Luis 4U green — 17.06.2010
Norddeutscher Stromer kommt 2010
Der Marktstart für den Ammersbeker Stromer Luis 4U green wird verschoben. Noch 2010 wird es aber soweit sein. Mit einem neuen Service-Center will Luis zudem Aufklärungarbeit in Sachen E-Autos leisten.
Eigentlich sollte das Elektroauto "free" der Luis AG aus Ammersbek bei Hamburg bereits 2009 an den Start gehen. Doch die Nordlichter mussten den Start verschieben. Grund: Die Basisfahrzeuge aus China waren zu schlecht. 2010 wird nun alles besser. Zwar liegt der free weiter auf Eis, doch es gibt einen neuen Hoffnungsträger namens 4U green. Für März 2010 war der frontgetriebene Stromer im Offroad-Look angekündigt. Seit Jahresbeginn wird der auch schon an Firmen-Partner ausgeliefert. Der offizielle Verkaufsstart allerdings musste verschoben werden, soll aber noch 2010 erfolgen. Die Basis für den 4U green erinnert stark an den alten
Daihatsu Terios – sie läuft in Japan vom Band und fährt in China als Benziner. Ob es sich wirklich um die Wiedergeburt des alten Terios handelt, wollte Luis gegenüber autobild.de nicht verraten. Der Preis indes ist bekannt – und selbstbewusst kalkuliert: 39.900 Euro soll der Independent-Stromer in Polo-Länge kosten.
Der erste Elektro-Versuch von Luis: Der free wurde auf Eis gelegt, weil die chinesische Basis zu schlecht war.
Angetrieben wird der 4U green von einem "DirectDrive"-Elektromotor, der beim Bremsen Energie zurückgewinnen kann. Seine Kraft schöpft er aus Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus, die über 200 Kilometer für Vortrieb sorgen. Dabei stehen übersichtliche 37 PS zur Verfügung und ein Drehmoment von 240 Nm. Die maximale Geschwindigkeit ist, abhängig von der Software, bei 90 bis 120 km/h erreicht. Stehen 400
Volt zur Verfügung, laden die Akkus in 20 Minuten zu 90 Prozent auf.
Mit einem bundesweiten Service-Netz für Elektroautos will Luis über den bloßen Verkauf hinaus Aufklärungarbeit in Sachen E-Autos leisten. "Wir wollen den Menschen Elektromobilität live demonstrieren und mit Vorurteilen aufräumen", sagt Jan Luis, Geschäftsführer des neu gegründeten Schwesteruntnehmens Luis Motors GmbH. Man sei bereit, Pionierarbeit zu leisten, um Vertrauen in und Interesse für die junge Technologie zu wecken. In Ammersbek wurde das erste Service-Center nun eröffnet. Hier kann der Luis 4U green Probe gefahren werden. Weitere Leistungen: Verkauf, Beratung, Werkstatt und Ersatzteillager. Bereits vorhandene Elektrofahrzeuge können kostenlos mit sauberem Strom auufgeladen werden. Bis 2013 sind weitere Service-Center in Berlin, München, Köln, Stuttgart, Kassel und Dresden geplant. Allem Pioniergeist zum Trotz wird der 4U auch als 1,5 Liter-Benziner und mit Gasantrieb angeboten werden.
Kommentare zum Artikel (8)
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.......ich finde Autos zu bauen sollte man denen überlassen die Ahnung davon haben. Was passiert eigentlich mit den Altbatterien? Nimmt der Hersteller die zurück? All die Fragen hätte ich nicht bei einem Europäischen oder Japanischen Hersteller . Der Fahrbericht der E Kiste sagt ja nun wohl alles! Mal Hand aufs Herz! In Deutschland wird man zu diesem Preis keinen Wagen auf den Markt bringen! Nicht mal wenn dieser nur die Hälfte kosten würde. Ubrigens! Der Wagen hat keine Verschleißteile? Der das geschriebn hat solle sich das mal genau überlegen!Oder hat das "Auto" Verschleißfreie Bremsen?
Hallo,
diesen Wagen werden nicht mal eine Hand voll Leute kaufen. Alles spricht gegen diesen Wagen: Sicherheit, Preis, Aussehen, Wirtschaftlichkeit und zuletzt kein Händlernetz und nicht zu vergessen das der Importeuer aus dem ehemaligen Landschaftsbau kommt.Aber vielleicht rührt daher der Gedanke ein 1,8 Tonnen E Auto zu importieren.
MFG
H.Meiser
Insgesamt ist der Luis 4U green ein gelungenes Auto, ist doch egal WO es produziert wird...denkt doch mal an den PC mit dem ihr hier eure Kommentare postet und die Schuhe, die ihr tragt...die kommen mit 100%er Sicherheit NICHT aus dem Herkunftsland des Herstellers.
Das Exterieur des 4U ist vorn und hinten gelungen, die Seite erinnert jedoch an einen 90er Jahre Asia-SUV, ein wenig europäischere Optik wär angebracht, das Interieur ist schick und trotzdem sachlich
@pete lol
Keine Verschleißteile, bloß weil es ein Elektroauto ist? Wäre mir neu, dass ein Elektroauto keine Reifen, Stoßdämpfer, Bremsen etc. mehr hat. Mag stimmen, dass eine E-Maschine robuster ist und evtl. Kupplung und Getriebe fehlen (hängt vom Konzept ab), aber gewartet werden muß das Fahrzeug trotzdem und Defekte kann es auch beim E-Antrieb geben (Speicher, Verbinder, Antriebselektronik usw.) Glaube nicht das dadurch der hohe Preis reingeholt werden kann.
Weiterhin habe ich starke Zweifel an der Reichweite und der Haltbarkeit des Akkus (speziell bei Schnellladung).
Vielen Dank für die positiven Kommentare zum LUIS 4U green.
Beim Begriff "Öko-Schaukel aus China" schwingt unterschwellig die Behauptung mit, in China produzierte Autos würden den europäischen Standards nicht entsprechen. Dies ist natürlich falsch, weil inzwischen alle Autobauer mindestens einen großen Teil ihrer Produktion in Asien abwickeln.
Übrigens: Das iPhone - nicht gerade als schlechte Technik bekannt - wird auch zum überwiegenden Teil in China produziert. Vom Produktionsstandort blind auf die Qualität zu schließen, ist also nicht richtig zielführend.