Maybach Xenatec Coupé: Fahrbericht — 06.12.2010
Drei Tonnen Luxus fürs Morgenland
Karosseriebauer Xenatec verwandelt den protzigen Maybach in ein opulentes Luxuscoupé. 200 Stück pro Jahr wollen die Schwaben bauen. So fährt sich das 675.000-Euro-Coupé!
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Wenn die Rechnung aufgeht, steht die Karosserie-Manufaktur Weinsberg – die zu Xenatec gehört – vor einer vielversprechenden Zukunft. Denn die Gewinnmarge zwischen dem Discount-Preis ab Maybach-Werk und dem Netto-Coupé-Tarif von über 675.000 Euro kann sich vermutlich sehen lassen – trotz der Umbauten an Dach, Seitenteilen und Türen. Innen fallen die neuen Sitze mit integrierter Gurtführung auf. Die Stoßfänger hat Fredrik Burchhardt stilvoll umgestaltet, der Mann hat ja auch Erfahrung: Schon das von Fulda gesponserte Maybach-Exelero-Einzelstück stammte von ihm.
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Im Cockpit dominieren dunkles Handschuhleder, hochflorige Teppiche und schwarzer Klavierlack. Wo Maybach Top-Vorarbeit geleistet hat, knüpfen die Weinsberger Kleinserienbauer nahtlos an. Bei manchen Details – Embleme, Einstiegsleisten, Schriftzüge – hätten sie sich allerdings noch mehr Mühe geben können. Liebhaberautos gehören zu den besonders rasch verderblichen Luxusgütern: Was heute in ist, kann schon morgen total out sein. Deshalb muss Xenatec die Fertigung möglichst schnell hochfahren und die bestellten 60 Autos fristgerecht nach Saudi-Arabien liefern. Zu diesem Zweck soll der Takt von fünf auf zehn Fahrzeuge pro Monat verdoppelt werden. Im Idealfall lassen sich auf diese Weise bis Mitte 2012 knapp 200 Coupés losschlagen, die übrigens nicht mehr Maybach heißen dürfen. Damit das Werk in Weinsberg keinen Durchhänger fürchten muss, kümmert sich das Management bereits um ein geeignetes Nachfolgeprojekt.
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Bis es so weit ist, will man dem Morgenland möglichst viele XXXL-Coupés bescheren – am besten mit teuren Extras wie 21-Zoll-Rädern, Glasdach, Zweifarben-Lackierung, spezieller Leder- und Holzausstattung oder gar leistungsgesteigertem Motor. Für einen publikumswirksamen Burn-out reichen die serienmäßigen 630 PS, zumal sich das ESP komplett abschalten lässt. Mit dem Messer zwischen den Zähnen haben wir im dunklen Mantel-und-Degen-Viersitzer schon mal einen neuen Parkhaus-Temporekord aufgestellt: von der Einfahrtschranke bis aufs Oberdeck in 56 Sekunden, und das ganz ohne Kollateralschäden an Mensch, Maschine und Monumentalbauwerk.
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Kommentare zum Artikel (14)
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und was ist draus geworden. Xenatec ist insolvent, Maybach wird es 2012 nicht mehr geben. Sooooo ein Pech aber auch. HAhahahaha
Weiss nicht warum ich den Mercedes CL eher nehmen würde...
Gratulation.
Noch geschmackloser als der Maybach und technisch auf dem Stand von vor 10 Jahren.
Für die Araber, Chinesen und Russen die Kohle aber keinen Geschmack das richtige Gefährt
Ein Maybach ist und bleibt ein Auto für stillose Menschen mit viel Geld. Das Auto ist einfach nur langweilig und austauschbar!
mein traumauto heftigstes coupe der welt geil