Mazda-Prototyp: Fahrbericht

Mazda CX-5-Prototyp Mazda CX-5-Prototyp

Mazda CX-5-Prototyp: Fahrbericht

— 07.06.2011

Nippon-Spaßbüchse

Mit dem CX-5 will Mazda ab 2012 bei den kompakten SUVs angreifen. Dabei helfen soll SKYACTIV, die Spritspartechnik der Japaner. autobild.de-Redakteur Lars Hänsch nahm einen Prototypen unter die Lupe.

Die Reifen kreischen. Der Wagen schiebt über die Vorderräder zum Kurvenäußeren, dann kommt das Heck. Runterschalten, gegenlenken, Gas. Weiter geht es auf die nächste Kurve zu. Die ist weniger spitz. Hier kann der Mazda seine erhöhte Spurstabilität ausspielen und sticht zielgenau ums Eck. Die Karosse neigt sich dabei zwar, bleibt aber erstaunlich stabil. Die Lenkung arbeitet präzise, der Schalthebel tanzt wie von selbst von Gang zu Gang. Und der Diesel? Der schiebt mit seinen 175 PS nicht nur an, er dreht. Die nächste Kurve kommt sofort. Runter mit der Geschwindigkeit! Aha, gemütlich Unebenheiten wegbügeln kann der Japaner auch.

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Er sieht aus wie ein Mazda6, ist aber keiner. Unter dem Blech steckt die Technik des kommenden CX-5.

Über diesen Mazda muss man erstmal nachdenken. Er sieht aus wie ein aktueller Mazda6, ist aber keiner. Das Auto hat die Karosse einer 6er-Limousine, baut aber auf dem Chassis des kommenden Mazda CX-5 auf. Es fährt sich echt sportlich, ist aber technisch gesehen ein SUV. Der Motor ist ein Diesel, er dreht aber wie ein Benziner. Zumindest der eine. Die zweite Maschine ist ein Benziner, die so wenig wie ein Diesel verbraucht. Verwirrung perfekt? Ok, der Reihe nach. Dieser Prototyp steht für Mazdas zukünftige Modelle mit SKYACTIV-Technik. SKYACTIV steht für mehr Leistung bei gleichzeitig weniger Verbrauch und weniger CO2-Auststoß. Das ist weder originell noch neu. Im Gegenteil, das versprechen derzeit alle Hersteller. Interessant ist der Weg, den Mazda wählt, um Sprit zu sparen und die Umwelt zu schonen. Kein Downsizing, keine Getriebe mit weit abgespreizten "Spargängen". Und keine Hybrid-Technik, vorerst zumindest.

Die neue Mazda-Technik: autobild.de erklärt SKYACTIV

Die neuen SKYACTIV-Motoren sollen effizienter und sauberer verbrennen. Das Fahrgefühl des Prototypen ist sportlich.

Mazda hat sich erstmal die bekannten Verbrennungsmotoren vorgenommen und sie überarbeitet. Diesel wie Benziner nutzen nämlich nur einen Bruchteil der Energie, die tatsächlich im Kraftstoff steckt. Der SKYACTIV-Diesel hat deshalb ein deutlich niedrigeres Verdichtungsverhältnis (14:1) als andere Selbstzünder. Das führe dazu, dass der Diesel-Kraftstoff besser kontrollierbar und damit effizienter verbrennt, sagt Mazda. Und sauberer noch dazu. 20 Prozent weniger Verbrauch und CO2-Emission als beim aktuellen Mazda-Diesel 2.2 l MZR-CD kommen bei einer so optimierten Verbrennung heraus. Der Motor verfügt über mehr Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Und er erfüllt die Euro 6-Norm ohne aufwendige Abgasnachbehandlung.

Die Stars der IAA 2011

Mit dem Benziner sind die Japaner andersherum verfahren. Sein Verdichtungsverhältnis beträgt jetzt ebenfalls 14:1, was allerdings nicht niedriger sondern höher ist als normal. Er verbrennt dadurch ebenfalls effizienter. 15 Prozent weniger Durst und 15 Prozent weniger Schadstoffe stehen bei ihm auf dem Zettel, dafür aber 15 Prozent mehr Leistung. In der Endabrechnung sind das 165 PS und 210 Nm Drehmoment beim im September auf der IAA 2011 debütierenden CX-5. Und 130 Gramm CO2, die das SUV maximal pro Kilometer ausstoßen soll. Zurück auf die Strecke: Da turnt der Prototyp inzwischen behände durch die zweite Schikane. Der verbesserten Steifigkeit in der Karosserie und einer neuen Radaufhängung sei Dank. Die verkürzten Schaltwege des manuellen Getriebes lassen echten Fahrspaß aufkommen. Und die Frage, wie sich wohl erst der MX-5 mit SKYACTIV-Technologie fährt, denn der dürfte sie in Zukunft auch bekommen.

Hintergrund: So testet AUTO BILD

Lars Hänsch-Petersen

Fazit

Mazda geht, ähnlich wie damals beim Wankelmotor, auch beim Spritsparen einen eigenen Weg. Ob die Fahrzeuge mit SKYACTIV-Technik tatsächlich so sparsam sind wie versprochen, das bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Wenn Sparen so viel Spaß macht, dann spare ich mit!

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