London-Taxi: Hersteller insolvent

— 23.10.2012

London-Taxi in Gefahr

Seit 60 Jahren stellt Manganese Bronze die berühmten Londoner Taxis her. Jetzt ist das Unternehmen pleite. Geht es den "Black Cabs" an den Kragen?



Sie gehören zum Londoner Straßenbild wie die roten Doppeldecker-Busse oder Telefonkabinen, doch nicht nur Touristen kennen und lieben sie: Auch mit ihrer Präsenz in zahlreichen Spielfilmen und Fernsehserien haben die legendären schwarzen Londoner Taxis Weltruf erlangt. Schon bald jedoch könnte es mit den gemütlichen Sight-Seeing-Touren in den behäbigen Retro-Kutschen vorbei sein.

Nissan NV200 als London-Taxi

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Seit 1948 stellt der britische Autobauer Manganese Bronze die so genannten "Black Cabs" in Coventry her. Dem Unternehmen geht es seit längerem nicht gut. Erst kürzlich musste Manganese Hunderte von Fahrzeugen wegen eines Problems mit der Lenkung zurückrufen. Zudem machte dem Unternehmen der wirtschaftliche Abschwung in Großbritannien zu schaffen. Auch der Versuch einer europaweiten Expansion war nicht sehr erfolgreich: 2011 wurden jeweils 50 der berühmten Mitfahrgelegenheiten nach Rom und Mailand exportiert. Weitere Festland-Metropolen sollten folgen. Der Ausgang? Ungewiss! Nach gescheiterten Finanzierungsverhandlungen ist das Unternehmen jetzt pleite und hat am 22. Oktober 2012 Insolvenz angemeldet. Ob sich der Traditionshersteller retten lässt, ist noch unklar. Dennoch soll die Produktion der Taxi-Klassiker vorerst weiter laufen.

Taxen aus aller Welt

Yellow Cab Yellow Cab Porsche Panamera Turbo Taxi
Diese "Business-as-usual"-Strategie ändert jedoch nichts daran, dass Manganese Bronze in der Londoner Taxiszene inzwischen kein Monopol mehr hat. Ausgerechnet ein deutscher Kleinbus macht den Briten Konkurrenz: Seit einigen Jahren wird der Mercedes Vito an der Themse als Taxi eingesetzt und auch andere Hersteller wollen dabei sein: Erst im August 2012 hat Nissan ein Taxi-Concept auf Basis des Kompaktvans NV200 für London vorgestellt. Für die Studie folgen in den kommenden Monaten noch diverse Tests, danach rechnet Nissan mit der vollständigen Zertifizierung als London-Taxi. In Zukunft werden sich die "Black Cabs" den Markt wohl mit anderen Taxi-Modellen teilen müssen. Den älteren Fahrzeugen unter ihnen könnte zudem das Schicksal widerfahren, das zurzeit ihre fast ebenso populären Kollegen in Mexiko-City trifft: Die malerischen VW Käfer-Taxen werden dort nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

Die letzten Käfer von Mexiko-Stadt



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