MAN TGE Transporter (2017): Vorschau

MAN TGE (2017): Vorstellung, Fahrbericht, Preis, Marktstart

— 05.10.2017

Der Zwillingsbruder vom VW Crafter

Der VW Crafter bekommt einen Zwilling: Der MAN TGE soll in der Transporter-Klasse angreifen. AUTO BILD hat alle Infos und ist ihn gefahren!

Crafter und TGE gleichen sich bis aufs Logo. Auch unterm Blech sind die Zwillinge identisch.

Die Volkswagen-Tochter MAN bringt 2017 den MAN TGE auf den Markt. Der Transporter erinnert nicht nur äußerlich stark an den neuen VW Crafter – tatsächlich steckt auch unterm Blech die Technik des Konzernbruders. So nutzt der TGE dieselbe Motorenpalette wie der Crafter. Der neu entwickelte 2.0 TDI "EA 288Nutz" ist in vier verschiedenen Leistungsstufen verfügbar: Zur Wahl stehen 102 PS, 122 PS, 140 PS und ein Bi-Turbo-TDI mit 177 PS. Die Dieselmotoren können mit Front-, Heck- oder Allradantrieb gekoppelt werden. Die Gangwahl geschieht beim TGE per Sechsgang-Handschalter, alternativ steht ein Achtgang-Automatikgetriebe in der Preisliste. Bis zu drei Fahrzeuglängen stehen zur Wahl, bei entsprechender Kombination sind 18,3 Kubimeter Ladevolumen und ein zulässiges Gesamtgewicht von 5,5 Tonnen drin. Für Sicherheit sorgt ein serienmäßiger Notbremsassistent sowie ein optionaler Rückfahrassistent.

Fahrbericht: Komfortabel und präzise zu schalten

Erster Eindruck: Fahren lässt sich der TGE entspannt und angenehm.

AUTO BILD war bereits mit dem neuen MAN unterwegs! Erster Eindruck: Fahren lässt sich der TGE entspannt und angenehm. Die elektromechanische Lenkung reagiert präzise und feinfühlig, die Gänge flutschen auf kurzen Wegen willig durch die Kulisse, Kupplung, Gas und Gangschaltung arbeiten harmonisch zusammen. Ablagen gibt es reichlich, im Cockpit gibt es reichlich Plastik – dafür lässt es sich allerdings auch einfach sauber halten. Die Sitze sind bequem und auch für große Passagiere gut einzustellen. Dazu kommt ein Lenkrad, das sich in Tiefe und Neigung verstellen lässt. Die Instrumente kommen ohne Schnickschnack und lassen sich gut ablesen, die Schalter sind gut erreichbar. Drinnen ist es angenehm leise. Der Diesel ist gut gekapselt, Vibrationen von den großen Flächen sind nicht zu vernehmen. Beim Rangieren helfen große Seitenspiegel – entsprechend präzise ist der TGE zu navigieren. Unebenheiten auf der Straße werden komfortabel abgefedert. Die Empfehlung: Mit der 140-PS-Version ist man bestens motorisiert unterwegs.

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Crafter und TGE sind Technik-Zwillinge

Das letzte gemeinsame Produkt von MAN und VW ist der G90 von 1977.

20.000 TGE will MAN im eigens für diese Baureihe gebauten Werk Wrzesnia (Polen) vom Band lassen – in einer Produktionslinie mit dem Crafter, der mit 80.000 Stück zur Auslastung beitragen soll. Die Preise für den geschlossenen "kleinen" MAN-Kastenwagen beginnen bei 28.730 Euro, das sind knapp 300 Euro mehr, als VW für seinen Einstiegs-Crafter aufruft. Bleibt die Frage: Warum TGE und nicht Crafter? Martin Imhoff, Produktchef für die neue Van-Division von MAN, erklärt das mit der Herangehensweise: "Wir kommen nicht von unten, vom Pkw, sondern von oben, aus dem Lkw-Bereich." Will heißen: MAN bietet auch für seine Vans den gleichen Service an wie für seine Lkw. Bereitschaft 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Wer mit seinem TGE am Samstagabend auf der Autobahn liegenbleibt, der muss nicht bis zum Montag warten, bis die Werkstatt im nächstgelegenen VW-Autohaus wieder aufmacht. Er ruft wie bei einem Lkw die MAN-Servicenummer an, und ein Werkstattwagen macht sich zu ihm auf den Weg. Vor allem Spediteure und Handwerker sollten das zu schätzen wissen, glaubt Imhoff.

MAN TGE Transporter (2017): Vorschau

Autor: Jürgen Wolff

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