Mars-Mission: Curiosity sicher gelandet
Marsrover macht erste Fotos

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Der Hightech-Allradler Curiosity ist sicher auf dem Mars gelandet. Am 6. August 2012 erreichte er den roten Planeten – und funkte neue Bilder zur Erde.
(dpa) Mit einem spektakulären Manöver ist das Roboterfahrzeug "Curiosity" sanft auf dem Mars gelandet. Im Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde Nasa im kalifornischen Pasadena brach nach dem Aufsetzen des Rovers um 7:32 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am 6. August 2012 minutenlanger Jubel der Erleichterung aus. "Jetzt haben sie einen funkelnagelneuen Wagen da oben stehen, ganz so, als hätten sie ihn gerade beim Autohändler gekauft", meinte Michel Denis von der Europäischen Raumfahrtagentur Esa. Die Esa hatte die Landung mit Hilfe von "Mars Express" überwacht. "Curiosity" hat mit rund 900 Kilogramm das Gewicht eines älteren Kleinwagens – und ist damit mehr als viermal so schwer wie seine Vorgänger "Spirit" und "Opportunity".Viele Forscher hatten Tränen in den Augen. Auch bei der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Darmstadt und an der mit einem Strahlenmessgerät beteiligten Universität Kiel gab es viel Beifall und strahlende Raumfahrt-Experten. Die Landung sei besser gelaufen als erwartet, sagte der Nasa-Ingenieur Adam Steltzner, der gemeinsam mit einem Team das komplizierte Manöver entwickelt hatte, bei einer Pressekonferenz nach dem Aufsetzen des Rovers. "Die äußeren Bedingungen auf dem Mars waren etwas freundlicher als wir erwartet hatten. Es war eine wunderschöne Landung." Zudem seien noch rund 140 Kilogramm Reservetreibstoff an Bord. "Und ich hatte im Vorfeld immer Angst, dass wir nicht genug Treibstoff haben werden." Auf dem Mars braucht "Curiosity" den Treibstoff nicht mehr, denn der Rover wird mit einer Atombatterie betrieben. Rund zwei Jahre lang soll das sechsrädrige Roboterfahrzeug auf dem Roten Planeten nun nach Spuren von Leben suchen.Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) gratulierte der Nasa: "Mit der Landung des Großroboters Curiosity hat die Nasa ein neues Kapitel der Raumfahrtpolitik aufgeschlagen." Zugleich verwies er auf die Technik für "Curiosity" aus Deutschland. So war neben dem Strahlungsmessgerät Rad (Radiation Assessment Detector) aus Kiel und Köln auch Software des Siemens-Konzerns zur Entwicklung des Rovers geliefert worden. Die Firma Sensitec aus dem hessischen Lahnau baute magnetische Sensoren zur Überwachung der Räder, der Roboterarme und der Antenne. Die europäische Sonde "Mars Express" markierte den Landepunkt mit einer hochauflösende Stereokamera HRSC des Unternehmens Astrium in Friedrichshafen am Bodensee.
Die bislang teuerste Mission zum Mars

Im NASA-Kontrollzentrum brach nach dem Aufsetzen des Rovers minutenlanger Jubel der Erleichterung aus.
In der Galerie: Die neuesten Bilder vom Mars!

Gruß vom Mars: Auf den sehr gering aufgelösten Bildern der Nasa ist der steinige Boden des Planeten, ein Rad des Roboters und viel Staub zu sehen.
In einem Hörsaal der Universität Kiel verfolgten fast 500 Zuschauer die Live-Übertragung der Nasa. Das "Curiosity"-Messgerät "Made in Kiel" ist etwas kleiner als ein Schuhkarton und nur gut anderthalb Kilo schwer. Der sogenannte Radiation Assessment Detector verbraucht weniger Strom als eine Energiesparlampe, seine Aufgabe: Verschiedene Arten von Strahlen zu messen. Die Kieler Universität habe nun eine Außenstelle auf dem Mars, freute sich der Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Wolfgang J. Duschl. Oben in der Galerie gibt es die neuesten Bilder von der Marsoberfläche!
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