Marktprognose von CAR

Marktprognose von CAR

— 25.06.2002

Nur 3,15 Millionen Neuzulassungen?

Der erwartete Umschwung ist nach Einschätzung des Center of Automotive Research nicht mehr im Jahr 2002 zu erwarten. Die Zahlen für Neuzulassungen wurden nach unten revidiert.

Rauf, runter, rauf, runter – wo geht der nun hin, der Trend am Automarkt in Deutschland? Glaubt man Prof. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center of Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen, ist zurzeit kein Aufschwung in Sicht. Grund: Die Kundenauftragseingänge in Deutschland sind noch mal fünf Prozent unter das bereits schlechte Vorjahresergebnis gefallen sind. Dudenhöffer geht jetzt im Jahr 2002 nur noch von 3,15 Millionen Zulassungen aus. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von CAR und Jato Dynamics. Ebenfalls nach unten revidiert wurde die Prognose für 2003. Denn anlässlich der Marktdaten der letzten acht bis zehn Wochen musste die 2003er-Prognose von ursprünglich 3,5 Millionen Zulassungen auf 3,4 Millionen korrigiert werden.

Unter den deutschen Herstellern konnte nur BMW in diesem Jahr mehr Autos verkaufen und den Marktanteil in den ersten fünf Monaten verbessern. Das geht aus der jüngsten Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor. BMW steigerte mit fast 116.000 Autos (Vorjahreszeitraum: 107.600) den Marktanteil von 7,4 auf 8,4 Prozent.

Deshalb müssten sich die Händler einiges ausdenken, um neue Kunden zu locken. Der Automobilmarkt in Deutschland ist derzeit so stark wie seit langem nicht mehr von kostspieligen Verkaufsförderungsprogrammen, Tageszulassungs-Aktionen, Kurzfrist-Flotten-Aktionen, Vermietergeschäften und Händler-Prämien bestimmt, so die CAR-Studie. Da viele Händlerprämien-Programme mit Quartalszielen arbeiten, sei damit zu rechnen, dass bis 30.6.2002 bei den Händlern Tageszulassungen eingesetzt werden. Zusätzlich würden neue Modelle wie der Opel Vectra, Peugeot 206+ SW, Mazda 6, Ford Fiesta zu Vorführwagen-Zulassungen im Juni führen. Das Zulassungsergebnis in Deutschland im Monat Juni wird damit „gepushed“, heißt es in der Studie. Der Markt würde damit im Juni deutlich besser erscheinen, als er tatsächlich ist.

Alle Anzeichen deuteten darauf hin, dass trotz der hohen Rabatte im Markt die unsicheren wirtschaftlichen Rahmendaten die Autokäufer dazu veranlassen, ihren Autokauf weiter in die Zukunft zu verschieben. Der erwartete Umschwung im Automarkt wird nach Einschätzung des CAR deshalb nicht mehr im Jahre 2002 zu erwarten sein. Und verzögert sich weiter.

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