Mazda und Alfa bauen einen gemeinsamen Roadster
— 04.06.2012Hochzeit unter freiem Himmel
Alfa Romeo und Mazda kooperieren beim Bau eines neuen Roadsters auf Basis des künftigen MX-5. AUTO BILD-Redakteur Joachim Staat singt schon jetzt ein Jubellied der Freude.
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So viel Liebe machte trotzdem nicht blind für die Altersfalten des Alfa: Die Hinterachse führte nicht nur auf Nässe ihr Eigenleben, jedes Schalten mit dem langen Krückstock verlangte eine Gedenksekunde. Und irgendwie hatte ich erwartet, dass 131 italienische Pferde sich feuriger aufführen als dieser bemühte Galopp, der über 4500 Touren ins Lustlose versandete. Naja, mein Fastback war 14, ich wollte ihn nicht scheuchen, er musste auch zum TÜV. Beim Schweißen fing er Feuer und verbrannte. Ich habe geheult. Als Trost kreuzte einen Monat später ein MX-5 meinen Weg. Rot, leichter, kürzer, moderner, konkurrenzlose 35.500 Mark günstig. Und, was mich im Sturm eroberte: Der Mazda war weit mehr Sportwagen als der Alfa: auf dem Papier 16 PS schwächer, aber trotzdem schneller. Ich musste nur "Kurve" denken, und der Roadster nahm sie. Sein 1,6er zeigte ganz oben, jenseits der 5000, ein Drehzahl-Penthouse, eine Partyzone, in der's richtig abging. Dieses Auto konnte so gut wie alles besser: Bremsen, Lenken und erst das Schalten. Ein Klacks! Der Mazda brachte mir die Essenz des Autofahrens bei: das lustvolle Flippern der Neuronen zwischen Hand, Herz, Hirn und Hintern.
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Und so eroberte der MX-5 überall auf der Welt die Menschen, die wieder entdeckten, wie herrlich einfach und bezahlbar Offenfahren sein kann. Er wurde der meistgebaute Roadster der Autogeschichte. Über mittlerweile drei Modellgenerationen bewiesen die Mazdanesen geradezu asketische Selbstdisziplin und versagten ihrem Roadster jedes überflüssige Pfündchen. Die vierte Generation, für 2014 angekündigt, soll sogar wieder abspecken, nachdem der Zweisitzer in die Breite ging und zuletzt doch an der 1200-Kilo-Marke gekratzt hat. Pfui, sie werden sich selbst gepeitscht haben in Hiroshima.
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Von 1200 Kilo haben sie bei Alfa zuletzt geträumt! Über 1,6 Tonnen wog der letzte Spider, ein Cabriokreuzer, der zwar den klangvollen Spider trug, aber nur noch ein Abklatsch des alten war. Leichtigkeit? Sportgeist? Faszination? Alles vorbei. Tempi passati, wie der Italiener sagt, wenn er seufzend an Verflossene denkt. Der Spider-Träger sank 2010, ohne dass jemand eine Träne vergossen hätte. Nur die Strahlkraft, die Zugwirkung seines Namens für Alfa Romeo blieb unvergessen. Und jetzt das. Ein neuer Spider: Gut! Mit Hinterradantrieb: besser! Mit MX-5-Technik: jabbadabbadu! Köpft die Prosecco-Flaschen! Was Besseres kann Alfa und uns doch gar nicht passieren, zuverlässigere Technik (der Mazda gilt als unverwüstlich solide) kriegen sie selbst niemals hin.Lesen Sie auch: Die Stars von Paris 2012
Nebenbei wird der neue Spider auf ein Maß schrumpfen, das ihn volksnah einpreist und das in den USA die ganz wichtige Reifeprüfung ablegt: Dort will Alfa die letzten Nostalgiker mobilisieren, die noch vom Ur-Duetto delirieren, mit Mazda-Hilfe die Furcht vor italienischem Schlendrian vertreiben und einschlagen wie der Japaner im Sommer 1990. Ich persönlich freue mich auf etwas anderes: einen MX-5 im Alfa-Anzug, in italienischem Design. Und da Mazda niemals das ganze Technik-Brot selbstlos brüderlich teilen wird, bietet der kommende MX-5 wieder irgendwas Eigenes. Etwas Besonderes. Und sei es, dass er nur kürzer, leichter, schneller, sportlicher und günstiger wird. Purer Roadster eben.
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die fiat-gruppe hat 50 millionen euro ferrari für die entwicklung neuer motoren bereitgestellt. unter anderem für den 1.8l turbo mit 300 PS und einen kommenden V6 mit bis zu 450 PS. diese motoren sollen unter anderem in Alfas und Maseratis eingesetzt werden. des weiteren kommt auch ein neuer V8 für ferrari und maserati. wahrscheinlich alle turboaufgeladen :)
also ich freue mich drauf :P
Für die breite Masse wohl der "beste Roadster der Welt". Italienisches Design kombiniert mit Top-Qualität aus Japan. Was gibt's besseres?
Das Alfa so kaputt gemacht wurde, liegt wohl eher an einem Herrn in Torino, dem lag noch nie was an Alfa, erst recht nicht, als VW anfing, der Marke nachzujagen. Ich fahre über 40 Jahre Alfa, z.Zt. 146 Boxer, 156 1,8TS + den einzigen ECHTEN V8, den Alfa je gebaut hat. Stimmt, der 916er ab 95 war ein Graus, der Brera Spider war wieder hübsch, aber wirklich zu schwer + teuer, da konnte Mazda nur punkten, vor allem im Preis. Aber Alfa ständig kaputtzureden i.S. Qualität, etc. zeigt, dass man als Opel/Ford/o.ä. Fabrikate-Fahrer nie das Feuer des Cuore Sportivo verstanden hat.
Ich erkenne mein Auto auf Anhieb auf jedem Massenparkplatz, das können wohl nicht alle hier behaupten. Und bei leichterer Bauweise/kleinem Turbo rennt der Alfa mit billigem Unterhalt dann halt den anderen wieder davon. An Schönheit sowieso... ;)) Das hat es noch nie gegeben, dass Alfa ohne ein Coupe oder Spider da stand, so eine Politik kann nur ein herzloser Fabrikant bringen, der mit Auto-Emozione nix am Hut hat. Abwarten... Dem V6 werden wir immer nachtrauern, leider ist der angeblich nichtmehr "zeitgemäss". SCHADE !!
Das Alfa so kaputt gemacht wurde, liegt wohl eher an einem Herrn in Torino, dem lag noch nie was an Alfa, erst recht nicht, als VW anfing, der Marke nachzujagen. Ich fahre über 40 Jahre Alfa, z.Zt. 146 Boxer, 156 1,8TS + den einzigen ECHTEN V8, den Alfa je gebaut hat. Stimmt, der 916er ab 95 war ein Graus, der Brera Spider war wieder hübsch, aber wirklich zu schwer + teuer, da konnte Mazda nur punkten, vor allem im Preis. Aber Alfa ständig kaputtzureden i.S. Qualität, etc. zeigt, dass man als Opel/Ford/o.ä. Fabrikate-Fahrer nie das Feuer des Cuore Sportivo verstanden hat.