Mazda CX-5 Prototyp: Fahrbericht

Mazda CX-5 Prototyp: Fahrbericht

— 31.08.2011

Angriff auf den Tiguan

Mit dem CX-5 bringt Mazda ein Kompakt-SUV, das dem Klassenprimus VW Tiguan auf Augenhöhe begegnen will. Wie gefährlich der Japaner dem Volkswagen wird, zeigt der erste Fahrbericht.

Im April 2012 startet der Verkauf des CX-5. Damit sind die Japaner erstmals seit der Einstellung des Tribute (2006) wieder im Marktsegment der Kompakt-SUVs vertreten. Zwischenzeitlich kraxelte der VW Tiguan in Windeseile auf die Spitze der Verkaufs-Hitlisten – klar also, dass die Mazda-Entwickler beim Neuanfang den Wolfsburger Bestseller vor Augen hatten. "Wir starteten die Entwicklung des CX-5 auf einem weißen Blatt Papier", sagt Entwicklungschef Hirotaka Kanazawa. "Natürlich haben wir uns alle Wettbewerber angesehen, doch der Tiguan war der Maßstab." Wie nahe Mazda dem Maßstab ans Blech fährt, sollten erste Fahrten in einem noch getarnten Prototyp zeigen.

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Beim Heck macht Mazda keine Experimente, es wirkt glatt und gefällig trotz Tarnung.

Unter dem Marketing-Schlagwort "Skyactiv" präsentieren die Japaner mit dem CX-5 eine ganz neue Motorentechnologie. Antrieb, Getriebe, Fahrwerk und Karosserie wurden auf bestmögliche Effizienz getrimmt, was erfreulicherweise auch Leichtbau bedeutet: Der CX-5 Skyactiv-G mit einem 165 PS starken Zweiliter-Benziner soll rund 100 Kilogramm weniger wiegen als ein vergleichbarer Frontantriebs- Tiguan. Der Direkteinspritzer des Mazda läuft bis in mittlere Drehzahlen sehr kultiviert und verblüfft in den ersten Gängen des sahnig schaltbaren Getriebes mit ungewöhnlicher Kraft aus dem Drehzahlkeller – obwohl Mazda auf die Hilfe eines Turboladers verzichtet. Verblüffend gering der versprochene Verbrauch: Im Durchschnitt soll der Fronttriebler 6,0 Liter Super pro 100 Kilometer verbrauchen – 0,7 Liter weniger als der Tiguan TSI mit 160 PS.

Unter die Lupe genommen: CX-5 Prototyp

Sportlich angehauchtes Cockpit mit neuem Navigationsgerät von TomTom.

Während der Benziner also auf einen Turbo verzichten muss, bekam der in zwei Leistungsstufen (150 PS und 175 PS) lieferbare Diesel gleich zwei davon. Der Aufwand lohnt: Beide Versionen legen bei Bedarf quasi ab Standgas mit fast schon brutaler Kraft los, drehen locker bis weit über 5000 Umdrehungen und klingen erst ab etwa 4000 Touren Diesel-knurrig. Für die 175-PS-Allradantriebs-Version nennt Mazda vorläufig 211 km/h Spitze bei 4,8 Liter Normverbrauch. VW gibt für den Tiguan 2.0 TDI 4Motion mit 170 PS 201 km/h und 6,0 Liter Diesel/100 km an. Diesel und Benziner sind mit einem Start-Stopp-System ausgerüstet (i-Stop), das nicht nur in dieser Klasse Maßstäbe setzen dürfte. Sanft schläft der Motor an der Ampel ein, leise und blitzschnell ist er beim Anfahren wieder wach. Noch mehr Fahreindrücke und Details zur neuen Motorentechnologie von Mazda gibt es ab 2. September in AUTO BILD 35/2011!

Autor: Michael Harnischfeger

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