Mazda3 Skyactiv-D 105 (2016): Fahrbericht

Mazda3 Skyactiv-D 105 (2016): Fahrbericht

— 10.05.2016

So fährt der Mazda3 mit kleinem Diesel

Nach Mazda2 und CX-3 bekommt auch der kompakte Mazda3 einen neuen Dieselmotor mit 105 PS. AUTO BILD ist ihn probegefahren.

Um es kurz zu machen: Äußerlich hat sich am Mazda3 nichts verändert. Warum auch – die Japaner reiten mit ihrem Kodo-Design auf einer Erfolgswelle, haben allein von Januar bis April 2016 13,4 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum und liegen mit einem Marktanteil von 1,8 Prozent in Deutschland nur knapp hinter Toyota. Aber innerlich hat sich beim Kompakten etwas getan: Das Dieselportfolio erweitern die Japaner nach unten – mit einem 105-PS-Motor.
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Das Herzstück: Der 105-PS-Diesel stemmt 270 Newtonmeter auf die Kurbelwelle.

Und der ist vor allem eins: angenehm entspannt. In unseren bisherigen Tests hatte sich der Mazda3 grundsätzlich als kumpelhaft-sportlicher Partner entpuppt, gut verarbeitet, mit angenehm straffem Fahrwerk, das nicht übertrieben hart ausfällt. Und zu dieser Abstimmung passt auch der 105-PS-Diesel. Beim Kaltstart klingt das Aggregat noch leicht knurrig und kann im Stadtverkehr nicht vollkommen verhehlen, dass es sich um einen Selbstzünder handelt. Doch die Sternstunden kommen auf der Landstraße und der Autobahn: Dank des geringen Fahrzeuggewichts von 1265 Kilo wirkt der kompakte Japaner nicht untermotorisiert, hält bis Tempo 180 locker mit.

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Das Cockpit im Mazda3 ist leicht bedienbar, alle Knöpfe sitzen dort, wo man sie erwartet.

Das maximale Drehmoment von 270 Newtonmetern liegt bei 1600 Umdrehungen an, doch bei der Beschleunigung geht es eher gleichmäßig denn übermäßig kraftvoll zu: In elf Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h. Turbolöcher sind beinahe nicht spürbar, auch wenn der 105-PS-Diesel nicht die Spritzigkeit seines 150 PS großen Motorenbruders entwickelt. Doch die Geräuschkulisse ist äußerst angenehm: Dämpfer in den Kolbenbolzen minimieren den Motorenlärm durch Gegenschwingungen, auf der Autobahn tritt der Antrieb hinter den Wind- und Abrollgeräuschen zurück – und dennoch sind Unterhaltungen auch bei hohen Geschwindigkeiten möglich.

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Dank variabler Turboladergeometrie und Lader-Drehzahlsensor ist die Leistungsentfaltung des Mazda sehr homogen, das niedrige Verdichtungsverhältnis führt zudem zu einer effizienten Nutzung des Brennstoffs. Eine Nachbehandlung ist nicht nötig – der Mazda-Diesel schafft es auch ohne zur Erfüllung der Euro-6-Norm. Laut Norm verbraucht der Mazda3 mit dieser Motorisierung 3,8 Liter – bei unseren recht zügigen Fahrten über die Autobahn lag der zwischen 5,7 und 6,3 Liter. Der Basispreis für den Mazda3 mit dem neuen Basisdiesel beträgt 25.190 Euro, unser Testwagen mit der höchsten Ausstattung Sports-Line (unter anderem mit schlüssellosem Starten, Infotainment, Klimaautomatik, Head-up-Display und Rückfahrkamera) plus Extras wie Leder und Navigation kostet 30.980 Euro.

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Fazit

Wer der Meinung ist, dass 105 PS nicht ausreichend sind, wird vom Mazda3 eines Besseren belehrt. Mit dem Aggregat wird der Kompakte zum Cruiser – sparsam und definitiv nicht untermotorisiert. Damit lassen sich auch lange Strecken angenehm bewältigen.

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