Maserati Quattroporte S Q4: Fahrbericht

— 08.05.2013

Sparen mit Stil

Maserati muss den Verbrauch senken und verpasst dem Quattroporte deshalb einen Sechszylinder. Durch die "Diät" sinkt auch der Preis deutlich.

Effizienz und Erreichbarkeit – das waren Stichworte, die man bei Maserati bislang selten in den Mund genommen hat. Denn kleine Verkaufszahlen standen für die Exklusivität der Luxusmodelle aus Modena und was die V8-Motoren verbrauchten, war den wenigen Kunden herzlich egal. Doch jetzt weht ein anderer Wind durchs Oberhaus: Auch ein Luxushersteller in der Nobelnische muss sich an die CO2-Vorgaben halten. Daher gibt es jetzt zum ersten Mal seit rund zwei Jahrzehnten wieder einen Maserati mit V6-Motor. Ab Juni 2013 treibt er den Quattroporte S an, der auch als erster italienischer Luxusliner mit Allradantrieb ausgestattet ist. Der Preis für den Sportler im Smoking sinkt – im Vergleich zum V8 – mal eben um fast 40.000 Euro auf 107.695  Euro. Und der Verbrauch geht um gut anderthalb Liter auf 10,5 Liter zurück.

Auto Shanghai: Der Einstiegs-Quattroporte für China

Das Interieur kombiniert italienischen Schick mit klarem Design und edlen Materialien.

Zwar hat der drei Liter große Sechszylinder 0,8 Liter weniger Hubraum und 120 PS weniger Leistung als der V8 – aber auf den Spaß muss bei 410 PS und 550 Nm niemand verzichten. Hier spart man mit Stil und genießt auch weiterhin all das, was einen Maserati ausmacht: Der Klang ist grandios, vor allem wenn sich im Sportmodus die Schallklappen in den Endrohren öffnen und das Abgas auf dem kürzesten Weg nach draußen schießt. Der Antritt ist beherzt, weshalb dem fast 5,30 Meter langen Luxusliner trotz der 1,9 Tonnen Leergewicht 4,9 Sekunden von 0 auf 100 reichen. Und wo Mercedes, Audi oder BMW ihren Top-Modellen bei 250 km/h brav den Hahn zudrehen, rauscht der Quattroporte S mit bis zu 283 km/h über die linke Spur.

Das Dickschiff kann auch Kurven

Spätestens seit dem Generationswechsel, bei dem sich der edle Italiener mal eben um 20 Zentimeter gestreckt hat, sind schnelle Straßen mit wenig Verkehr und langgezogenen Kurven zwar das perfekte Terrain für die potente Langstreckenlimousine. Doch es ist imposant, wie wacker sich das Dickschiff auch in engem Geläuf schlägt. Erst recht, wenn jetzt eine Trennkupplung die Kraft zwischen den Achsen verteilt: Bei trockener Fahrbahn auf der Geraden ein ganz normaler Hecktriebler, schaufelt sie bei mangelndem Grip oder in schnellen Kehren binnen 150 Millisekunden bis zu 50 Prozent der Kraft nach vorn und spendiert dem ESP so noch längere Ruhezeiten.

Das kostet der Quattroporte

Zwar sind die Italiener davon überzeugt, dass die Kombination aus V6 und Allradantrieb wohl für die meisten Europäer die erste Wahl ist. Doch weil ihnen Effizienz und Erreichbarkeit plötzlich so wichtig sind, legen sie im nächsten Jahr sogar noch einmal nach. Dann gibt's den V6 auch als Hecktriebler – mit noch einmal rund 3000 Euro weniger auf der Rechnung und vier Gramm weniger in der CO2-Bilanz.

Autor: Thomas Geiger

Diesen Beitrag empfehlen

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Weitere interessante Artikel

Weitere interessante Videos

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Versicherungsvergleich

Neuwagen

NEUWAGEN zu Top-
Konditionen, mit voller
Herstellergarantie
und zu attraktiven
Zinsen finanziert.

Hier klicken zu den Top-Angeboten

Gebrauchtwagen

Günstige Gebrauchtwagen-Angebote

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige