Maserati GranTurismo S — 23.05.2008

Maserati scharf gemacht

Mit 440 PS wird der Gran Turismo S zum echten Sportwagen. Er liegt wie ein Brett, sieht mit seinen schwarzen Xenon-Lidschatten und dem bösen Aero-Make-up noch genialer aus als das Basisauto.

Bei gedrückter Sporttaste klingt der neue V8 fast so gut, wie er geht. Ab sofort passt auch die Leistung zum stilvollen Auftritt: Ein halber Liter mehr Hubraum, eine 36-PS-Kraftspritze auf jetzt 440 PS und satte 490 statt 460 Nm positionieren die S-Version des GT aus Modena in die Nähe des Ferrari F430 (490 PS/465 Nm). Beim Schalten liegen Fortschritt und Rückschritt allerdings dicht beisammen. Weil der 4,7-Liter-V8 nicht mit der Automatik des Grundmodells zu haben ist. Stattdessen feiert das sequenzielle Cambiocorsa-Getriebe ein umstrittenes Comeback. Im Automatikmodus gehört Kopfnicken leider zum Hochschalt-Zeremoniell, im Sportmodus MC Shift werden die Gänge knallhart durchgepeitscht.

Die Sport-Taste schaltet den Auspuff von Grollen auf Röhren und die Getriebesteuerung von jovial auf brachial. Die knallige Akustik und die hemdsärmelige Abstimmung passen gut zu den deutlich engagierteren Fahrleistungen. Die Neue spurtet in 4,9 Sekunden (GT 5,2) von null auf 100 km/h und ist 295 km/h (GT 285) schnell. Leider stieg der Normverbrauch von 14,6 auf 16,6 Liter.

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