McLaren MP4-12C

McLaren MP4-12C

— 22.03.2010

Formel 1 light: UPDATE

600 PS aus acht Zylindern und "sparsamer als die Konkurrenz": McLaren enthüllte am Stammsitz in England offiziell den MP4-12C. Der ist rasend schnell und erstaunlich leicht. Viele Fotos!

McLaren baut wieder einen Supersportler. Das ist jetzt amtlich, denn die Briten haben die Superflunder jüngst in Woking vorgestellt. Lewis Hamilton und Jenson Button höchstselbst legten Hand an, um den MP4-12C zu enthüllen. Im Gegensatz zum F1, der in den späten Neunzigern in einer Kleinstserie wegen des exorbitanten Preises von 1,5 Millionen D-Mark überwiegend die Garagen von Scheichs bevölkerte, soll der McLaren MP4-12C regelrecht bodenständig bleiben. Zwischen 150.000 und 190.000 Euro gibt McLaren als Haustarif an. Nicht der Bugatti Veyron gilt als Konkurrenz, sondern der Porsche 911 GT3, der Ferrari 458 Italia oder der Aston Martin DB9. Und es dient dieses Mal nicht Formel-1-Partner Mercedes als Helfer bei vielen Teilen, sondern der MP4-12C entsteht laut McLaren komplett in Eigenregie.

Der McLaren MP4-12C ist sparsamer als die Konkurrenz

Lewis Hamilton und Jenson Button enthüllten das Geschoss.

Wer in der Supersportler-Liga punkten will, braucht vor allem Kraft im Überfluss. Die liefert ein 3,8-Liter V8 mit doppelter Turboaufladung, der mit variabler Ventilsteuerung für 600 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment gut ist. Das Aggregat dreht bis 8500 Touren, soll aber bereits bei 2000 Umdrehungen pro Minute rund 80 Prozent des Drehmoments bereitstellen. Laut McLaren ist der MP4-12C damit nicht nur sehr schnell, sondern auch sparsamer unterwegs als die Konkurrenz – der CO2-Ausstoß soll weniger als 300g/km betragen. Auf dem Datenblatt stehen weiter: rund 320 km/h Spitze, drei Sekunden bis Tempo 100 und zehn Sekunden bis 200 km/h. Damit dem Briten auf der Rennstrecke nicht die Ölversorgung ausgeht, setzt McLaren auf eine Trockensumpfschmierung. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Doppelkupplungs-Getriebe mit sieben Stufen an die Hinterachse, der Fahrer sortiert die Gänge via Schaltpaddles am Lenkrad. Und er kann zwischen verschiedenen Fahrprogrammen wählen, die das adaptive Fahrwerk, das ESP, die Traktionskontrolle oder das aus der Formel 1 entliehene Assistenzsystem Brake Steer abstimmt. Das bremst das kurveninnere Rad ein, um Untersteuern zu vermeiden.

Das Kohlefasermonocoque wiegt nur 80 Kilogramm

Das Interieur mutet fast schon spartanisch an und entstand in Eigenregie.

Überhaupt steckt jede Menge Formel-1-Technik im MP4-12C. Maximal zwei Passagiere werden von einem 80 Kilo leichten Kohlefasermonocoque mit Sicherheitsfahrgastzelle protegiert, ergänzt wird das Crash-Paket von Aluelementen. Die Karosserie ist ebenfalls voll auf Gewichtsreduktion ausgelegt, es dominiert Kohlerfaserverbundstoff, bei den Bremsen kann optional eine Keramikanlage geordert werden. 19-Zöller vorn und 20-Zöller hinten sitzen auf extraleichten Schmiedefelgen. Für die optimale Gewichtsverteilung wandert der Motor in die Mitte, der Kühler sitzt hinten, wie der V8 beatmet von doppelten Lufteinlässen. Unter der flachen Haube verbirgt sich ein kleiner Kofferraum, die Front wird geprägt von Xenon-Scheinwerfern mit seitlichem Tagfahrlicht in LED-Technik.

Türen schwenken nach vorn

Das Heck wird dominiert von einem Spoiler, die beiden Auspuffrohre in Trapezform sind nach oben gesetzt, weil unten ein Diffusor die Aerodynamik optimiert. Aus der Vogelperspektive wird der Blick auf den V8 durch die Heckscheibe möglich. Die Türen schwenken nach oben, ein nettes Gimmick für den großen Auftritt vorm Szene-Café. Innen sind elektrisch verstellbare Sportschalen in Teilleder verbaut, der Fahrer wird eingerahmt vom breiten Mitteltunnel und den Türinenverkleidung, auf der Teile der Bedienelemente sitzen. Die Ausströmer der Luftauslässe erinnern an Flugzeugturbinen, ein Touchscreen-Display in der Mitte vereinfacht die Bedienung von Navi oder Soundsystem, darunter sitzt die Bedienung der Klimaeinheit. Auf Wunsch soll es laut McLaren sogar Internet-Zugang geben. 1000 Einheiten pro Jahr will McLaren ab 2011 verkaufen, die Hälfte davon in Großbritannien und den USA.

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