McLaren 675LT Spider (2016): Fahrbericht

McLaren 675LT Spider (2016): Fahrbericht

— 13.04.2016

McLaren öffnet den 675LT

Der McLaren 675LT Spider hat nicht nur 675 PS – er ist auch eine britische Diva. AUTO BILD ist den ausverkauften Supersportler gefahren!

Video: McLaren 675LT Spider (2016)

Offener Supersportler

Bereits das Gewicht der Schuhsohle reicht, um dem McLaren 675LT Spider die Sporen zu geben. Dann rotzt der 675-PS-Supersportler seinen atemberaubenden Klang aus den beiden Titan-Endrohren. Ein 3,8 Liter großer Doppelturbo-V8 schiebt den heckangetriebenen 1,3-Tonner vorwärts. Bei trockener Fahrbahn knackt der McLaren die Tempo-100-Marke in 2,9 Sekunden. Fahrer, deren Nervenbahnen weitere 5,2 Sekunden benötigen, um Gas wegzunehmen, befinden sich bereits bei Tempo 200. 300 km/h liegen bei 23,6 Sekunden an, Schluss ist bei 326 km/h. Zum Vergleich: Bei sanften 100 Kilometern pro Stunde, im automatisch eingelegten siebten Gang, dreht die Maschine gerade mal mit 1500 Touren.

McLaren 675LT Spider

Das Dach öffnet sich bis Tempo 40

Ein einfacher Knopfdruck reicht, und das dreiteilige Hardtop öffnet sich. Das geht bis Tempo 40. Nicht 41! Da sind die Briten sehr penibel, wie das Bordsystem einem sofort unmissverständlich klarmacht. Soll nicht gleich das ganze Dach entfernt werden, reicht auch schon das Herunterfahren der kleinen Heckscheibe hinter den belederten Carbonfaser-Schalensitzen.

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Die Lenkung hat drei Modi

Lenkung und Motor lassen sich in drei verschiedenen Fahrmodi einstellen.

Der vorn auf 19- und hinten auf 20-Zöllern rollende Sportler verhält sich recht umgänglich. Die Lenkung ist, wie von McLaren bekannt, an Direktheit und Präzision kaum zu überbieten. Sie ist zwar in drei verschiedenen Modi kalibrierbar, doch wirkt sie in der Grundeinstellung am natürlichsten. Gleiches gilt für die Motoreinstellungen, die aus einem in Carbon gegossenen Sportler eine wahre Sprint-Diva machen. Eine Diva ist auch der sensible Bordcomputer. Die McLaren-Elektronik scheint alle zehn Sekunden anhand der aktuellen Fahrweise die Reichweite neu zu berechnen: Die gerade noch satt erreichbare Tankstelle in 100 Kilometern ist plötzlich nicht mehr zu schaffen – zehn Sekunden später ist sie wieder in Reichweite. Der Normverbrauch liegt bei 11,7 Litern auf 100 Kilometern.

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40 Kilogramm schwerer als das Coupé

Wegen der Dachtechnik wiegt das Cabrio 40 Kilogramm mehr als das Coupé.

Erfreulich ist, dass auch gröbere Unebenheiten gut dosiert an den Rücken weitergeleitet werden. Das Cabrio von McLaren ist genauso steif wie sein Coupé-Verwandter. Der Unterschied zwischen den beiden beträgt nur 40 Kilogramm, die allein das Dachsystem mit sich bringt. Was sie sich teilen, ist die fast komplett fehlende Übersichtlichkeit. Nur nach vorn ist die Sicht frei. Parksensoren vorn und hinten inklusive Rückfahrkamera kosten 3220 Euro Aufpreis. Und wer gar nicht genug Kameras an Bord haben kann, der kann sich für weitere 4000 Euro eine Kamera im vorderen Stoßfänger, eine im hinteren Stoßfänger und eine weitere über der Schulter im Cockpit installieren lassen. Die Schulter-Cam zeichnet zugleich die Telemetriedaten auf.

Nach nur zwei Wochen vergriffen

Wer jetzt den unbändigen Wunsch hat, zum nächsten McLaren-Händler zu gehen und mal eben die mindestens 340.725 Euro auf den Tisch zu legen, der kommt zu spät. Denn der auf 500 Exemplare limitierte Spider war nach nur zwei Wochen vergriffen. Dass es bei nahezu jedem McLaren 675LT Spider nicht bei dem Basispreis geblieben ist, macht ein kurzer Blick auf die Aufpreisliste deutlich: Die günstigste Option ist mit 170 Euro der Feuerlöscher.

McLaren 675LT Spider (2016): Fahrbericht

Autor: Marcel Sommer

Stichworte:

Supersportwagen

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