Mazda5 (2010): Fahrbericht

Mazda5: Erster Fahrbericht Mazda5: Erster Fahrbericht

Mazda5 (2010): Fahrbericht

— 21.06.2010

So fährt der neue Mazda5

Ab Oktober 2010 wildert der neue Mazda5 im Revier von VW Touran und Renault Scénic. Wie sich der kompakte Japan-Van bei seiner ersten Ausfahrt schlägt, erfahren Sie hier.

Er lächelt. Das wird er in Zukunft immer tun. Schließlich kommt der Mazda5 ja auch aus dem Land des Lächelns und hat allen Grund zur Freude. Rund eine halbe Million Fünfer hat Mazda seit 2005 verkauft, über 55.000 bei uns. Da lächelt es sich leichter. Ab Oktober 2010 fährt nun der komplett neue Mazda5 vor. Gegen den renovierten VW Touran und den wieder erstarkten Renault Scénic stemmt sich der Japaner mit der Nagare-Taktik. Nagare heißt so viel wie fließende Linien, Wellen, und genau diese plätschern auf den  Flanken dahin. Dazu vorne der vom Mazda3 bekannten Grinse-Grill und hinten ein steileres Heck mit nun waagerechten Rückleuchten. Bei nahezu identischen Außenabmessungen bleibt Mazda auch den beiden hinteren Schiebetüren treu (gegen Aufpreis elektrisch). Das erspart peinliche Erklärungen, wenn Filius mal wieder in engen Parklücken übermütig die Tür aufreißt. Diesen teuren und schweren Luxus leistet sich in dieser Klasse ab Herbst nur noch der neue Ford Grand C-Max.

Im Überblick: News und Tests zum Mazda5

Auch beim neuen Fünfer wieder dabei: die beiden hinteren Schiebetüren. Gegen Aufpreis gibt es sie elektrisch.

Sorgfältig entrümpelt zeigt sich der Innenraum. Das Cockpit ähnlich dem aktuellen Mazda3, die Sessel mit längerer Sitzfläche, das Sitzkonzept – wie gehabt – nach feinstem Origami-Vorbild. Die zweite und dritte Sitzreihe falten sich mit wenigen Handgriffen spielend leicht zur ebenen Ladefläche. Nur klappen, nichts ausbauen. Schön einfach. Alleine der Trick mit dem Mittelsitz in Reihe zwei: Sitzkissen links anheben, Mittelsitz (nun breiter) ausklappen, fertig. Das war bislang klasse, und ist es auch jetzt wieder. Wenn überhaupt, benötigte der Familienfreund mit der Nummer fünf am Heck Nachhilfe in Sachen Fahrdynamik und Komfort. Und hier hat es das Team um Projektleiter Uwe Kracht wirklich krachen lassen. Der Fünfer fährt wie ausgewechselt. Zunächst einmal hörbar leiser. Das ist schon mal gut, denn mit so einem Kompaktvan geht es schließlich gerne mal auf die große Tour. Die Beinarbeit aber ist noch überzeugender. Selbst auf üblem Geläuf trampeln die Räder nicht über Unebenheiten, sondern tanzen sie souverän weg. Nicht zu weich, nicht zu straff, kein Magenumdrehendes Wanken in Kurven, keine Kippelbewegungen über die Längsachse.

Der neue Mazda5 auf dem Genfer Salon 2010

Viel Anlass zur Kritik bietet der neue 2.0 Benziner mit 150 PS nicht. Er ist schön leise und vibrationsarm.

Der 4,58 Meter Van liegt wirklich richtig satt auf der Straße, zwischen Spaß und Entspannung hat Mazda einen sehr akzeptablen Ton getroffen. Viel Anlass zur Kritik bietet auch der neue Zweiliter-Benziner mit 150 PS nicht. Okay, es gibt schärfere Kollegen, Typ Straßenaufreißer ist er nicht. Dafür schön leise und vibrationsarm. Dank Direkteinspritzung, Start-Stopp-System i-Stop und längerer Getriebeübersetzung soll er mit 6,9 Litern über die Runden kommen. Macht rund 15 Prozent Verbrauchsreduzierung zum Vorgänger, oder in der neuen Gute-Gewissen-Währung CO2 159 g/km. Alternativ darf es ein 1,8-Liter-Benziner mit 115 PS sein, ab Anfang 2011 gesellt sich dann noch ein kleiner Diesel dazu, dessen Leistungsdaten Mazda noch nicht aus dem Sack lassen möchte. Gleiches gilt für die Preise. Nur so viel: Nach oben ist kaum Luft, also dürften die Kurse recht konstant bleiben. Bedeutet für den Einstiegs-Benziner rund 21.000 Euro, für den von uns gefahrenen Zweiliter-Benziner etwa 23.000. Damit bleibt Mazda bei besserer Ausstattung rund 1500 bzw. rund 3000 Euro unter dem vergleichbaren VW Touran. Vielleicht lächelt Fünfer ja auch deshalb so befreit.

Autor: Tomas Hirschberger

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