Mazda, Maserati, Mercedes-Benz

Supersportwagen von A bis Z (Teil 4) Supersportwagen von A bis Z (Teil 4)

Mazda, Maserati, Mercedes-Benz

— 12.03.2003

Supersportwagen von A bis Z (Teil 4)

Diese Fahrzeuge bringen jeden Autofan zum Träumen. Exoten und Supersportwagen für den etwas größeren Geldbeutel.

Mazda RX-8: Platz da!

Limousinen, so schnell wie Sportwagen, begegnen uns beinahe jeden Tag.Aber Sportwagen, die Platz bieten wie Limousinen? Mutig wagt sich Mazda in diese Nische. Mit dem sportlichen Coupé RX-8. Von außen eher unspektakulär, offenbart der flachschnäuzige Japaner bei näherem Hingucken zwei einzigartige Details: das Türkonzept und den Motor. Die Fondplätze müssen nicht mit umständlichen Verrenkungen um die B-Säule erklommen werden. Diese fehlt nämlich.

Stattdessen gleitet man durch zwei hinten angeschlagene Stummeltüren bequem auf die Rücksitze. Beim Thema Antrieb zeigt sich Mazda Wankel-mutig. Denn der RX-8 wird von einem 231 PS starken Aggregat mit Rotationskolben (Wankel-Motor) bewegt. Das beschert dem Japaner sehr sportliche Fahrleistungen. Von null auf hundert vergehen gerade mal 6,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h.

Maserati Coupé GT: Italienischer Verführer

Sicherlich: Den charakteristischen bogenförmigen Heckleuchten des 3200 GT trauern wir seit dem Facelift schon ein wenig nach. Denn die einfallslosen rechteckigen Leuchten des aktuellen Coupé haben deutlich weniger Pfiff. Einen echten Gewinn gegenüber dem alten Bi-Turbo-Motor stellt dagegen das von Ferrari entwickelte V8-Aggregat dar. Der 4,2 Liter große Saugmotor bringt es auf eine Leistung von 390 PS und sorgt mit seinem aggressiven Röhren für Gänsehaut-Feeling.

Dass der V8 nicht lange fackelt, wenn das Gaspedal in Richtung Bodenblech wandert, versteht sich von selbst. Richtig Spaß macht der Maserati auch in Verbindung mit dem sequenziellen Getriebe, Cambiocorsa genannt. Mit einem Druck am Lenkradpaddel lassen sich die sechs Gänge durchklicken. Bei der Verarbeitung darf man nicht so genau hinsehen. Manche Materialien und Schalter wirken unangemessen.

Mercedes CLK 55 AMG: Super-Sauger

Ein Meister des Understatements ist der CLK 55 von AMG. Er zielt auf eine besondere Klientel. Auf Enthusiasten mit dem nötigen Kleingeld, die mal eben 77.256 Euro für ein Fahrzeug hinblättern können. Dafür kann man in einem Coupé dahingleiten. Die sportlichen Gene sind zwar äußerlich zu erkennen, aber nicht offensichtlich. So, wie es die Käufer von ihrem Benz erwarten. Vom Fahrverhalten her lässt der CLK 55 AMG keine Wünsche offen. Sein Handling ist kinderleicht.

Klasse: In zügig gefahrenen Kurven ab einer bestimmten Querbeschleunigung bleibt die Fünfgangautomatik im gewählten Gang. Das garantiert puren Fahrspaß ohne gefährliche Lastwechsel. Das Fahrwerk bietet bei aller Straffheit genügend Komfort. Die Beschleunigung von null auf 100 ist nach gut fünf Sekunden erledigt. Die Kraft des V8-Saugmotors ist sehr beeindruckend. Üppige 367 PS stehen dem Fahrer zur Verfügung.

Mercedes CL 55 AMG: Oberklasse für sich

Wenn man Autobauen zur Kunstform erhebt, dann ist AMG mit dem CL 55 ein wahres Meisterwerk gelungen, ästhetisch wie technisch. Das großräumige Coupé ermöglicht exzellente Fahrleistungen: der wuchtige V8-Zylinder-Block hat einen Hubraum von 5439 Kubikzentimeter. Damit entfaltet das Aggregat aus Affalterbach üppige 500 PS, das Drehmomentmaximum liegt bei 700 Newtonmeter. Für den Spurt von null auf 100 benötigt der CL 55 lediglich 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 Stundenkilometer begrenzt.

Neben der Beschleunigung beeindruckt vor allem der extreme Drehmomentverlauf: Bereits von 2750 bis 4000 Touren steht der maximale Schub zur Verfügung. Innen verbreiten die reichhaltig verarbeiteten Edelhölzer und die in drei Farben erhältliche Nappaleder-Ausstattung luxuriöses Flair. Die AMG-Sportsitze vorn gewähren stets optimalen Seitenhalt.

Mercedes SLK 32 AMG: Frischluft-Fahrspaß

Zwei V6-Kompressor-Schriftzüge zieren seine Seiten, auf dem bulligen Heck genügen SLK 32 links und AMG rechts. Dezent. Doch auch so macht der kleine Mercedes-Roadster Eindruck. Erste Handlung: Die Suche nach der Dachentriegelung. Der Blick fällt auf den "zweiten Warnblinkschalter" zwischen den sportlichen Sitzen. Zündung an, Ziehen des Knopfs. Ruht der Automatik-Wählhebel in Parkposition, faltet sich das Blechdach akkurat im Kofferraum zusammen.

Läuft der Motor schon? Die Frage lässt sich bejahen. Leider. Denn Sound ist nicht die Stärke des Stuttgarters. Obwohl man das Temperament des muskelbepackten Roadsters ruhig etwas lauter hören dürfte. Schließlich ist ja genug Leistung da. 354 faustdicke PS hat der SLK 32 hinter den Kolben. Damit sprintet er in nur 5,5 Sekunden über die 100-km/h-Marke. Beschleunigung weitab der üblichen Normen. Bis zu 450 Newtonmeter drücken ins Kreuz.

Mercedes SL 55 AMG: Böser Grizzlybär

Normalerweise gehört Gewichtsrreduktion zu den ersten Prinzipien jeder Fitnesskur. Beim SL 55 verfolgt Mercedes-Trainer AMG das umgekehrte Konzept. Der Edel-Roadster ist zwar ein reiner Zweisitzer, wiegt aber "fette" 1955 Kilogramm. Nicht mal die große S-Klasse-Limousine bringt so viel auf die Waage. Grund: jede Menge Technologie an Bord. ABC, BAS, ESP und SBC. Dazu Massage-Sitze und das elektrisch falt- und versenkbare Blechdach.

Außerdem hat der AMG-SL eine Stahl-Hinterachse – Aluminium würde dem Maximaldrehmoment von 700 Newtonmeter nicht standhalten. Um dieses Monster zu bewegen, wurde dem Roadster ein 5,5-Liter-V8-Zylinder eingepflanzt. Das Hochleistungsaggregat entfaltet 500 PS. Damit sprintet der Muskelprotz in nur 4,7 Sekunden auf 100 Stundenkilometer. So kolossal wie der Motor arbeitet klingt er auch. Ein böser Grizzlybär auf Extasy hört sich dagegen harmlos an.

Mercedes SLR: Mit aller Gewalt

Der Mercedes SLR wird zusammen mit Formel-1-Partner McLaren im englischen Woking hergestellt. McLaren Ltd. sammelte bereits Erfahrungen mit dem Bau von Supersportwagen unter Leitung von Chefkonstrukteur Gordon Murray. Im Jahre 1993 wurde der "F1" präsentiert, der noch mit einem 627 PS starken Zwölfzylinder von BMW motorisiert war. Im SLR kommt nun aufgrund der Motorsport-Liaison mit Mercedes ein kompressorgeladener V8 zum Einsatz, der 557 PS Leistung abgibt.

Mit dem Drehmoment von über 700 Newtonmeter wird eine Höchstgeschwindigkeit jenseits von 320 km/h erreicht. Der SLR verbindet traditionelle wie zukunftsweisende Elemente in einem Fahrzeug. Die seitlichen Entlüftungen sind eine Reminiszenz an den legendären 300 SL. Bei der Frontansicht mit ihrem geteilten Spoiler hingegen will man Assoziationen zu den aktuellen Formel-1-Fahrzeugen hervorrufen.

Zum Teil 5 geht es hier lang!

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.