Mazda Zoom-Zoom Xperience

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Mazda Zoom-Zoom Xperience

— 22.10.2007

Frauenpower am Ring

Frauen sind rar bei der Mazda Zoom-Zoom Experience. Beim Finale auf dem Salzburgring haben wir einer jungen Dame auf das Lenkrad geschaut. Und die hatte sichtlich ihren Spaß.

Frost statt Frust bei Cindy Gerber. Es ist kalt in 680 Metern Höhe. Ein Wetterumschwung brachte Regen und gefühlte fünf Grad an die Rennstrecke am Salzburgring. Hier muss keine Piste mehr genässt werden für den Zoom-Zoom-Circle, indem heiße Drifts über den Asphalt Teilnehmer der Mazda Zoom-Zoom Xperience an ihre Grenzen gebracht werden. Oder eben Teilnehmerinnen wie Cindy. Die gebüttige Sächsin ist eine der wenigen Frauen, die bei dem Event am Start sind. Etwa 15 Prozent beträgt die Frauenquote. "Wenn die Leute lesen, 260 PS auf der Rennstrecke, dann bekommen eben in der Regel die Männer feuchte Hände", erklärt Dino Damiono, Marketing Direktor bei Mazda Deutschland, die Männer-Dominanz. Die 21 Jahre alte Gesundheits- und Krankenpflegerin hat den Kurs ebenfalls nicht "gebucht", sondern bei einem Preisausschreiben auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin gewonnen – und ist riesig gespannt, was sie erwartet.

Erstmal ruhig angehen lassen

Cindy hat es im RX-8 richtig Spaß gemacht, sie würde gerne wiederkommen.

Rückblende: Start des Slalomkurses mit Zeitabnahme. Nach einer Einführungsrunde startet Cindy an meiner Seite als Beifahrerin in einem Mazda MX-5. Spätestens in der 180-Kehre werden die Augen groß und es entfährt ihr ein beunruhigtes Keuchen. Ganz so flott hat sie sich die Runde wohl nicht vorgestellt. Dann sitzt die Wahlbayerin aus Garmisch-Partenkirchen selbst am Steuer. Knapp 20 Sekunden zeigt die Anzeigentafel, sie lässt es erstmal ruhig angehen. Es gießt weiter wie aus Eimern, die Zoom-Zoom-Schirme finden bei den Wartenden reißenden Absatz. Der MX-5 fährt sich mit 160 Pferdchen unter der Haube doch etwas anders als ihr Polo mit 55 PS, Baujahr 95. Aber die Rundenzeiten werden immer besser, Cindy lässt den MX-5 immer flotter um die Pylonen tanzen, verbessert sich am Ende um fast drei Sekunden. Die besten in der Gruppe sind zwei Sekunden schneller, aber das kratzt sie nicht. "Am Anfang hatte ich ein bisschen Angst, aber dann war es schön und machte Lust auf das Auto", bekundet sie ihre Begeisterung. Nur die Macho-Allüren des Instruktors gefallen ihr und der Beifahrerin nicht.

Driften kann keine(r) auf Anhieb

"Wenn das Fahrzeug ausbricht und Richtung Betonpfeiler driftet, Kupplung voll durchtreten und hart bremsen", beschreibt Instruktor Dieter Klink den größten anzunehmenden Unfall. Bei Cindy macht sich eine leichte Nervosität breit. Nachdem Rink elegant um die Pylonen gedriftet ist, dürfen die Teilnehmer ran. Es gibt reichlich Dreher, die Reifen heulen, es stinkt nach verbranntem Gummi, ein bisschen vielleicht auch nach Angstschweiß. Jetzt muss Cindy ran. Erster Versuch, Lenkimpuls und gleichzeitig kräftig Gas geben. Wir drehen uns im Kreis, es fallen nicht druckreife Worte. Dann steht der RX-8 , Cindy hat die Kupplung zu spät getreten, der Wankelmotor ist aus. Nicht entmutigen lassen, neuer Ansatz. Über ein Walkie-Talkie gibt Instruktor Klink Anweisungen: "Einlenken, Gasgeben, jetzt Gegenlenken." Es klappt nicht. Cindy macht Pause, um erneut anzugreifen. In der zweiten Runde geht es schon viel besser, erste Dritferfahrungen am Rande der Physik entlocken der jungen Frau ein " wie geil". Der RX-8 gefällt ihr. "Was kostet der?", fragt sie.

Rennstrecke als Krönung

Trotz Kälte und Regen ist die Laune bei den rund 70 Teilnehmern an diesem Nachmittag blendend. Als krönenden Abschluss geht es auf die Rennstrecke. Und das gleich mit drei Autos, Mazda3 MPS , der nagelneue CX-7 und der RX-8 dürfen einige Runden über den legendären Kurs gescheucht werden. Übermut bremsen die Instrukturen entschlossen ab, Cindy und Konsorten fahren Kolonne in flottem, aber nicht gefährlichem Tempo. Das Wetter schlägt immer noch seine Kapriolen. Davon lässt sich Johannes Stuck als Fahrer des Renntaxis auf der Strecke freilich nicht beeindrucken. Er lässt den CX-7 fliegen, drei Passagiere mit großen Augen inklusive. Viel geredet wird an Bord des Crossover nicht, eher erstaunt geschwiegen. Hinterher wissen alle, dass der Unterschied zwischen einem Rennfahrer und einem sportlichen Fahrstil deutlich größer ist, als es die Fantasie zulässt. Cindy ist begeistert, vom Tag, von der Rennstrecke und vor allem vom RX-8. Sie würde gern wiederkommen. Kann sie, denn auch im kommenden Jahr wird es die Zoom-Zoom-Xperience geben – mit dem neuen Mazda6 als Protagonist. Vielleicht liegt die Frauen-Quote dann höher?

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