Mazda Route 3: Von Tscheljabinsk nach Tjumen

Mazda Route 3: Etappe 18

— 27.08.2013

Von Tscheljabinsk nach Tjumen

Wütende Autofahrer und freundliche Farmer: Russland zeigt sich auf der 500 Kilometer langen Etappe von seiner ruppigen und herzlichen Seite.

Bei der Ausfahrt aus Tscheljabinsk wurde Natascha gleich übel von einem etwas gereizt wirkenden Geländewagenfahrer beschimpft. Obwohl es einer der anderen Mazda war, der eine Spur weiter links unwissentlich die Linksabbiegerspur blockierte, auf die es der russische Zeitgenosse offensichtlich abgesehen hatte. So was macht man doch nicht mit einer Dame! Nach rund zweieinhalb Fahrstunden, die heute von ungewohnt vielen Zwischenstopps geprägt waren, vertrieb sich das Team die Zeit auf einem urigen Wochenmarkt. Dort lässt sich von Obst und Gemüse über noch zappelnden Fisch bis hin zu wohl nicht ganz legal gefertigten Adidas-Sneakern so gut wie alles erstehen, was das Schnäppchenjägerherz begehrt.

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Als Tageshighlight stellte sich jedoch ein spontaner Abstecher in ein kleines Dorf rund 60 Kilometer vor Tjumen heraus. Dort lud uns eine Farmerfamilie spontan in ihr Haus ein und zeigte, wie man heute und vor fast 100 Jahren im russischen Hinterland lebt, beziehungsweise lebte. In dem 93 Jahre alten, leicht windschiefen Holzhaus, das an österreichische Blockhütten erinnert, lebt eine ebenso alte, aber rüstige Dame, die mit ihren 8000 Rubel monatliche Pension (rund 200 Euro) und der Mithilfe ihrer aus vier Generationen bestehenden Familie ein einfaches, aber zufriedenes Leben lebt. Mittlerweile sogar mit internetfähigem PC und HD-Fernsehen, aber immer noch mit Plumpsklo im Hof. Es wollen eben Prioritäten gesetzt werden. Ein genereller Dank an dieser Stelle an die russische Gastfreundschaft.

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Angekommen in der sibirischen 600.000-Einwohner-Stadt Tjumen überraschten einige Freunde vom russischen Mazda3-Club den Konvoi. Sie waren bereits am Vorabend aus Tscheljabinsk vorgefahren, um in Tjumen den gestern ausgefallenen Autocorso nachzuholen und uns standesgemäß zum Hotel zu eskortieren. Ein wahrlich krönender Abschluss von vier anstrengenden, aber gleichzeitig unheimlich vielschichtigen und ereignisreichen Tagen. Ab morgen übernimmt dann AUTO BILD-Team sechs und führt Natascha nach Moskau. Schastlivogo puti (Gute Reise/Gute Fahrt)! Oben in der Bildergalerie zeigen wir Ihnen weitere Eindrücke von der achtzehnten Etappe.






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