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Los Angeles Auto Show 2008

— 12.11.2008

LA ohne GM?

General Motors werde auf der Los Angeles Auto Show (21. bis 30. Nobember 2008) keine Auto-Premieren zeigen, berichtet die Zeitung "Detroit News". Offizielle GM-Begründung: Es fehle das Publikumsinteresse.

Bei General Motors hüllt man sich in Schweigen: Der US-Autoriese hat seine Pressekonferenz für die Los Angeles Auto Show (21. bis 30. November 2008) abgesagt. Das berichtet die amerikanische Zeitung "Detroit News". Vizechef Bob Lutz werde auf der Messe keine Auskünfte zu neuen Produkten aus dem Konzern geben. "Unter den gegebenen Umständen ist der Zeitpunkt für uns denkbar ungünstig", erklärte GM-Sprecher Scott Forsgard. Der Konzernsprecher bezweifelt, dass Meldungen aus der Autobranche im aktuellen Wirrwarr der US-Nachrichtenlage die notwendige Aufmerksamkeit erzielen könnten. Das Interesse der US-Medien konzentriere sich momentan eher auf die Umgestaltungen im amerikanischen Kongress, weshalb Auto-Messen jetzt eine eher untergeordnete Rolle spielten.

58 Milliarden Euro Verlust in vier Jahren

Die "Detroit News" vermutet dagegen umfangreiche Sparmaßnahmen des GM-Konzerns als Hintergrund der Entscheidung. Der Hersteller steckt in einer tiefen Krise, hat im letzten Quartal einen Verlust von fast zwei Milliarden Euro erwirtschaftet. Seit 2004 machte General Motors rund 58 Milliarden Euro Miese. Der ebenfalls angeschlagene Chrysler-Konzern wird dagegen auf der Messe vertreten sein – auch wenn es kaum Neuheiten zu verkünden gibt.

Autor: Jan Kretzmann

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