Mazda6 (ab 2002)

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Mazda6 (ab 2002)

— 29.09.2004

Eine sichere Nummer

Die Zuverlässigkeit seines Vorgängers ist Legende – der Mazda6 ist auf bestem Wege dorthin.

Technik und Qualität

Ein erster Blick in den AUTO BILD-Kummerkasten läßt Böses befürchten: 48 Fälle sind dort verzeichnet, die sich mit dem erst vor zwei Jahren eingeführten Mazda6 befassen. Eine ganze Menge, schließlich befinden sich alle Fahrzeuge noch innerhalb der dreijährigen Werksgarantie.

Doch mehr als die Hälfte der Zuschriften dreht sich um ein und dasselbe Problem mit dem ab Werk lieferbaren Navigationssystem: Mazda lieferte es mit einer veralteten Karten-DVD aus, und nicht alle Händler waren bereit, sie gegen eine aktuelle Scheibe zu tauschen.

Das dürfte inzwischen erledigt sein, nicht aber der zweite Problemblock: rubbelnde Bremsen. Mazda sucht die Schuld bei in der Stärke schwankenden Bremsscheiben. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, daß die Ursache auch in der Haltbarkeit von Teilen der Vorderachse liegt – die Gummi-Metallbuchsen scheinen recht schnell weich zu werden.

Auch beschweren sich einige Leser über das Schiefziehen ihres Sechsers – diese Fahrzeuge wollen alle immer nach rechts. Inwieweit das mit der natürlichen Krümmung der Straßenoberfläche zu tun hat, können wir nicht beurteilen. Fest steht aber, daß das Fahrwerk des Mazda6 mit seinen zahlreichen Lenkern und Streben einstellungsempfindlich ist und schon auf leichte Abweichungen oder nachträgliche Tieferlegung sensibel reagiert.

Die Elektronik des Mazda6 ist da weniger zimperlich, Störungen sind nahezu unbekannt. Und weil das DVD-Problem gelöst ist, werden die Kollegen vom Kummerkasten die solide Nummer 6 nun wohl nur noch äußerst selten zur Kenntnis nehmen.

Historie, Schwächen, Kosten

Modellgeschichte 6/02 Ablösung des 626 durch den neuen Mazda6. Karosserie wie gehabt vier- oder fünftürig sowie als Kombi. 1,8-, 2,0- und 2,3-l-Vierzylinder-Benziner mit 120, 141 und 166 PS; zwei 2,0-l-Common-Rail-Diesel mit 121 und 136 PS. Sport Kombi auch mit Allradantrieb und serienmäßiger Fünfgangautomatik, 2,3-l-Benziner dann mit 162 PS. ABS ist Serie, ESP nur in Verbindung mit Ausstattung. Insgesamt sechs Airbags, Klimaanlage serienmäßig, ab Ausstattung Exclusive auch Klimaautomatik

Schwachstellen • Auspuffanlage macht bei dem zarten Alter des Mazda6 wenig Probleme, rostet aber an Nähten und Verbindungsflanschen • Bremsanlage ärgert Mazda-6-Fahrer häufig mit rubbelnden Bremsscheiben, teilweise schon nach weniger als 20.000 Kilometern. Mazda empfiehlt, die Scheiben abzudrehen – zu Lasten der Lebensdauer • Elektronik ist sehr zuverlässig, doch gelegentlich blinken auch im Mazda6 grundlos die Kontrolleuchten • Rückrufe betrafen die Abdichtung und plötzliches Absterben der Dieselmotoren (3/03), bei allen Modellen die Anzeige des Bremsflüssigkeitsstands (6/03) und bei allen Benzinern (ohne AWD) die Montage eines Hitzeschutzschildes zwischen Tank und Auspuff (7/04)

Reparaturkosten Preise inklusive Lohn und Mehrwertsteuer am Beispiel Mazda6 2.0 CD, 100 kW/136 PS, Baujahr 2002. Mazda widerlegt die Mär von den teuren japanischen Teilen, einzig die Lichtmaschine fällt – wie bei deutschen Mitbewerbern – aus dem Rahmen.

Fazit und Modellempfehlung

Fazit "Glückwunsch, Mazda! Scheint so, als trete der 6 in die Fußstapfen des bekannt zuverlässigen 626, dem Maßstab in der Kundenzufriedenheit. Obwohl kleine Wölkchen am Horizont den eitel Sonnenschein trüben: Die Bremse rubbelt auch bei vorsichtiger Fahrweise, das Fahrwerk ist einstellungsempfindlich, und manche Auspuffanlagen zeigen nach nur zwei Jahren schon soviel Rost, daß wir demnächst das erste Loch erwarten." Hendrik Dieckmann, AUTO BILD-Autor und Kfz-Mechaniker

Modellempfehlung Mazda6 2.0 CD Sport Kombi (100 kW/136 PS)

Steuer/Schadstoffklasse: 308 Euro im Jahr/Euro 3 Testverbrauch: 6,7 Liter. Werksangabe: 6,4 Liter (Diesel) Versicherung: Vollkasko (21/504 Euro SB): 1222 Euro. Teilkasko (33/151 Euro SB): 296 Euro. Haftpflicht (18): 985 Euro (Basis: HUK-Jahrestarife für Regionalklasse Berlin, 100 Prozent) Inspektion/Kosten: 20.000 Kilometer, etwa 200 bis 450 Euro Wertverlust: Zweijährige verlieren rund 30 Prozent vom Neupreis (Händlerverkaufspreis), danach jährlich um 1200 Euro Verlust

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