Mad Max Fury Road: Sitzprobe – die Filmautos von Tom Hardy und Co

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Mad Max Fury Road: Sitzprobe

— 11.05.2015

Fette Motoren und krasse Details

Es riecht nach Sprit und schmeckt nach Staub! AUTO BILD durfte exklusiv in den neuen Filmautos von Mad Max und Bösewicht Nux Platz nehmen.

Auferstanden: Der Ford Falcon Interceptor starb seinen Filmtod bereits gegen Ende des zweiten Teils. Jetzt ist er zurück!

©Roman Rätzke

Es lebt! Das Ford Falcon XB GT Coupé von Mad Max ist für den neuen Streifen "Fury Road" (ab 14. Mai 2015 im Kino) auferstanden. Eigentlich wurde das Coupé am Ende des zweiten Teils im Jahr 1981 zerstört. Doch weil der neue Streifen keine direkte Fortsetzung der alten Trilogie mit Hauptdarsteller Mel Gibson ist, setzt die Story mit dem neuen Mad Max, gespielt von Tom Hardy, nach dem ersten Teil von 1979 ein. Frau und Kind von Polizist Max Rockatansky wurden von einer durchgeknallten Motorradgang getötet. Max rächt sich an der Gang und bringt einen nach dem anderen mit dem Falcon Interceptor um. Danach wandelt er verstört durchs Ödland, einer Wüste in einer apokalyptischen Welt, in der Öl- und Wasserknappheit sowie das Chaos herrschen. Um hier zu überleben, musste Max seinen Falcon pimpen. Die Frontstoßstange wird durch einen massiven Metallrahmen ersetzt, der über Querträger mit dem Chassis verbunden ist. So lässt es sich besser die zahlreichen Widersacher von der Straße schieben. Dass dabei die Scheinwerfer nicht intakt bleiben, ist ja klar. Doch wer braucht die schon in einer Welt ohne Gesetze und ohne TÜV?!

Vorsicht, sonst knallt nicht nur der V8

Lugt drohend aus der Motorhaube hervor: Der 5,8 Liter große V8 wird von einem Scott-Super-Slot-Kompressor beatmet.

©Roman Rätzke

Blickfang des tiefschwarzen, überall angerosteten Musclecars ist der dicke 5,8 Liter große V8 mit Scott Super Slot Kompressor, der dominant aus der Motorhaube lugt. Seine 600 PS kann Mad Max aufgrund der Kraftstoffknappheit nur selten ausspielen. Benötigt er die gesamte Power, zieht Max einen Hebel vor dem Schalthebel des manuellen Getriebes. Wie uns die Filmcrew versicherte, soll es dann aus den acht Rohren der Zoomies-Abgasanlage knallen wie bei einem Gewitter. Selber ausprobieren konnten wir das nicht, weil die Tanks komplett leer waren. Und dabei hat der Falcon schon extra einen Zusatztank auf dem offenen Kofferraum. Ja ja, die Ölknappheit am Ende aller Tage. Wir wollten auch lieber nicht an dem Behälter rumfummeln – wer den zweiten Mad Max Film kennt, weiß, dass Schlitzohr Max seine Kraftstoffvorräte mit einer Sprengladung schützt.

Mad Max: Fury Road – die Autos

Ein Schlachtfeld im Cockpit

Im Sitzbereich des Falcon Interceptor schreit der verblasste lila Stoff geradezu nach den 80ern.

©Roman Rätzke

Die Türen lassen sich problemlos öffnen, da Max auf Schlösser verzichtet. Wer auch immer unbefugt das Cockpit des Interceptor entern will, merkt schnell: "Du legst Dich mit dem Falschen an!" Im Fußraum kullern die Hülsen von Neun-Millimeter-Patronen herum. Max muss in Fury Road schnell auf seine Schrotflinte verzichten und sich mit Pistolen begnügen. Trotzdem finden wir auf dem stark lädierten Armaturenbrett auch noch Hülsen von Schrotmunition. Als Einzelgänger braucht Max natürlich keinen Beifahrersitz. Überflüssiger Ballast. Den Stauraum nutzt der Held lieber für Proviant, Wasser und Fischernetze – wofür er letztere in der Wüste braucht, bleibt allerdings ein Rätsel. Der Fahrersitz ist gut durchgesessen und an der Rückenlehne mit Tarnstoff geflickt. Im Sitzbereich schreit der ausgeblichene lila Stoff geradezu nach den 80ern. Die Plakette mit der Gravur "MAXS CAR1 HERO" legt den Verdacht nahe, dass der Falcon noch ein paar Geschwister hat, die den Dreh in Namibia wahrscheinlich nicht überlebten. Bei der Sitzprobe merken wir sofort, dass Schauspieler Tom Hardy nicht der Größte ist, obwohl er als Bösewicht Bane in Batman so riesig wirkt. Mit 1,86 Meter Größe hatte unser Redakteur zumindest ständig den provisorischen Sonnenschutz im Gesicht.
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Dieser Hot-Rod ist brandgefährlich

Die Basis für Nux apokalytischen Boliden bildet ein Ford Deuce von 1934.

©Roman Rätzke

Wer bisher dachte, der Falcon Interceptor sei krass, der sollte sich den Wagen von Widersacher Nux anschauen. Der stark modifizierte Ford Deuce von 1934 ist total durchgeknallt. Der mehrfach aufgeladene Weiand-V8 liegt offen, wie es sich für einen echten Hot-Rod gehört. Die glänzenden Chromrohre stellen im Ödland begehrte Statussymbole dar. Vor dem Motor ist eine Plattform, auf der ein Kreuz mit Totenschädel befestig wurde. Im Film ist Mad Max daran gefesselt. Nux hat es im Wageninneren schon weitaus komfortabler. Sein mit Fahrradschläuchen gepolsterter Sitz ist erstaunlich bequem und bietet eine recht gute Sitzhöhe. Die Fenster lassen sich mit einem Lederriemen schließen. Wir lassen sie lieber offen, weil es im Cockpit stark nach Benzin riecht. Auch Nux setzt auf zwei Tankbehälter. Zusätzlich sind NOS-Behälter verbaut. Der ganze Innenraum lässt sich mit Kraftstoff fluten, um den Wagen zu einer fahrenden Bombe zu machen. Okay, daher der Geruch. So richtig wohl fühlen wir uns auf dem Fahrersitz also nicht. Dazu könnten auch die abgeschnittenen Ohren im Fond, das Auge im Wählhebel oder das Gebiss auf der Handbremse beitragen. Okay, sind ja alles nur Requisiten. Hoffentlich.

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Mit Vollgas zurück

Der mehrfach aufgeladene Weiand-V8 liegt offen, wie es sich für einen echten Hot-Rod gehört.

©Roman Rätzke

Totenschädel-Wappen zieren das abnehmbare Lenkrad und den Dachhimmel, das Zeichen von Nux' Chef Immortan Joe. Nux selber hat seinen Namen auf dem Bremspedal verewigt. Obwohl er das sicherlich selten benötigt. Der Hot-Rod ist auch darauf ausgelegt, mit Höchstgeschwindigkeit rückwärts zu fahren. Als Waffe hat Nux die Schrotflinte von Mad Max. Und während allgemein nur wenig Munition im Ödland zur Verfügung steht, steckt hinter Nux' Sitz eine große Packung mit Schrotpatronen. Der sogenannte "War Boy" scheint auf alles vorbereitet. Wir waren froh, ihm bei der Sitzprobe nicht begegnet zu sein, obwohl er später zu den Guten überläuft – soviel dürfen wir zum Film an dieser Stelle verraten.
Robin Hornig

Fazit

Diese Detailversessenheit ist im wahrsten Sinne des Wortes Wahnsinn! Die Filmautos sind vollgestopft mit Requisiten und alles scheint zu funktionieren. Es riecht nach Sprit und schmeckt nach Staub. Sollte der Film mit gleicher Sorgfalt gedreht worden sein, wird sich endlich mal wieder ein Kinobesuch lohnen.

Fotos: Roman Rätzke

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