McLaren-Mercedes MP 4/18

McLaren-Mercedes MP 4/18

— 21.05.2003

Neuer Silberpfeil: Bau auf Raten

Die heiß ersehnten McLaren-Mercedes MP 4/18 kommen nun häppchenweise. Lohnt das noch?

Die Konkurrenz versteht die Welt nicht mehr: "Ein neues Auto sollte man üblicherweise zum Saisonstart fertig haben", sagt BMW-Technikchef Dr. Mario Theissen. Und schmunzelt über die Strategie von McLaren-Mercedes, mit einem Übergangsmodell die halbe Saison zu bestreiten. "Denn es kostet Kraft, sich gleichzeitig auf zwei Autos zu konzentrieren."

Und es gelingt nicht immer. Ferrari hatte Probleme, den neuen F2003-GA standfest zu machen. Und McLaren-Mercedes hat das Testdebüt des MP 4/18 schon viermal verschoben. Am 21. Mai wurde der 930-PS-Renner endlich vorgestellt, aber anders, als erwartet. Denn das McLaren-Getriebe, bei Mercedes in Stuttgart im Bau, das Schalten ohne Zugunterbrechung ermöglichen soll, ist verspätet. Neben der hochkomplizierten Software bereitet das Gehäuse aus Kohlefaser Probleme. Darauf sollte ein Großteil der angestrebten Gewichtsersparnis entfallen (ca. acht Kilo). Das "aktuelle Auto ist nach wie vor zu schwer", bestätigt Designer Adrian Newey.

Stattdessen wird nun auf Aluminium umgerüstet, um wie geplant am 15. Juni (Kanada) zu debütieren. Dafür ist aber auch eine neue Hinterradaufhängung nötig. Newey kündigt ein "revolutionäres Modell an, dessen Unterschiede schon Laien erkennen". Die Version mit Kohlefaser-Schaltbox, intern als MP 4/18 AX bezeichnet, wird kaum vor September fertig – 2003 also wohl nur drei Rennen bestreiten.

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