflügelverbreiterungen nachhaltig auf – pro Seite wächst die Breite um fünf Zentimeter. Den dadurch entstandenen Leerraum im Radkasten gleicht Loder mit riesigen 23-Zoll-Rädern aus. Resultat: Passanten werden zu Paparazzi, Kinder staunen zeigefingerstreckend – selbst ein gestrechter Ferrari dürfte kaum mehr Aufmerksamkeit binden.

Übersicht: Alle News und Tests zum Range Rover Evoque

Ausgefüllt: 23 Zoll große Leichtmetaller verlangen nach breiteren Radläufen.

Fahrfreude/Antrieb Per Chiptuning erweckt Loder 28 zusätzliche PS im SD4-Motor zum Leben und mildert den Krafteinbruch ab, unter der die Serie ab 3500 Touren leidet. Der Turbodiesel knurrt gedämpft und zieht dank 497 Newtonmeter Drehmoment ordentlich von der Stelle. Etwas flotter könnte indes die gemütlich-sanft schaltende Automatik agieren. Fahrleistungen In Verbindung mit den gewaltigen 23-Zoll-Schlappen kann sich der Loder Evoque jedoch trotz Zusatzpower weder beim Sprint auf hundert noch im Zwischenspurt von der gemessenen Werksbasis absetzen. Auch bei einer Nachmessung mit kleineren 20-Zöllern verbesserte sich die Beschleunigung nicht – wohl aber die Höchstgeschwindigkeit. Hier fährt der getunte Evoque mit 205  einen Vorsprung von 10 km/h auf die  Serie heraus. Auf dem mächtigen Tuningradsatz sind es mit 199 nur vier km/h mehr.

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Fahrwerk/Komfort Das extreme Schuhwerk zeigt ebensolche Auswirkungen. In Kurven bauen die 23-Zoll-Michelins gewaltigen Grip auf, neutral und engagiert geht der mittels Tieferlegungsfedern um 20 Millimeter abgesenkte Loder Evoque durch die Biegungen. Zwar suchen und finden die Räder gefühlt jeden Hubbel auf vermeintlich glatten Straßen, insgesamt fällt der Federungskomfort jedoch überraschend gut aus. Auch die Bremswege sind dank Monster-Radsatz sehr kurz, allerdings heben die Hinterräder dabei aufgrund des hohen Gripniveaus in Verbindung mit  der kopflastigen Gewichtsverteilung und den langen Federwegen kurzzeitig vom Boden ab – mit den Serienrädern taucht das Problem nicht auf. Preis/Kosten Allgemein sind die Preise annehmbar, der Mega-Radsatz hinterlässt allerdings auch im  Geldbeutel große Spuren. Der Preis für unseren Testwagen belief sich auf 54.477 Euro. Mehr zum Thema Ran Rover Evoque Tuning.

Autor: Frank Wiesmann



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