McLaren 675 LT (2015) im Test: Fahrbericht

McLaren 675 LT (2015): Fahrbericht

— 22.07.2015

Handzahm im Grenzbereich

Der McLaren 675 LT wiegt 100 Kilo weniger als der 650S und bringt zusätzliche 25 PS. Wie sich der leichtfüßige Bolide auf der Straße anfühlt, das klärt unser Fahrbericht.

Video: McLaren 675 LT (2015)

McLaren 675 LT in Silverstone

Der auf einem Carbon-Monocoque aufbauende 650S stand mit von uns gemessenen 1429 Kilo eigentlich nicht im Verdacht, an Adipositas zu leiden – wiegt ein gut im Futter stehender Lamborghini Aventador doch rund 300 Kilo mehr. Die Ingenieure im britischen Woking gingen dennoch gezielt einige kleine Pölsterchen an. So besteht die Karosserie des 675LT ab den B-Säulen komplett aus Carbon, der Auspuff, der optionale Überrollbügel und sogar die Radschrauben aus Titan, die oberen Querlenker aus Aluminium, die Heckscheibe aus Polycarbonat. Selbst die Airbrake, also der Heckflügel, der sich beim Bremsen aus hohen Geschwindigkeiten in den Wind stellt, wurde leichter, obwohl er um 50 Prozent größer ausfällt als beim 650S. Der große Bürzel ist zugleich Namensgeber: "Longtail" nennen ihn die McLaren-Techniker, kurz LT.
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Das Topmodell ist auf 500 Exemplare limitiert

Großer Bürzel: Der Heckflügel ist um 50 Prozent gewachsen und gibt dem LT seinen Namen.

Fuhr sich der 650S bereits sehr, sehr leichtfüßig, im Grenzbereich aber auch ein klein wenig heikel, so begeistert der 675LT nun rundum. Mit fahrfertigen 1330 Kilo wuselt das auf 500 Einheiten limitierte und bereits ausverkaufte Topmodell wie ein Go-Kart über den Grand-Prix-Kurs von Silverstone. Die serienmäßigen Semislicks vom Typ Pirelli P Zero Trofeo R zeigen, ebenso wie die Keramikbremsen, Runde um Runde ein unerschütterliches Stehvermögen.

Chevrolet Z06/McLaren 650S: Test

Chevrolet Corvette Z06 McLaren 650S Spider Chevrolet Corvette Z06 McLaren 650S Spider Chevrolet Corvette Z06 McLaren 650S Spider
Der enorme Grip der Sportreifen gibt dem Fahrer das nötige Vertrauen, sich in den Grenzbereich zu wagen – wo der 675LT durchaus handzahm bleibt. Nur beim Herausbeschleunigen aus engen Kehren sollte das Gas gefühlvoll dosiert werden. Sensibel zeigt sich das Fahrwerk auf der Straße: Kaum ein anderer Supersportwagen bietet einen derart guten Federungskomfort.
Autor:

Florian Neher

Fazit

Sauschnell auf der Rennstrecke, gute Manieren auf der Straße. Der Preis von 309.750 Euro spielt eigentlich keine Rolle, da die Auflage von 500 Exemplaren längst verkauft ist.

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