Mazda CX-5 Facelift (2015): Fahrbericht

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Mazda CX-5 Facelift (2015): Fahrbericht

— 27.02.2015

Klotzen statt kleckern

Frische Schminke, mehr Ausstattung und Feinschliff im Innenraum sind beim Mazda CX-5 nicht genug. Zum Facelift gibt es auch einen neuen Motor. So fährt er sich mit dem neuen, 192 PS starken Benziner.

Er ist Mazdas höchster Trumpf: Mit keinem anderen Auto machen die Japaner in Deutschland so viele Stiche wie mit dem CX-5. Damit der beim Reizen in der weiter anschwellenden SUV-Welle auch in Zukunft nicht ins Schwimmen kommt und auch vom kleinen Bruder CX-3 nicht weggespült wird, gibt es jetzt zur Hälfte der Laufzeit ein Facelift.
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Video: Mazda CX-5 Facelift (2015)

Erster Fahrbericht

Das bringt dem Tiguan-Konkurrenten aus Fernost vor allem einen neuen Motor. Als zweiter Benziner krönt künftig ein 2,5-Liter mit 192 PS das Angebot und schwingt sich nominell auf zum Top-Modell. Bislang gab es nur einen Benziner mit 160 PS im Allrad oder 165 PS im Fronttriebler sowie zwei Diesel mit 150 oder 175 PS. Der neue Motor hat tatsächlich ein bisschen mehr Bums. Immerhin geht er mit 256 Newtonmetern zu Werke, wuchtet den Wagen in glatten acht Sekunden von 0 auf 100 km/h und schafft mit viel Anlauf und langem Atem 194 km/h. Doch erste Wahl ist das Triebwerk, das grundsätzlich mit einer sechsstufigen Automatik und natürlich mit Allradantrieb gekoppelt wird, deshalb noch lange nicht. Er läuft zwar angenehm ruhig und ist neuerdings noch besser gedämmt. Doch zum richtigen Top-Benziner fehlt ihm die Souveränität eines V6-Motors und der Biss eines Turbos.

Mazda CX-5 Facelift: LA 2014

Und für den Wettbewerb mit den Dieseln mangelt es ihm am nötigen Dampf - selbst wenn man die Automatik auf Sport stellt, sich der Triebstrang plötzlich spürbar mehr Mühe gibt und das Gaspedal etwas gieriger reagiert. Wenn im Fahrzeugschein 175 PS stünden – man würde auch das glauben. Obendrein ist der Motor jetzt auch kein Verbrauchswunder: Schon im Normzyklus gibt Mazda das Paket mit 7,2 Litern an. Aber einstellige Werte schafft man auf dem Bordcomputer nur mit Mühe.

Bei der Ausstattung haben die Japaner geklotzt

Das neue Infotainmentsystem geht online und lässt sich durch einen neuen Controller bedienen.

Während der neue Motor deshalb allenfalls ein kleiner Zugewinn ist, haben die Japaner bei der Ausstattung zur Modellpflege so richtig geklotzt: Weithin sichtbar ist das an den LED-Scheinwerfern mit automatischer Aussparung des Gegenverkehrs, die ab der Exclusive-Line Serie sind. Dazu gibt es jede Menge neuer oder verbesserter Assistenzsysteme vom Abstandstempomaten über die Spurführung mit Lenkeingriff bis hin zum Querverkehrs-Warner für den Parkpiepser und Komfort-Extras wie die elektrische Handbremse.

Besonders stolz sind die Entwickler obendrein auf ihr neues Infotainment-System MZD Connect, das man nicht zuletzt aus dem Zweier kennt: Die Navigation arbeitet mit Verkehrsdaten in Echtzeit, es holt Twitter & Co ins Auto und es gibt eine Reihe eigener Mazda-Apps. Gesteuert wird all das wahlweise über den Touchscreen oder den Drehregler auf dem Mitteltunnel, der an Audi und BMW erinnert.

100.000 Kilometer mit dem Mazda CX-5

Mazda CX-5 Mazda CX-5 Mazda CX-5, Kofferraum
Wenig getan hat sich dagegen beim Design. Die Designer dagegen haben sich einen vergleichsweise lauen Lenz gemacht. Außen ein paar neue Lichtsignaturen für Front und Heck und den Kühlergrill ein bisschen plastischer modelliert und innen die Mittelkonsole so umgebaut, dass der neue Bildschirm hinein passt, dazu noch den Handbremshebel hinausgeworfen, ein paar frische Farben ausgesucht und die Verkleidungen aufgehübscht – fertig ist das Facelift. Mehr ist halt nicht zu machen, wenn das Kodo-Styling noch immer frisch wirkt und es beim Packaging im Innenraum kein Grund zum Klagen gibt.

Das Basismodell startet bei 24.190 Euro

Natürlich steigt mit dem stärkeren Motor auch der Preis. Während das Basismodell nur 200 Euro teurer wird und künftig bei 24.190 Euro startet, zahlt man für den Top-Benziner mindestens 36.790 Euro. Das sind 3000 Euro mehr als für 165 PS-Version, wobei die Automatik für 1800 Euro da schon mit drin ist. Doch weil der CX-5 mit der Modellpflege unter dem Strich um bis zu 1300 Euro billiger wird, kann man sich ein bisschen mehr Leistung als persönlichen Luxus locker leisten. Oder gleich den großen Diesel kaufen – auf die 900 Euro mehr kommt es dann auch nicht mehr an.

Autor: Thomas Geiger

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