Mazda Route 3

Mazda Route 3: Etappe 5

— 08.08.2013

Von Skovorodino nach Chita

Durchhalten! Die mit 910 Kilometern längste aller Tagesetappe verlangt Sitzfleisch und gute Nerven: Selbstmörder-Hunde und neugierige Pferde sorgen für einen Schuss Extra-Adrenalin.

Kurz ist die Nacht, tief die Augenringe. Kein Wunder, saßen alle Teilnehmer doch vor ein paar Stunden noch beim Abendbrot zusammen. Grund für den frühen Start: Eine Monster-Etappe von Skovorodino nach Chita. 12 Stunden soll's dauern, wenn's gut läuft. Aber wann läuft es in dieser Ecke Russlans schon einmal gut? Die ersten Kilometer geht es über Schotter, schlecht für den Schnitt. Auf den ersten Kilometern Asphalt traben plötzlich zehn Pferde vors Auto, also runter mit dem Tempo. Gleich danach: Fünf Selbstmörder-Hunde stürzen sich auf die Straße. Abgebremst, nichts passiert. Kurze Pause. Raus aus den Autos, rein in die Büsche. Kippen an, kräftig inhaliert. Raucher und schwache Blasen schmelzen das Zeitkonto in voraussagbarer Regelmäßigkeit.

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Lunch-Time! Okay, Essen muss sein. Und: Benzin fassen. Doch die Bretter-Buden-Tanke hat gerade Nachschub bekommen, durch den frischen Sprit in den Vorratsfässern ist der Bodensatz aufgewirbelt, zu viel Dreck im Kraftstoff. Weiter zur nächsten, abgelegenen Zapfsäule. Natürlich ein Umweg. Immerhin stimmt hier die Qualität des Kraftstoffs. Die Uhr tickt. Dann der nächste Stopp: Die Transsibirische Eisenbahn hat Vorfahrt. Gleich zwei ewig lange Güterzüge rattern vor der Mazda-Karawane über die Schienen. Der erste von West nach Ost, der andere von Ost nach West. Schönes Bild, wenn man denn die Zeit hat es zu genießen. Und dann das Asphaltwellen-Problem: Das Auf und Nieder kostet nicht nur Zeit, sondern lässt auch einen Teil der AUTO BILD-Mannschaft an Bord seekrank in den Gurten hängen. Nützt nichts, weiter geht die wilde Hatz.

Übersicht: Mazda Route 3

Das Durchhalten wird belohnt, nach rund 500 Kilometern verändert sich nicht nur die Landschaft, wie von Zauberhand liegt plötzlich ein glattgezogenes Asphaltband vor den Reifen. Der Magen und die Stoßdämpfer sagen Danke. Das Tempo steigt. Nach gut 13 Stunden kommt der Tross in Chita an! Die Verspätung ist okay, das AUTO BILD-Team hat am Ende sogar 53 Kilometer mehr auf dem Zähler als geplant. Offensichtlich zu viele Umwege und die Kurven zu weit ausgefahren, egal. Das Durchschnittstempo lag bei 74 km/h, inklusive der vielen Unterbrechungen. Weitere Eindrücke der fünften Etappe sehen Sie in unserer Bildergalerie.



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