Mazda Partneraktion: Japan erfahren

— 15.02.2012

Nicht Fast, trotzdem Furious

Bunte Paradiesvögel und heiße Kisten – so hatte Leser Marc Schwarz die Tuning-Jünger Japans erwartet. In Tokio traf er auf eine Szene, die überraschend spießig daherkommt.

Hideyuki Tsuda (29) passt ins Raster. Rote Haare, Frisur wie ein geplatztes Sofakissen, coole Klamotten, aufgemotzte Karre. Ein Paradiesvogel, ein Gokuracho, wie sie hier sagen. Spätestens seit dem Blockbuster "The Fast and the Furios – Tokio Drift" stellen wir uns Japans Tuningszene und ihre wilden Drifter genau so vor. Laut und gesetzlos, voll auf Speed bei illegalen Nachtrennen zwischen grell erleuchteten Wolkenkratzern. Nur ein Zerrbild der Realität. Zusammen mit unserem Leser Marc Schwarz besuchen wir den Szene-bekannten Mazda-Tuner Makoto Kamazuka. Seine kleine Firma "Knight Sports" liegt im Hafengebiet Tokios. Für seine Kunden ist Kamazuka Gott.

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Video: Japan erfahren Teil 2

Die Tuningszene von Tokio

Er war der erste japanische Rennfahrer bei den 24 Stunden von Daytona und gilt heute als einer der renommiertesten Wankel-Tuner weltweit. Es regnet, und es ist bitterkalt. Trotzdem rollen an diesem Samstagmorgen Makotos Jünger extra für uns auf den Hof. Einer nach dem anderen. Die meisten am Steuer von dezent aufgebrezelten Mazda RX-8, wenigen RX-7, die zu weitaus höheren Kursen gehandelt werden. Am Steuer brave Burschen, fast schon spießig normal. Ein bisschen auffallen wollen sie alle, aber Ärger will keiner. Auch der nette Hideyuki nicht, alles Fassade. Wir treffen auf eine gesittete Horde von Wochenend-Revoluzzern. Sind die wilden Zeiten wirklich vorbei? Marc mag es nicht glauben und bohrt tiefer. Fragt nach illegalen Rennen über den Stadtring C1, die wir aus dem Kino kennen und die viele Autofans in aller Welt auf der Playstation nachfahren. "Da ist viel Hollywood dabei", sagt Kamazuka, "überall stehen doch Kameras."

Fast and Furious: Die Tuningboliden von West Coast Customs

Später erfahren wir hinter vorgehaltener Hand, so, als dürfte es nicht jeder wissen, dass es schon ein paar Otakus gibt, Freaks, die wie Geistesgestörte über die Stelzenstrecke im Zentrum Tokios ballern. Der Rekord für die 14,1 Kilometer um den C1-Kurs soll bei 2:50 Minuten liegen. Das wäre ein unfassbarer Schnitt von knapp 300 km/h. Freilich weiß keiner so genau, wer am Steuer saß, oder um welche bodengestützte Tuningrakete es sich handelte – und ob es überhaupt stimmt. Egal. Es geht um die Legende. Die Söhne des Tokio Drifts sind stolz auf solche Storys. Denn wenn sie wollten, könnten sie ja.

Autor: Tomas Hirschberger

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