Luxuskombi Signum

Opel will Besserverdiener erobern Opel will Besserverdiener erobern

Luxuskombi Signum

— 30.04.2003

Opel will Besserverdiener erobern

Mit dem Signum zielt Opel auf Kunden, die bisher auf Modelle von Mercedes, BMW und Audi abfuhren.

Autofrühling in Rüsselsheim

Die Adam Opel AG will der schwachen Entwicklung auf dem deutschen Automobilmarkt trotzen. "Wir werden unseren eigenen Autofrühling schaffen, denn von der Konjunktur ist nicht viel zu erwarten", sagte Opel-Vorstandschef Carl-Peter Forster bei der Präsentation des neuen Opel Signum. Der Autobauer will nach langer Durststrecke im vierten Quartal dieses Jahres wieder operativ schwarze Zahlen schreiben.

Die Basis dafür scheinen die Rüsselsheimer gelegt zu haben. In den ersten drei Monaten stieg der Marktanteil von Opel gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 9,7 auf 11,5 Prozent. Mit den neuen Modellen Signum – einem Luxus-Opel auf Vectra-Basis –, dem Vectra und dem Mini-Van Meriva ist die deutsche Tochter des US-Branchenriesen General Motors (GM) zuversichtlich, das erreichte Niveau im Inlandsgeschäft zumindest halten zu können.

Für das Gesamtjahr rechnet der Autobauer nach eigenen Angaben in einem insgesamt schrumpfenden Markt mit steigenden Marktanteilen. Im Rahmen der von Forster gestarteten Modelloffensive sollen bis zum Jahre 2007 insgesamt 13 neue Fahrzeuge auf den Markt kommen.

Etablierte Marken im Visier

Von der Kombi-Limousine Signum sollen nach dem europaweiten Start, der bis Anfang Juli erfolgt sein wird, in den ersten zwölf Monaten zwischen 70.000 und 75.000 Einheiten verkauft werden. Dabei tritt der Signum nach Angaben der Rüsselsheimer in Konkurrenz zu Modellen wie dem Audi A4, dem 3er BMW Touring oder der C-Klasse von Mercedes.

40 Prozent der Signum-Käufer sollen laut Opel erstmals Kunden der Rüsselsheimer sein, also vorher Fahrzeuge anderer Hersteller gefahren sein. Als Zielgruppe hat Opel die viel fahrenden Besserverdiener im Alter zwischen Ende 30 und Anfang 50 ausgemacht. Im Konzern heißt es, mit jedem produzierten Signum werde bereits Geld verdient.

Angesichts der Absatzzahlen scheinen die Sanierungsmaßnahmen des 2001 angetretenen Opel-Chefs Forster zu greifen. Stand im Jahr 2001 noch ein operativer Verlust von 674 Millionen Euro in den Büchern, wurde er 2002 um zwei Drittel gesenkt. Gleichzeitig wurden die Runderneuerung der Modellpalette vorangetrieben, Kosten gesenkt und Schulden abgebaut. Doch von Marktanteilen früherer Jahre in Höhe von 17 oder 18 Prozent ist Opel noch weit entfernt.

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