Maserati Ghibli: Erlkönig
— 12.03.2013
Der Baby-Quattroporte kommt
Seit dem Biturbo aus den 80er-Jahren gab es bei Maserati keinen Viertürer unterhalb des Quattroporte. Mit dem neuen Ghibli ist die Durststrecke nun vorbei.
Erstmals ist es gelungen, den tatsächlichen Prototypen des kommenden
Maserati Ghibli abzulichten. Der stark getarnte Erlkönig, dessen interner Code "M 157" lautet, ging unserem Erlkönig-Fotograf in Deutschland in die Fänge. Der Ghibli rangiert unterhalb des
Quattroporte und muss es in der oberen Mittelklasse künftig mit Konkurrenten wie dem
BMW 5er und
Audi A6 aufnehmen. Es halten sich die Gerüchte, dass der Viertürer auf einem modifizierten Chassis des Chrysler 300 basiert.
Die Illustration zeigt: In der oberen Mittelklasse wird sich der Ghibli deutlich von der Konkurrenz unterscheiden.
Auch die Basis-Motorisierung könnte von Chrylser stammen. Konkret handelt es sich dabei um den 3,5-Liter-V6-Pentastar, der mit Aufladung um die 400 PS entwickeln sollte. Allerdings hat Maserati vor kurzem einen V6-Turbo vorgestellt, der im
Quattroporte S Q4 zum Einsatz kommt. Der 410 PS starke Motor wurde gemeinsam mit Ferrari entwickelt und dürfte ebenfalls für den Einsatz im neuen Ghibli infrage kommen. Definitiv vorgesehen für den Einsatz im Ghibli ist der 3,7 Liter kleine Biturbo-V8 aus dem Quattroporte. Der Motor entwickelt 530 PS. Damit will der Ghibli
Mercedes E 63 AMG,
BMW M5 und
Audi RS6 Paroli bieten. Beide Motoren sind an eine Achtgangautomatik gekoppelt, die von ZF geliefert wird. Seine offizielle Debüt könnte der neue Ghibli auf der
IAA 2013 feiern.
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Die Gerüchte entbehren jeglicher Logik. Die ideale Plattform für den Ghibli ist mit dem Quattroporte-Chassis bereits vorhanden; dieses muss nur verkürzt werden. Auf Basis des verkürzten QP-Chassis wiederum wird der Nachfolger des Chrysler 300 bzw. Lancia Thema aufbauen. Und wohl auch der lange ersehnte grosse Alfa Romeo. Bei den Motoren setzt Maserati auch eher auf die Ferrari-Entwicklung als auf den Allerwelts-Pentastar-V6. Die Schelte wegen des Holden-V6 im Alfa 159er liegt den Italienern noch in den Knochen. Trotz eigens entwickeltem Zylinderkopf und dem vergleichsweise guten Sound. Aber gerade mit dem Ferrari-V6 hat der Fiat-Konzern endlich einen mehr als würdigen Nachfolger des legendären Varese-V6 in Petto. Ich freue mich; ist allemal spannender als eine X- oder Y-Klasse von Daimler.