Massen-Rückruf bei Toyota

Massen-Rückruf bei Toyota

— 29.01.2010

Bis zu 1,8 Millionen Toyota in die Werkstatt

Bis zu 1,8 Millionen Toyota müssen europaweit in die Werkstatt. Das Gaspedal klemmt bei insgesamt acht Modellen: Aygo, iQ, Yaris, Auris, Corolla, Verso, Avensis und RAV4.

(rtr/dpa/sb) Toyota ruft wegen seiner Probleme mit klemmenden Gaspedalen allein in Europa bis zu 1,8 Millionen Autos zurück. Vom kommenden Rückruf sind laut Toyota acht Modellreihen betroffen. Toyota Aygo: gebaut von Februar 2005 bis August 2009. Toyota iQ: gebaut von November 2008 bis November 2009. Toyota Yaris: gebaut von November 2005 bis September 2009. Toyota Auris: gebaut von Oktober 2006 bis 5. Januar 2010. Toyota Corolla: gebaut von Oktober 2006 bis Dezember 2009. Toyota Verso: gebaut von Februar 2009 bis 5. Januar 2010. Toyota Avensis: gebaut von November 2008 bis Dezember 2009. Toyota RAV4: gebaut von November 2005 bis November 2009. Bei den Fahrzeugen wird in der Werkstatt das Gaspedal überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht. Genaue Zahlen zu den einzelnen Modellen konnte Toyota noch nicht nennen, auch ist noch unklar, wie viele Autos davon in Deutschland betroffen sind. Zuvor hatte Toyota nach einem millionenfachen Rückruf in den USA auch für Europa Überprüfungen angekündigt.

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Laut Toyota Motor Europe kann das Gaspedal "in seltenen Fällen schwergängig werden oder nicht in der gewohnten Geschwindigkeit in die Ausgangslage zurückkehren." In vereinzelten Fällen könne das Gaspedal in der betätigten Position verbleiben. Ursache für dieses Problem seien Verschleißerscheinungen am Gaspedal. Der fortschreitende Verschleiß könne "in Verbindung mit verschiedenen äußeren Einflüssen zu einer erhöhten Reibung im Pedalmechanismus führen". Toyota habe bereits eine "Gegenmaßnahme" entwickelt, die derzeit noch überprüft werde. Der Rückruf starte, sobald die Prüfung abgeschlossen sei. Ein Produktionsstopp in den europäischen Werken sei laut Toyota nicht erforderlich, da die laufende Produktion der betroffenen Modelle bereits auf geänderte Bauteile umgestellt worden sei.

In der Bildergalerie: Was tun, wenn's klemmt?

Die Probleme mit klemmenden Gaspedalen haben für Toyota in den USA bereits ein Nachspiel. Der Autohersteller muss sich vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses verantworten. "Genauso wie viele Kunden bin ich besorgt über die Schwere und den Umfang der jüngsten Rückruf-Ankündigungen von Toyota", sagte der Vorsitzende des Energie- und Handelsausschusses, Henry Waxman. Der Vorsitzende des zuständigen Unterausschusses, Bart Stupak, erklärte: "Vorfälle mit klemmenden Gaspedalen bei Toyota-Autos ziehen sich über eine Dekade hin und haben zu einer unverhältnismäßig hohen Anzahl an Toten geführt." Die Anhörung ist für den 25. Februar 2010 angesetzt. Dabei soll vor allem geklärt werden, seit wann Toyota von den Problemen wusste. In der vergangenen Woche hatte Toyota einräumen müssen, dass in 2,3 Millionen amerikanischen Autos Gaspedale in der durchgetretenen Stellung festhängen bleiben können. Wegen des Defekts hatte Toyota bereits im Jahr 2009 rund 4,2 Millionen Autos zurückgerufen.

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