Marangoni Alfa MiTo M430 — 10.12.2008
Alfa MiTo mit 220 PS
Auf der Essen Motor Show kauerte der Kleine mit den roten Schlappen eingezwängt zwischen Verkaufsregalen und Felgenständen in seiner Ecke. Dabei hat der 220 PS starke Alfa MiTo mehr als nur einen genaueren Blick verdient.
Weil die fest programmierten Schaltkreise im menschlichen Gehirn zuerst einen "Software-Fehler" vermuten, erkennt man das Besondere am
Alfa MiTo von Marangoni erst auf den zweiten Blick: Der crémerote Mini-Sportler steht auf roten Reifen. Die durchgefärbten Gummis sind vom Typ "Mythos" werden in einer limiterten Kleinserie gefertigt. Durch die Zugabe von speziellen Farbpigmenten erhalten die Reifen beim Gießen ihre unverwechselbare Farbe. Angetrieben wird der kleine Italiener, der
BMW künftig Mini-Kunden abspenstig machen soll, von der derzeit stärksten Motorisierung: einem 1,4-Liter-Turbo mit 155
PS und 230
Newtonmeter Drehmoment. Reicht nicht, stellte Marangoni fest und gab den Motor in die Hände des italienischen Motorspezialisten Mariani.
220 PS treffen auf 1250 Kilo Gesamtgewicht
Eine echte Neuheit in Sachen Tuning: durchgefärbte Reifen.
Im ersten Schritt rüsteten die Italiener den
Turbolader auf Kugellager um und verbessern so den Wirkungsgrad und die Drehzahlfestigkeit des Aggregats. Außerdem wurde ein Sportluftfilter mit Carbongehäuse eingebaut. Ein Auspuffkrümmer mit Metallkatalysatoren optimierte im zweiten Schritt den Staudruck im Abgastrakt. Letzter endet am Vierrohr-Endschalldämpfer aus Edelstahl. Das klassische Motortuning entlockt dem Vierzylinder satte 65 Extra-PS und beschert dem Marangoni-MiTo beachtliche 220 PS Gesamtleistung. Für die Optik des Mito M430 war die Florentiner Tuningschmiede TRC Italia zuständig. Und die ließen sich beim Äußeren des
Alfa MiTo vom
Ferrari F430 inspirieren.
Compound-Bremsen sorgen für beste Verzögerungswerte
Über der Heckscheibe sitzt ein kleiner Dachkantenspoiler.
Frontspoiler und Heckschürze samt Diffusor sind eindeutig der sportlichen Schwester aus Maranello zuzuordnen. Neue Seitenschweller sorgen für eine harmonische Verbindung zwischen Front und Heck. Komplettiert wird das Bodykit von einem kleinern Dachkantenspoiler. Ein einstellbares Gewindefahrwerk verringert den Abstand zur Straße um etwa 40 Millimeter und erhöht die Handlingsicherheit. Ebenfalls für Sicherheit sorgt eine Zehn-Kolben-Bremsanlage von Tarox und sogenannte Compound-Bremsscheiben. Bleibt noch der Innenraum. Luna Supercar gestaltete Sitzauflagen, Dachhimmel und Teppiche mit gelochten Spezialstoffen. Schaltknauf, Pedalerie, Fußstütze und Handbremsengriff stammen von Isotta und sind mit Svarowski-Steinchen besetzt. Der Preis des 220 PS starken MiTo M430 ist nicht bekannt. Reifenhersteller Marangoni nutzt das Unikat als Showcar für das Jahr 2009.