Maybach-Premiere

Der Maybach erobert New York Der Maybach erobert New York

Maybach-Premiere

— 05.07.2002

Der Maybach erobert New York

Das teuerste Auto der Welt durchquert die teuerste Stadt der Welt: ein Erlebnisbericht aus dem Fond des neuen Maybach 62.

Paradies auf Rädern

New York im Juli 2002: Eine Stadt leckt ihre Wunden. Wo das World Trade Center stand, drängen sich Touristen um eine riesige Baugrube. Und auch die Schluchten der Großstadt sind frisch vernarbt, weil Gas, Wasser und Strom teilweise neu verlegt werden mussten. Erschwerte Bedingungen also. Vor allem für so edle Stücke wie den Maybach, der sich schwer tut, die Meute der Kamikaze-Taxis vom zweifarbig lackierten Leib fern zu halten. Aus Sicht des Fahrers unterscheidet sich der 417.600 Euro teure Luxus-Liner vor allem durch noch mehr Holz, Leder und Chrom von der S-Klasse – und durch das doppelte M, das statt des Sterns als Kühlervisier den Weg weist. Aus Sicht des Fondpassagiers liegen dagegen zwei Welten zwischen einem S 500 und dem Maybach 62. Dessen Platzangebot, Ausstattung und Komfort lassen sogar einen Bentley oder Rolls-Royce alt aussehen.

Obwohl der Verkehr klumpt, fühlt sich der Maybach im Bermudadreieck zwischen Tribeca, Central Park und Soho auf Anhieb wie zu Hause. Vielleicht riechen die Luftgütesensoren der beiden Klimaanlagen das Geld, das man braucht, um in New York über die Runden zu kommen: Cappuccino acht Dollar, eine Stunde Parken 20 Dollar, eine Nacht im Hotel 500 Dollar. Für Brian kein Problem. Der smarte Yuppie ist Banker an der Wall Street. Und er kennt die Vorlieben der wirklich reichen Amerikaner: "Mit Autos ist es wie mit Uhren, Sommerhäusern oder schönen Frauen: Sie können gar nicht teuer genug sein. Deshalb wird der Super-Benz seinen Weg machen – garantiert!"

Die Tür zum Paradies ist extralang und extraleicht. Sie öffnet und schließt wie von Geisterhand, und sie gibt den Weg frei zu einer Welt, die dort anfängt, wo die First Class aufhört. Dank eines Radstandes von mehr als 3,8 Metern ist der Maybach-Fond groß genug, um als rollendes Besprechungszimmer zu dienen, und trotzdem intim genug für eine mobile Zweierbeziehung. Die beiden Sitze haben einen enormen Verstellbereich. Dadurch lässt sich dieses Automobil auf Knopfdruck in einen Kinosaal, ein Schlafzimmer oder in eine rollende Kommandozentrale mit Gegensprechanlage und Internetanschluss verwandeln.

"May... what IS the name?"

In Midtown Manhattan, wo uns das Empire State Building freundlich grüßt und die Leuchtreklame immer neue Muster in den Nachthimmel zaubert, komponieren das transparente Glasdach und die ellenlangen Seitenfenster ein Stadt-Panorama der besonderen Art. Drüben in Brooklyn, wo die Grenze zwischen Big Apple und Gangsta Town immer fließender wird, verwandeln dagegen blickdichte Vorhänge und der elektrisch angetriebene Schiebehimmel den Maybach in eine anonyme Festung auf Rädern.

Immer wieder faszinierend ist der Kontrast zwischen lauter, hektischer Großstadt und leiser, heiler Welt diesseits der getönten Isolierverglasung. Während draußen die Luft in der Mittagshitze flirrt, duftet es drinnen nach Nubuk und Nappa, bestimmen Chrom und edle Hölzer das Ambiente, nehmen Zigarrenbox und Bordbar jedem Stau den Schrecken. Doch nicht nur im engen, hektischen und stickigen New York empfiehlt sich der Maybach als entrückte Insel der Seligkeit, als ruhender Pol im Auge des Hurrikans: Dieses Auto überzeugt sogar aus europäischer Sicht durch innere Werte, die in der Luxusklasse neue Maßstäbe setzen.

Wer über Yacht und Privatjet verfügt, der wird wohl auch zu Lande umdenken und sich an eine neue Marke gewöhnen müssen, deren Name den Amerikanern unerwartet schwer von der Zunge geht: "May... what? Warum heißt der Wagen denn nicht Mercedes?" Gute Frage.

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