Lotus City Car

Lotus City Car

— 21.07.2009

Überraschungs-Ei unter Strom

Lotus will der sauberste Autobauer der Welt werden. Teil der Strategie ist das City Car. Ein Überraschungs-Ei im Miniformat mit Elektro-Antrieb für die Stadt. 2015 soll es losgehen.

Lotus steht für sportliches Herzblut und Leichtbau-Exzesse. Aber für Öko-Mobile? Was nicht ist, soll noch werden, und zwar binnen sechs Jahren. Denn die Briten wollen der sauberste Autobauer der Welt werden. Kernelement dieser Strategie ist das City Car, ein Stromer im Mini-Format, der noch unterhalb von Smart fortwo oder Toyota iQ die Städter mobil machen soll. Gerade mal 2,60 Meter lang und 1,60 Meter breit soll das Überraschungs-Ei trotzdem vier Personen Platz bieten. Der Radstand entspricht mit  1,87 Metern ziemlich exakt dem des fortwo. Möglich machen das der Mini-Motor im Heck mit maximal 50 PS und die platzsparende Anordnung der Lithium-Ionen-Akkus im Unterboden sowie die flexibel auf Schienen gleitenden Vordersitze.

Nur für die Kurzstrecke

Auch hinten gibt's LED-Leuchten und viel Durchblick dank großer Heckscheibe.

Um Gewicht zu sparen, setzt das City Car auf einen Alu-Spaceframe, Türen aus einer Magnesium-Legierung und einen kleinen Batteriesatz aus 100 Elementen, der für die Kurzstrecke im Stadtverkehr 18 PS leistet und 30 Kilometer Reichweite erlaubt. Dann braucht der Öko-Flitzer nur 3,5 Stunden, um an der heimischen Steckdose aufzutanken. Für längere Distanzen und Fahrten im Winter mit mehr Energiebedarf kommen bis zu zwei weitere Akku-Sätze zum Einsatz, die immerhin eine Reichweite von knapp 50 Kilometern und 105 km/h Spitze erlauben sollen und optional von Solarzellen im Dach unterstützt werden. Bis Tempo 65 soll es sogar richtig flott vorangehen. Ein Mini-Wendekreis von 6,5 Metern macht den Winzling in der Stadt ultra-agil, zudem plant Lotus eine flexible Plattform für verschiedene Aufbauten wie zum Beispiel einen Pick-up.


Lotus plant verschiedene Aufbauten, unter anderem einen Pick-up im Mini-Format.

Die Bedienung soll supereinfach ausfallen, so hat die Automatik nur drei Stufen: vorwärts, rückwärts und Parken. Wenn nur zwei Menschen an Bord sind, können die hinteren Sitze zusammengefaltet werden. Um Verrenkungen beim Einstieg nach hinten zu vermeiden, könnten Schiebetüren als Lösung dienen. Optisch sind die ersten Zeichnungen des Baby-Lotus keine Offenbarung: Die Lackierung in zwei Farben erinnert an den Smart, ein wenig Pfiff bringen LED-Tagfahrlichter unter den schmalen Scheinwerfern ebenfalls in LED-Technik. Ansonsten gilt: Die Form folgt der Funktion. Funktionieren soll das City Car bereits ab 2015. Lotus sieht ein Potenzial für 100.000 Fahrzeuge jährlich. Wir sind gespannt.

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