Lotus Elise 111R

Lotus Elise 111R Lotus Elise 111R

Lotus Elise 111R

— 20.02.2004

Fernost-Feuer für Elise

Alarmstufe Rot: Der 192 PS starke 1,8-Liter-Motor von Toyota lässt die neue Elise 111R zur Furie werden.

Leistungsgewicht besser als beim Boxster

Liebe Engländer, seid tapfer! Nicht genug, dass die Australier besser Cricket spielen und Mr. Beckham lieber bei Real Madrid kickt. Nein, jetzt verpasst Lotus der neuen Elise 111R auch noch einen Toyota-Motor.

Doch bevor ihr schockiert in den Union Jack beißt, raten wir zur Coolness. Erstens gehört Lotus ohnehin zu Proton. Und zweitens geht die Japan-Elise wie die Hölle. Optisch setzt der 111R vor allem am Heck neue Zeichen. Diffusor und Doppelendrohr lassen den Po noch athletischer wirken. Und deuten an, welcher Spaß die Insassen erwartet.

Also Dach runter, über den XXL-Schweller in die körpernahen Sitzschalen fädeln (stöhn) und Gas geben (grins). Mit lüsterner Leichtigkeit fliegt die Elise davon, als klebten ihr die Gläubiger am Heck. Nur 5,2 Sekunden soll der Roadster mit der knackigen Sechsgangbox bis Tempo 100 benötigen, maximal atemberaubende 241 km/h schaffen.

Akustisch reinstes Rennsport-Niveau

Spielerisch dreht der 1,8-Liter dabei hoch, hängt willig am Gas und jubelt lustvoll bis 8000 Touren. Great, vor allem weil die variablen Nockenwellen bei 6000 Touren die zweite Leistungsstufe zünden und Elise akustisch reinstes Rennsport-Niveau erreicht. Das alles mit 192 PS – und konsequentem Leichtbau.

Unterm sportiven Kunststoffkleid trägt Elise ein Alukorsett, ohne Extras kommt sie so auf schlanke 860 Kilo. Macht knapp 4,5 Kilo pro PS – der 260 PS starke Porsche Boxster S schleppt 5,4 Kilo pro PS. Auch auf der Piste profitiert die knallharte Elise von der Diät. Messerscharf lenkt die Briten-Braut ein (keine Servolenkung), fräst souverän ums Eck und schießt gierig auf die nächste Kurve zu. Elektronik? Nein danke!

Ein Zugeständnis gibt es allerdings: ABS darf erstmals mit an Bord. An der Kasse heißt es dann wieder tapfer sein: Auch wenn 111 (33.742 Euro) und 111S (38.900 Euro) deutlich billiger wurden, fordern die 41.900 Euro Vergnügungssteuer für den 111R den ganzen Kerl.

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